Schlabonskis Welt ...only life is worse...

Der Herr der Ringe auch anders mal herum...

Irgendwer muss sich mal gefragt haben, was wohl aus der Verfilmung von J.R.R. Tolkiens Werk "Herr Der Ringe" geworden wäre, hätte ihn nicht Peter "Braindead" Jackson sondern ein anderer nam- oder zweifelhafter Regisseur verfilmt. Der gleiche der sich wohl die Kopf heißgedacht hatte muss wohl zu dem Schluss gekommen sei, dass das Verbreiten dieser Gedankenentweichung eine klasse Idee wäre. Da wir es leider nicht waren und auch keine Lust hatten, über diese gesellschaftsentscheidenen einen eigenen Artikel zu schreiben, haben wir ihn einfach vom oben angedeuteten Unbekannten geklaut und frecherweise redaktionsionellistisch überarbeitet, quasi...

Was wäre wohl passiert, wenn statt Peter Jackson Regie geführt hätte?

George Lucas:
Alle Hobbits in seltsamer Grammatik sprechse, ALLE Schwerter leuchten und die Geschichte wird auf neun Teile aufgeteilt, bei denen zuerst nur die mittleren verfilmt werden, Jeder Teil endet mit einem Happy End, außer in dem Boromir stirbt als er in Karbonit eingefroren wird

John Woo:
Gandalf wird statt von einem Adler von 66 Tauben vom Turm geflogen, Legolas schießt mit zwei Bögen gleichzeitig (fragt mich nicht wie das gehen soll) und sämtliche Kampfszenen erfolgen in Zeitlupe mit Musikuntermalung

Woody Allen:
Der Film ist generell schwarzß/weiß und in mono, Probleme mit den Orks werden ausdiskutiert, Mittelerde liegt im Judenviertel von New York. Die Geschichte wird vollständig erzählt statt gezeigt.

Dieter Wedel:
Die Handlung ist ziemlich egal. Hauptsache Heinz Hoenig, Mario Adorf, Stefan Kurt & Co spielen mit.

James Cameron:
Jeder Film kostet mindestens 400Mio $, Frodo steht mit dem Ring am Bug eines Elbenbootes und schreit "Ich bin der König von Mittelerde", kurz darauf erfiert er quallvoll in der ruhigen See. Arnie spielt Sauron, und behauptet nach der Anfangsschlacht "Iīll be back". Die Ringgeister werden durch neun T-1000er ersetzt, die bei zu schnellem Auftauchen irre werden

M. Night Shyamalan:
Zum Schluß des Films stellt sich heraus, daß die Ringgeister die einzigen Lebenden sind, während alle anderen zu Beginn des Films gestorben sind. Alle Protagonisten verhalten sich ruhig und Sauron ist ein apatischer Comicfetischist

Michal Bay:
Gimliīs Axt hat an der Seite eine Widmung von "Wilkinson". Aragorns Klamotten sind von "Jack Wolfskin" und auf Mias Tirith wehen amerikanische Flaggen. Während eine Frau in Zeitlupe Wäsche aufhängt, fliegen die Nazgul über sie weg.

Ridley Scott:
Frodo hätte eine Identitätskrise, ob er nicht doch ein künstlicher Hobbit wäre. Im Wald laufen Einhörner herum, die den Rest des Films von Sadoman mit Alupapier nachgebaut würden. Die Nazgul hätten ein Design von Giger, Sauron wäre ein Feinschmecker und die Kampfszenen sähen - äh - genauso aus.

Hitchcock:
Die Nazgul sehen aus wie Vögel und Frodo und sucht vor ihnen in einer Telefonzelle Schutz. Gandalf und Pippin schlafen in Minas Tirith im Bateīs Motel. Am Schluss stellt sich heraus, daß Frodo schon längst tot ist und Sam die ganze Zeit mit einer Leiche Konversation betrieben hatte. Hitchcock selbst tritt in der Nebenrolle als Gollum auf.

