Schönes Beispiel dafür, daß Kommata (oder meinetwegen auch Kommas) nicht nur Zierde sind:

Stimmt. Es ist unwahrscheinlich, einfach bei Euch zu kaufen. Zumindest, daß ich das tun werde.
Schönes Beispiel dafür, daß Kommata (oder meinetwegen auch Kommas) nicht nur Zierde sind:

Stimmt. Es ist unwahrscheinlich, einfach bei Euch zu kaufen. Zumindest, daß ich das tun werde.
Manchmal fällt einem echt nix mehr ein. Da macht sich das Merkel doch allen Ernstes dafür stark, 2,5 Millionen Euro auszugeben für gestohlene Daten über Steuerhinterzieher. Gut, Kriminellen die Kohle in den Arsch zu blasen ist durchaus Teil des politischen Programms dieser Koalition, insofern sollte mich das nicht überraschen, aber trotzdem: Hallo? Geht’s noch? Entführern zahlt dieser Staat aus Prinzip kein Lösegeld, weil er sich nicht erpressen läßt und um die nicht zu ermutigen, aber Datendiebe zu ermutigen ist schon irgendwie okay?
Man verstehe mich nicht miß: Natürlich ist Steuerhinterziehung übel, und natürlich gehören diese Leute bestraft, gar keine Frage. Aber trotzdem heiligt der Zweck nicht die Mittel. Wenn es wie im Falle der Lösegelder um Menschenleben ginge, könnte man ja eventuell noch einsehen, warum Geschäfte mit Kriminellen gemacht werden. Aber nur um entgangene Steuergelder einzusacken? Das geht gar nicht, Frau Merkel. Sorry.
Klasse fand ich deswegen auch, daß jetzt deswegen Strafanzeige gegen das Merkel und seine Kumpanen gestellt wurde — von einem CDU-Mitglied, immerhin. Es gibt doch noch Hoffnung auf der Welt. Nicht viel, aber etwas.
Nach Taubenherzen und Dalmatinerklöten hier ein weiterer Beitrag aus der Reihe “Ewww!”:

Daß es dieses Produkt schon seit Jahrzehnten gibt, und daß es recht lecker ist, macht die Sache nicht besser. Im Ernst: Katzenzungen? Und ganz nebenbei verleihen wir dann auch noch mal den begehrten Sonderpreis für die müllintensivste Art, hundert Gramm Vollmilchschokolade zu verpacken.
Soso, da hat Äppel nun also endlich seinen langersehnten (hust) Tablett-PC vorgestellt, das “iPad” oder Eipätt, Übersetzung ;-) siehe oben. Und wie üblich, wenn der Messias (Herr Jobs) neue Hardware präsentiert, geht den Äppeljüngern kollektiv einer ab, während der Rest der Welt sich am Koppe kratzt und gar ketzerisch zu fragen wagt, was daran denn jetzt so toll sein soll.
So ein Tablett-PC war bis dato meist ein ganz normales Notbuch, bloß eben ohne Tastatur und dafür mit Tatschskriehn. Also blöd zum Tippen, aber dafür konnte man, statt mit der Maus oder irgendwelchen Maussurrogaten einen Zeiger zu bewegen, direkt mit den Fingern auf den (hoffentlich gefühlsechten) Programmen herumtatschen. Was vielleicht mal ganz witzig sein mag, aber kaum jemanden ernstlich dauerhaft überzeugen mochte, weswegen diese Geräteklasse seit Jahren vor sich hindümpelt.
Aber jetzt kommt Äppel.
Und Äppel macht schon aus Tradition alles anders. Statt ein Mäckbuch in so einen Tatschkompjuter umzufroklen, haben sie einfach ihr Eifon aufgeblasen. Was erstmal keine blöde Idee ist: Zuviel Rechenpauer für ein Mobiltelefon hatte das Ding ja schon immer, zu teuer war es auch, und die installierte Basis ist auch nicht zu verachten. Derer zwei sogar: einmal die Millionen überzeugter Eifonanbeter, die sich sicherlich leichter ein Appgräiht aufschwatzen lassen werden als Leute wie ich, die mit einem Samsung-Netzbuch herumhühnern, und andererseits die 140.000 existierenden Eifon-Äpps (Programme, für die Nichteingeweihten), die natürlich auch auf dem Eipätt laufen und schon aufgrund ihrer Herkunft gefühlsecht sind.
Soweit also alles gut? Mmmnnnnaja. Nein. Ganz und gar nicht.
