Schlabonskis Welt
23. April 2006
Abgelegt unter: Allgemein, Achwas — Dieter Schlabonski @ 12:01

In Fortsetzung quasi von diesem Artikel erblickte ich neulich auf der Autobahn dieses Fahrzeug, dessen Anschrift offensichtlich aus derselben Immätsch-Kämmpäihn stammt und zudem auch noch sehr viel gelungener ist, so daß selbst ich da nicht mal drüber lästern möchte. Bitte die beschissene Bildqualität zu entschuldigen, aber für ein Foto während der Fahrt mit 90 auf ner sanierungswürdigen Autobahn bei ziemlichem Mistwetter bin ich schon froh, daß man’s überhaupt lesen kann:

Alle acht Sprüche dieser Kampagne finden sich (als Fotoretuschen) in diesem PDF bei mercedes-benz.de, wobei ich für die Dauerhaltbarkeit des Links keine Garantie übernehme und wenig Zuversicht hege. Der Weg dahin führt über Lkw -> Fahrerwelt -> Events & Fun -> Rückseitenkampagne. Da kann man dann auch, wenn man selber so ne Kiste (und ne Firma dazu) hat, die Sprüche als Klebefolie kostenlos bestellen, was ich allen Spediteuren ans Herz legen möchte! Ich freu mich immer, wenn ich mal so einen seh.

13. April 2006
Abgelegt unter: Allgemein, Kulinarische Ausflüchte — Dieter Schlabonski @ 09:26

Wer seine Tage in Insitutionen verbringt, in denen mehr Menschen arbeiten als durchschnittlich so üblich, also etwa in (verwirrenderweise so genannten) Leeranstalten oder ähnlichem, der kennt es: das allmorgendlich zur besten Büroschlaf-Zeit ertönende ohrenbetäubende *Tuuuuuuuuut* oder auch, traditionsbewußter, *Drrrrrriiingg*, mit dem ein sich auf den Parkplatz quälender Letzthand-Hanomag, -Ducato oder -Vito mit kastenförmigem Verkaufsaufbau seinen astmathisch keuchenden Diesel zu übertönen und gleichzeitig seine Opfer zur Schlachtbank zu rufen sucht.

Jene Schlachtbank, vom Personal indes mit dem Tarnnamen “Theke” belegt, ist garniert mit mehr oder weniger geschickt als Nahrungsmitteln getarnten Folterinstrumenten. Alle, alle sind sie dort versammelt: die am Vortag in der Vortagsbäckerei entsorgten Brötchen, belegt mit dem bei Edequ neulich wegen Ablaufdatum entsorgten Schimmelkäse, der bereits graugrünlichen Bierwurst und dem schon frisch ungenießbar gewesenen Kotzarella, nicht zu vergessen dem allgegenwärtigen lappigen Salatblatt; das mit 2 cm Panade getarnte und sorgfältig totfritierte Schnitzel (und man möchte wirklich nicht wissen, das wievielte Leben desselben in der Friteuse geendet hat), der Phosphatlöken in Tomatenschlatze und natürlich der absolute Klassiker: die Frikadelle, gern auch als “Bremsklotz” tituliert und einem solchen auch durchaus in Farbe und Konsistenz nicht unähnlich. Wenn man Glück hat.

Das Erstaunliche an solchen Kisten ist auch weniger, was sie so anbieten oder daß es einer kauft, als daß es Leute gibt, die da immer wieder kaufen. Aber was soll man denn auch tun? Ne halbe Stunde eher aufstehen und sich selber Brote schmieren? Fällt schwer, auch weil irgendeine der gar nicht so zahlreichen Zutaten eh nie im Haus ist. Bis zur Mittagspause (so es eine gibt) hungern und dann die örtliche Gastronomie beehren? Auch nicht besser, zumindest gar zu oft. Und etwaige Betriebskantinen sind ohnehin weiträumig zu umfahren, wenn einem das Leben lieb ist, denn die haben’s noch einfacher, mit Abfallverwertung durchzukommen: die kann man nämlich nicht notfalls mit Waffengewalt vom Parkplatz entfernen.

Also stürmt man beim Ertönen der Hupe oder Glocke doch wieder hinaus auf den Parkplatz und ersteht an der Rostlaube nach längerem Anstehen die üblichen ballaststoffreichen (Euphemismus für “wie Steine im Magen liegenden”) Nahrungs(?)mittel, um sich sodann mit deren “Genuß” von der Öde des Alltags abzulenken. Denn dann hat man wenigstens mal was, über das zu ärgern es sich wirklich lohnt.

Aber ich muß schließen: draußen hupt der Ducato. Schlabonski wünscht wie immer guten Appetit.

Ältere Beiträge unserer beleibten Serie “Kulinarische Ausflüchte”.