John McTiernan:
Frodo würde verkatert, rauchend, fluchend, unrasiert und im Unterhemd durch das weihnachtliche Mittelerde stapfen und die ganze Zeit brummeln: "Ich liebe solche Tage...", während er den Orks gleichzeitig mal so richtig den Arsch versohlt. Gandalf wäre schwarz und Aragorn würde die ganze Zeit überlegen, ob er Arwen anrufen sollte.

Roland Emmerich:
Gandalfs Tod würde in Zeitlupe gezeigt, die Szene mit extrem kitschiger Musik unterlegt, aber 2 Minuten später würde keine Sau mehr davon sprechen. Das Balrog wäre ein Mädchen und hätte überall in Moria Eier gelegt. Alle würden Flaggen ihrer jeweiligen Herkunft hochhalten, sich aber letztlich dennoch nach einer bewegenden Rede Frodos zusammenraufen, um Sauron gemeinsam wegzubomben. Der Präsident von Mittelerde rettet die Gefährten und hilft Frodo bei erledigen seiner Aufgabe. Die DVD hätte exzellenten Ton, aber der Audiokommentar wäre unerträglich ("Itīs like kind of...")

David Fincher:
Der Film wäre düster, die Hobbits depressive Wracks und Gandalf eine Einbildung. Zum Schluss würde Sauron sich freiwillig stellen und dennoch siegen.

David Lynch:
Noch düsterere Stimmung. Die Kampfszenen wären mit "Rammstein" unterlegt. Gegen Ende würden sich die Gefährten im Auenland selbst begegnen - niemand würde den Film kapieren...

Stanley Kubrick:
Die Hobbithöhle besteht aus nahezu quadratischen Gängen, um ins 4:3-Format zu passen. Nach einer ewigen Szene der 12 qm des Auenlandes folgt ein krasser Schnitt zu den Minen von Moria. Die Elben tragen weiße Klamotten und schwarze Hüte, und ihre Sprache besteht aus Worten wie "Droog", "Dewotschka" und "Maltschik".

Spike Lee:
Keine Änderung in der Story, aber alle Bewohner von Mittelerde sind Schwarze - bis auf Sauron: der wäre weiß.

John Carpenter:
Drehbuch, Musik, Schnitt und Regie werden ausschliesslich von John Carpenter selbst gemacht. Mittelerde sieht ungewöhnlich wüstig aus und irgendeiner der Gefährten ist eigentlich ein wahnsinniger Killer der jeden Moment zuschlagen kann.

Ed Wood:
Der Film wäre S/W und nicht in Neuseeland, sondern im "Studio" entstanden. Das Balrog wäre aus Pappmachee und würde an Fäden aufgehängt vor einer gemalten Kulisse herumhampeln. Wäre Ian McKellen während der Dreharbeiten gestorben, würde er durch Steven Seagal, Danny DeVito oder sonstwen ersetzt Der Schauspieler hätte Anweisung gehabt, sich den Umhang vorīs Gesicht zu halten (merkt ja keiner). Der Ring wäre nicht aus Gold, sondern ausīm Kaugummiautomaten. Einige Jahrzehnte später wäre der Film aber trotzdem Kult gewesen.

P.T. Anderson:
Im Vordergrund der Geschichte stünde die Zerrissenheit und das persönliche Schicksal der Charaktere, Kämpfe wären Nebensache. Gegen Ende würde es Orks regnen und der Film wäre wohl 17 Stunden lang.

Quentin Tarantino / Robert Rodriguez:
Frodo und Sam, die coolsten Gangster in ganz Hobbingen, werden von ihrem Boss Aragorn beauftragt, einen geheimnisvollen Ring wiederzuholen. Indem sie Gollum foltern und ihm ein Ohr abschneiden, erfahren sie, daß Sauron den Ring seit Jahren in seinem Arsch versteckt hält. Der Film würde vor coolen Sprüchen und guter Musik nur so strotzen, jedes 3. Wort wäre "fuck" und Frodo und Sam würden schwarze Anzüge tragen. Die Ringgeister wären meistens high, lethargisch und würden am Ende in der Sonne zerplatzen. Der Zuschauer würde nie erfahren, zu was der Ring eigentlich nütze ist, außer das alles Scheiße ist, wenn man ihn nicht hat...