Denn vom Eifon hat das Eipätt neben dem Konzept, den Äpps und den Anbetern auch einen gigantischen Nachteil geerbt (für die Anwender; für Äppel ist es natürlich ein, ach was, DER Vorteil): man kann auf dem Ding keine Software installieren, von der Äppel das nicht will. Was bei einem Eifon noch nur milde irritierend sein mag, wächst sich bei einem ausgewachsenen Universal-Kommunikationswerkzeug wie dem Eipätt, das bei manchem sicherlich den Kompjuter verdrängen oder gar ersetzen wird, zu einer Gefahr aus: der des Großen Bruders, der seinen Untertanen vorschreibt, was sie mit der Hardware zu tun und zu lassen haben. Welche Programme kannst Du installieren? Das entscheidet Äppel. Welchen Brauser benutzt Du? Das entscheidet Äppel. Welche Videos kannst Du ansehen? Entscheidet Äppel. Wo kaufst Du Deine Musik? Entscheidet Äppel. Elektrobücher? Entscheidet Äppel. Und kassiert nebenher natürlich fleißig mit, vom Anbieter wie vom Anwender, wenn sie natürlich nicht gleich selbst Anbieter werden.
Das Eipätt ist nicht Closed Source, sondern Closed Everything. Und das ist das Gefährliche daran. Denn wenn es ein Erfolg wird — und wer wollte daran realistisch zweifeln? –, dann bereitet es den Weg in eine IT-Zukunft, die niemand außer den Anbietern wollen kann.
Hoffen wir also, daß die Hacker da draußen sich auf ihren Auftrag besinnen und das Ding möglichst schnell zu dem machen, was es von Rechts wegen ab Werk hätte sein sollen: Ein Kompjuter, auf dem der Anwender entscheidet, welche Software läuft und wo die Daten herkommen. Damit ist die Gefahr zwar noch lange nicht gebannt, aber es wäre ein wichtiges Zeichen.
We don’t need no thought control.
Da sitzt man so vorm Rechner und lauscht, wie der Sturm den Schnee übers Dachfenster peitscht. Man freut sich. bei angesagten minus neunzehn Grad nicht aus dem Haus zu müssen. Und dann kommt eine Spammail rein, und man merkt: Man lag da völlig falsch!

Ja, dann werd ich doch gleich mal in der lauen Frühlingsnacht spazieren gehen. Danke, Herr Emerson!
Meine Güte, wenn ich mir ankucke, wie gut die bei manchen Banken offenbar rechnen können, dann wundert mich keine Finanzkrise mehr:

Obwohl, vielleicht tu ich ihnen ja auch unrecht. Ein Prozent von 10002 ist viel weniger als 102. Aber acht Euro helfen mir auch nicht so richtig aus der Patsche.
Nicht kapiert? Kuckstu hier. Und danke an Jörg für den Scan.
Geradezu erstaunlich grüne Töne hört man derzeit aus Berlin: Da hat doch das Bundesamt für Strahlenschutz (sitzen die eigentlich in Berlin? Hoffen wirs mal) einen Bericht ausgeschieden, in dem es heißt, man halte es für den sichersten Weg, die Asse (jenes ehemalige Salzbergwerk voll rostender Atommüllfässer, Plutonium, Giftmüll, toten Atomkraftwerksarbeitern und was weiß ich noch für einem Dreck, das hier in der Nachbarschaft gerade mit Grundwasser vollläuft) komplett zu räumen. Also: Alles muß raus! Das haben die Atomgegner zwar schon seit Jahren gefordert, insofern ist es schon verwunderlich, daß diese Erkenntnis erst jetzt da oben ankommt, aber flöt, man muß ja dankbar sein für die kleinen Dinge im Leben.
Die diskutierten sogenannten “Alternativen”, also das Umlagern des Mülls in tiefere Schichten der Asse (weil die ja nicht so volllaufen, schon klar) oder die “Vollverfüllung” der gesamten Bruchbude mit Beton, sind, wie nun also auch das BfS gemerkt hat, nicht so der Bringer. Bemerkenswert, dieser unerwartete Ausbruch von Intelligenz.
Und es kommt noch viel verblüffender: Forschungsministerin Schavan spricht gar von gemachten Fehlern (!), aus denen man gelernt habe (!!!): Man könne “ein ausgedientes Bergwerk nicht zur Einlagerung von Atommüll nutzen”. Bravo!
Ein kleiner Wermutstropfen allerdings bleibt: Ratet mal, wo das BfS den aus der Asse geschabten Dreck dann verklappen will. Na? Kommt Ihr nie drauf: Nur ein paar Kilometer weiter, im Schacht Konrad.
So lernt man in Berlin aus Fehlern.
Der Volkswagen ist mein Fuhrwerk, mir wird nichts mangeln.