5. April 2006
Abgelegt unter: Allgemein, Achwas — Dieter Schlabonski @ 18:20

Lieferwagen 'Obst von glücklichen Bäumen'

3. April 2006
Abgelegt unter: Allgemein, Trips und Ticks, Kulinarische Ausflüchte — Dieter Schlabonski @ 00:45

Ein Rezept von unserem Gastautor Heiko Herholz

Zutaten

  • Waffeleisen inklusive geeigneter Stromversorgung* (gibt es regelmäßig im Kaffeefachhandel)
  • Rührgerät inklusive geeigneter Stromversorgung* (gibt es regelmäßig im Discount-Selbstbedienungladen)
  • 2 Eier (roh und am besten aus Freilandhaltung von einer dioxinfreien Wiese)
  • 125g Margarine (ich nehme immer die billige aus dem Kaufmarkt, im Reformhaus gibt es aber bestimmt auch gewaltfreie Margarine)
  • ein Becher Sahne (gibt es im ständigem Sortiment vieler Läden in der Kühlabteilung)
  • 250g Mehl (Typ 405 oder 550, gibt es zum Beispiel in der Mühle Wolter in Buchow-Karpzow)
  • ein halbes Tütchen Backpulver (Natron tut es auch oder einfach ein paar Eier mehr. Man kann statt Backpulver auch Mineralwasser nehmen, aber Vorsicht: umgekehrt ist das meist weniger zielführend, da Backpulver ein schlechter Durstlöscher ist)
  • einen halben Becher Milch (so von einer Kuh oder sowas, Ziege geht notfalls auch)
  • eine Rührschüssel (wenn nicht vorhanden, dann kann frau/man sowas auch aus einem Baumstumpf schnitzen, dauert dann aber etwas länger)
  • Puderzucker (z.B. aus dem Kolonialwarenhandel oder so)

* Stromgeneratoren gibt es im Siedlerbedarf. Kraftstoff dafür gibt es in der Apotheke, im Baumarkt oder, wenn man genug Geld hat, auch an der Tankstelle (man kann auch einen Fahrrad-Dynamo zweckentfremden (Fahrräder gibt’s auf dem Sperrmüll oder vor der Uni), dauert dann aber etwas länger).

Zubereitung

Das Waffeleisen wird an den schwarzen, profilierten Innenflächen mit etwas Margarine eingefettet. Anschließend die Stromversorgung herstellen und einschalten (rtfm). Das Mehl in die Schüssel geben (ggfs. sieben, dann hat man die Mehlwürmer nicht im Teig. Ein Sieb kann man sich notfalls auch aus einer Plastiktüte bauen, dauert dann aber etwas länger). Die Eier aufschlagen und den flüssigen Inhalt moglichst schalenfrei aber komplett in die Schüssel überführen. Die Margarine auch in die Schüssel befördern. Den Becher Sahne (ohne Becher) in die Schüssel kippen. Das Verfahren mit dem Backpulver und der Milch wiederholen.

Mit dem Rührgerät (rtfm) den Schüsselinhalt so lange bearbeiten, bis die Masse homogen und insbesondere klümpchenfrei aussieht. Mit einer Kelle (kann man notfalls aus dem Holz des gefällten Baumes schnitzen, dauert dann aber wieder etwas länger) die Breimasse auf die untere schwarze profilierte Innenfläche gleichmäßig auftragen. Nicht zuviel oder zuwenig Teig verwenden (spätestens ab der dritten Waffel hat frau/man in etwa die korrekte Menge experimentiell ermittelt). Das Waffeleisen zuklappen (die obere profilierte schwarze Innenfläche in den Teig drücken). Einige Zeit warten (spätestens ab der 3. Waffel entwickelt frau/man ein Zeitgefühl dafür).

Das Waffeleisen aufklappen und die Waffel mit einer Gabel (ggfs. wie Kelle herstellen) entnehmen. Den Puderzucker mit einem Sieb (s.o.) und einem Löffel (ggfs. wie Kelle herstellen) auftragen.

Guten Appetit!

2. April 2006
Abgelegt unter: Allgemein, Achwas — Dieter Schlabonski @ 23:47

Na man gut, daß die das draufgeschrieben haben. Sonst wäre ich da nie drauf gekommen.

Kronenkorken bitte entfernen

Abgelegt unter: Allgemein — Dieter Schlabonski @ 20:26

Huch, moderne Zeiten? Ein Blog auf Schlabonskis Welt? Bin ich denn von allen guten Geistern verlassen?

Sieht so aus, ja. Nachdem es aber letztes Jahr sehr sehr still geworden war um Schlabonskis Welt (wenn man mal das Geßtbuck und die Zugriffsstatistiken außen vor läßt), hab ich mir gedacht, probierste mal, wie das so ist, wenn man bloggt, statt handzucodieren.

Bis jetzt fühlt sich das ganz gut an. Schaun mer mal.

Und immerhin bleibe ich meinem Ruf, eine optisch nicht sonderlich spektakuläre Weppßait zu machen, offensichtlich treu. Also keine Bange da draußen :-)