Luc Besson:
Alle Helden reiten nicht sondern fahren oder fliegen frisierte Taxis. Sadoman wird von Gary Oldman als drogenabhängiger Psychopath mit Kunstoffplatte am Kopf gespielt, Die Rolle des Aragorn übernimmt Jean Reno.

Danny Boyle:
Alle Helden wären heroinabhängig - außer Gandalf, der säuft und verprügelt die Orks mit Biergläsern. Frodo versteckt den Ring in seinem Arsch, wo er bei natürlichem Verlust in dem beschissensten Scheißhaus des ganzen Auenlandes nachtauchen muß. Geschossen wird nicht mit Pfeilen, sondern mit Injektionsnadeln. Ansonsten ist der Film ziemlich widerlich.

Die Wachowski-Brüder:
Durch Gandalf erfährt Frodo, daß die ihm aus dem Auenland bekannte Realität nur eine Illusion ist, ein magischer Ring soll ihn auf die andere Seite bringen können. Der Film hätte jede Menge Kung Fu Kampfszenen (Hobbits gegen Orks), eindrucksvoll durch Bullet Time eingefangen. Alle trügen coole Sonnenbrillen, lange Mäntel und Stich wäre das Modell "3210" einer bekannten finnischen Schwertschmiede. Die Vorlage für den Film wären nicht die Werke Tolkiens, sondern HDR-Comics und der Film wäre mit Techno unterlegt.

Die Coen-Brüder:
Nachdem Frodo, ein phlegmatischer, arbeitsloser, aber extrem auf seine Frisur bedachter Hobbit und seine Kumpels Aragorn und Boromir aus dem Knast entflohen sind, muß Frodo daheim feststellen, daß sein Ring, der die Höhle erst so richtig gemütlich gemacht hat, verschwunden ist! Aragorn, der ständig mit Geschichten seiner Kämpfe um Gondor rumnervt und der begriffstutzige Boromir, dem Aragorn bei jeder Gelegenheit überīs Maul fährt, erweisen sich als wenig nützliche Begleiter und leider erleidet Boromir bei dem Endkampf gegen eine Gruppe von nihilisten-Orks einen Herzinfarkt. Es kommt zu einigen mysteriösen Entführungen und Morden, welche die hochschwangere Arwen jedoch aufzuklären vermag und Sadoman verhaftet, wie er gerade Gandalfs Unterschenkel in einem Gartenschredder verschwinden lassen will.

Die Disney-Studios:
Lutz, ein Ork und das Balrog müssten als knuddlig gestaltete Witzfiguren permanent für Lacher sorgen, während die Helden zwar extrem heldenhaft, jedoch äusserst liebenswürdig und sanftmütig sind. Kämpfe gäbe es keine, alle Probleme würden sich schon irgendwie so lösen. Dafür würden aber alle Lieder und Gedichte aus den Büchern im Film gesungen und der Titelsong "The golden ring ist the key to the circle of life" würde in der deutschen Fassung von BroīSis interpretiert. - Ein lustiger, aber harmloser Streifen für die ganze Familie!

Ein beliebiger Porno-Regisseur:
Hintergrundgeschichte: der magische cock-ring verleiht seinem Träger sagenumwobene Manneskraft und wirkt auf Frauen unwiderstehlich, weswegen alle hinter ihm her sind. Zur Story:

Im bekannten Swingerclub "Zum rossigen Pony" kommt es dann zur großen Endorgie:

Das sollte doch wohl erstmal reichen. Wer noch was auf Lager hat, kann sich ja im Guestbook oder per E-Mail verewigen.

Bis dann
  Euer Dieter Schlabonski

Erstellt am 24.01.2002.

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