Er läßt mich lagern in kalten Pfützen und führt mich in trübe Furten.
Er transportiert mein Gerödel.
Er leitet mich auf Pfaden der Aufopferung für die Seinen.
Muß ich auch kriechen mit 60 bergauf, so fürchte ich doch keinen Actros,
denn Du bist bei mir;
Dein Lärm und Dein Gestank geben mir Zuversicht.
Du verlierst Deinen Zündfunken im Angesicht meiner Feinde.
Du salbst mir das Haupt mit Öl; Du kochst mir reichlich den linken Fuß.
Wartung und Reparatur werden mir folgen mein Leben lang,
und ich darf Gast sein im Hause des Schraubers immerdar.
Nix für ungut!
Avatar: Aufbruch nach Pandora. Im Kino, auch in dreidimensional. Und weil das Dreidimensionale das Spannendere war, kommt es erst weiter unten. :-)
Zur Story muß ich nicht viel sagen: Der mit dem Wolf tanzt auf außerirdisch, zumindest in etwa. Jedenfalls nichts sonderlich Einfallsreiches und auch völlig frei von überraschenden Entwicklungen.
Aber dafür kuckt man diesen Film ja auch nicht. Sondern wegen der Bilder.
Und da leistet er wirklich Herausragendes. Klar, Pandora ist trotz eigenwilliger Geographie (schwebende Berge) und Botanik (berghohe Bäume und brückenbreite Lianen) viel zu erdähnlich geraten, vor allem die dort herumlaufenden Säugetiere, auch wenn einige davon einen gewissen Hang zur Mehrbeinigkeit haben. Aber egal — eine wirklich schöne Welt ist es trotzdem (oder wohl eher gerade deswegen), und sie wird in absolut beeindruckenden Bildern exzessiv gezeigt. Da wirkt nichts künstlich, computergeneriert, unrealistisch. Das vielleicht größte CGI-Spektakel der Kinogeschichte sieht so aus, als wären die Jungs in den Wald gegangen und hätten die Kamera auf die Action gehalten.
Die ebenfalls exzessiv zelebrierten Flugszenen, sowohl mit (wohltuend traditionell, sprich: ohne Antigravitation oder ähnlichen Vodoo funktionierenden) Helikoptern als auch mit fliegenden Reittieren, wirken naturgegebenermaßen nicht so. Ein kleiner Teil des eigenen Hirns weiß auch, daß es vermutlich unmöglich sein dürfte, echte Flugszenen so gut zu filmen. Aber flöt, es sieht halt spitzenmäßig aus, und obwohl es mitunter recht rasant zugeht, bleibt doch meist genug Muße, die gelungenen Szenerien und Animationen zu würdigen.
Aber es gibt doch noch was Gutes über die Story zu sagen: sie hält sich immerhin dann auch soweit zurück, daß sie einen nicht wie sonst so oft mit irgendwelchen offensichtlichen Fehlern, Inkonsistenzen oder Unlogischheiten aus dem Staunen reißt und zum Ärgern bringt. Traurig, daß das schon positiv ist, aber so ist das heutzutage — mit wenigen Ausnahmen — halt.
Fazit: Ein sehenswerter Film. Ob er nun seine exorbitanten Produktionskosten wert war, sei dahingestellt, aber den Eintritt wert ist er auf jeden Fall, und auch die DVD wird dereinst, wenn ihr Preis unter den der Kinokarte gefallen sein wird, in meinem Regal stehen. Und offensichtlich seh ich das nicht alleine so, wenn ich mir die anderen Kritiken und die Einspielergebnisse so anseh — und die Tatsache, daß die von mir besuchte wochentägliche Spätvorstellung zwar nicht ausverkauft, aber doch sehr sehr gut besucht war.
Der beträchtliche Mehrpreis für den Eintritt hat mich doch stark schlucken lassen. Aber erstens muß man das ja mal ausprobieren, dachte ich mir, zweitens lief Avatar eh nur noch in 3D, und drittens gibt’s ja auch noch so ne rattenscharfe Brille dazu, die man sogar behalten darf. Wer kann dazu schon Nein sagen?
Die ersten paar Minuten war ich denn auch schwer beeindruckt vom 3D-Effekt. Das befürchtete Geflimmer oder andere Unschönheiten blieben aus, alles sah so gut aus wie vom Kino gewohnt, nur halt räumlicher. Und das macht wirklich was aus.
