Schlabonskis Welt ...only life is worse...

Unsere Solidarisch-Wochen: Freundlich gefeuert!

Kaum hat er die eh schon ins Klo gespülte Glaubwürdigkeit amerikanischer, neofa... entschuldigung... neopatriotischer Hartleiner entgültig zur Kläranlage gejagt, ist er auch schon wieder vorbei: der Kriech im Irak.

Kein gedärmezerfetzendes Gefecht, das man speichelsabbernd und zähneklappernd auf dem Sofa hätte mitverfolgen können, wurde trotz eingelegter Journalisten an den Bildschirmen gezeigt. Stattdessen nur Dschie-Eis, die hinter Stacheldraht eingesperrte Angehörige des Klu-Klux-Clans zu bewachen hatten. Da hatte der zweite Golfkrieg doch mehr Flähr, so mit dem M16 im Sonnenuntergang in Kuwait... Herrliche Einstellungen waren das damals.

So gerne hätte das Publikum mehr gesehen... Mehr von in die Kamera winkenden Schpeschl Forssess, deren Angehörige zuhause beim Anblick des Verwandten ganz aus dem Häuschen gewesen wären. Zumindest solange bis der irakische Paketbote die Eilzustellung am Drehort abgeliefert hätte. Nein, sowas kann man vielleicht doch nicht zeigen. Is' ja eklich.

Stattdessen zeigt uns der Kriech ein anderes Bild. So scheint es immer noch ein paranoides Bedürfnis zu sein, seine eigenen Kumpels über den Jordan zu schicken... Hmmm bizarres Wortspiel, wenn man bedenkt, was neben dem Irak noch so an Staaten angrenzen. *Noch*.

Seltsam ist auch, dass anscheinend immer irgendwelche Briten daran beteiligt waren, wenn es ums die unfreiwillige Entlassung aus dem Dienstverhältnis ging. Abstürzende Hubschrauber, zerstörte Tornados. angegriffene Bodentruppen. Das scheint ja fast so, als ob es die US-Streitkräfte nicht so recht verstanden haben, daß sie nicht alleine gegen einen unterlegenen Staat kämpfen. Mag man zumindest meinen.

Nun, nachdem auch die die letzte Stadt kampflos an die Alliierten gefallen ist und man den ganzen ABC-Abwehr-Plunder umsonst mitgeschleppt hat, stellt sich die Welt nun die Fragen: Wo ist die Hackfresse Saddam? Wo sind seine ganzen Kumpels, wer macht jetzt sauber und vor allen Dingen: Welches Arschloch hat eigentlich den McDonald's in Saddam City geplündert?!

Nun, da Wohnort knapp ist, haben es sich die Soldaten in den ehemaligen Palästen gemütlich gemacht. Die goldenen Wasserhähne und die Ideal-Standard-Elfenbein-Schüssel mit der saphirbestückten Brille machen das Siegerdasein etwas erträglicher. Wären da nur nicht diese beschissenen Demonstranten die ständig nur das Gleiche wollen: Wasser, Strom, Nahrung und zu allem Überfluss auch noch eine eigene Regierung. Na so weit kommt das noch ... Es wird gegessen... äh gewählt, was auf den Tisch kommt. Und wenn nich, macht das aber auch nix. Hammwa ja bei den letzten "Wahlen" in Goht's Ohn Kanntrie schon gelernt.

Aber im Ernst. Wer hätte denn Lust vier Stunden ohne Klimaanlage von Baghdad nach Naris... Najir... Na-egal zu fahren, nur um mal kurz zu sagen, wie sich denn die Irakis ihre kommende Regierung vorstellen. Wenn ohnehin klar ist, wer nun der zukünftige Chef-Vons-Ganzen werden soll... Wäre zumindest eine Energieverschwendung. Und wegen der Energie haben die das schließlich alles gemacht. Äh...

Zum Glück vertuscht das ganze Theater die Tatsachen, warum man nun meinte hier einmarschieren zu müssen... Aber wenn das einer offen unter den Verantwortlichen aussprechen würde, wäre er eh "freundlich gefeuert" worden... So wie wohl demnächst Syrien aus dem Sicherheitsrat...

Eines kann man allerdings mit Sicherheit sagen: Von Indianerartikeln haben die Irakis jedenfalls die Schnauze voll.

Räkelnd auf dem Bombenteppich grüßt Euch
  Euer Dieter Schlabonski.


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Erstellt am 20.05.2003
Letzte Änderung am 24.07.2004 13:00 (CEST)
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