Leider bemerkte ich aber bald doch ein paar Dinge, die mir den weiteren Genuß des Spektakels ziemlich gründlich verleidet haben. Das lag wohl daran, daß ich, sobald ich sie einmal bemerkt hatte, mich ungewollt mehr mit ihnen als mit dem Film beschäftigt habe. Genau wie ein an sich leises Störgeräusch wie zum Beispiel NDR 1 Radio Niedersachsen im Nebenraum (hallo Ecki :-)) einem, sobald man sich einmal dran gestört hat, weiter auf die Nüsse geht, ob man will oder nicht.
Diese Dinge waren:
Während die ersten beiden Problemchen noch akzeptabel bzw. wohl auch Gewöhnungssache sind, ist das dritte für mich ein echtes k.o.-Kriterium. Meine Augen waren vermutlich die ganze Zeit am Schärfe-hin-und-her-Kurbeln wie eine Kamera mit kaputtem Autofokus. Und alle paar Sekunden fiel mir wieder auf, daß das nicht funktioniert mit dem Scharfstellen. Sowas kann einem den ganzen Film versauen.
Für Avatar spricht immerhin, daß die Macher nicht der Versuchung erlegen sind, das Publikum mit besonders spektakulären 3D-Effekten zu begeistern/verschrecken. Das liest man ja in den Kritiken anderer 3D-Filme wie dem extrem bescheuert benamsten Disney’s Eine Weihnachtsgeschichte oder auch Final Destination: daß alle Naselang irgendwas Richtung Kamera fliegt und man sich unwillkürlich duckt deswegen, was einen dann zuverlässig aus der Filmwelt reißt. Bei Avatar ragen zwar auch ab und zu mal Gegenstände oder Körperteile (vor allem Schwänze — nein, keine Geschlechtsteile, Schweife!) “näher” an einen heran, als man das eigentlich will, aber so besonders störend ist das nicht, und vermutlich auch schwer zu vermeiden.
Fazit: Für wirklich schmerzhaft mehr Geld gibt es einen zwar an sich beeindruckenden Effekt, der aber von der eigentlichen Hauptsache, dem Film, zuverlässig ablenkt, entweder weil man über ihn staunt oder weil man sich über seine Unzulänglichkeiten ärgert. Das ist es nicht nur nicht wert, sondern das wäre selbst bei gleichem Eintrittspreis ein Grund für mich, die traditionelle 2D-Technik vorzuziehen.
Das mag anderen sicherlich anders gehen. Bleibt zu hoffen, daß wir auch weiterhin die Wahl haben werden. Denn leider kann man 3D-Filme auch ohne 3D-Brille nicht kucken, dann ist nämlich das meiste unscharf. Logisch, sind ja zwei (verschieden polarisierte) Bilder übereinander.
Obwohl …
Eigentlich müßte man sich doch nur ne 3D-Brille mit zwei gleich polarisierten Gläsern basteln, um wieder 2D zu sehen. Das werde ich, so erforderlich, zu gegebener Zeit dann sicher auch mal ausprobieren. Einstweilen aber werde ich den 3D-Kram einfach boykottieren. Spart ja auch Geld. Schade eigentlich, es hätte Spaß machen können.
Diese Aufregung um die sogenannten Nacktscanner kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Okay, klar, daß die auch nix bringen seh ich ein. Und daß das ganze Sicherheitstheater an den Flughäfen völlig übertrieben ist und trotzdem nix bringt, seh ich ebenfalls ein.
Aber was ist nun an den Nacktscannern so besonders schlimm? Ich fliege zwar nicht (und habe auch nicht vor, das zu ändern), aber wenn, dann wär es mir entschieden lieber, wenn jemand ein verschwommenes Schwarzweißbild meines nackten Adoniskörpers ;-) betrachtete, als daß mir eben jeder Jemand stattdessen an die Klöten packte.
Und demjenigen wär das mit einiger Sicherheit auch lieber.
Leute, beim Arzt ist das doch auch kein Problem. Und genau wie bei dem wird auch bei so einem Sicherheitskontroletti der ohnehin bescheidene Unterhaltungswert, irgendwelche Menschen nackt sehen zu können, mit Sicherheit nach einiger Zeit abgelöst werden vom Genervtsein darüber, selbiges tun zu müssen. So gefühlt spätestens nach mehreren Minuten. Zumal ja, wenn die auch nur über minimale Intelligenz verfügen, der Betrachter ein anderer sein wird als derjenige, der die zu Betrachtenden auswählt (wenn das nicht eh alle sind). Denn ganz ehrlich: die allermeisten Menschen da draußen möchte man lieber nicht nackt sehen. Wirklich nicht.
Findet jedenfalls
Euer Dieter Schlabonski.
PS: Rutscht fein. Aber fallt nicht auf die Fresse dabei.