Ich weiß, daß meine Liedtexte noch ein wenig weniger auf allgemeine Zustimmung stoßen als der Rest dieser Weppßait, aber das heißt nicht, daß ich mich da beherrschen könne. Wer es also wagt, der darf sich gern meine deutsche Version des zu Unrecht nahezu unbekannten Art-Garfunkel-Stücks “Mr Shuck’n'Jive” reinziehen: Alter Mann heißt sie.
Wie bereits neulich zeigt auch hier unser aller Freund, der BMW-Fahrer, mal wieder deutlich, was er von Regeln hält:

Und nein, keine Bange, einen Teil 3 dieser Serie wird es erst geben, wenn mir mal drei mächtig wichtige BMW-Fahrer auf dasselbe Foto geraten, was schon ziemlich unwahrscheinlich ist.
Fast jeder Radiosender dröhnt mir derzeit folgende Zeilen ins Ohr:
If everyone cared and nobody cried
If everyone loved and nobody lied
If everyone shared and swallowed their pride
Would we see the day that nobody died?
Wenn sich jeder kümmern würde und niemand weinen tät; wenn jeder lieben würde und niemand am Lügen wäre; wenn jeder teilen täte und seinen Stolz hinunterschluckte; würden wir dann den Tag sehen, an dem niemand sterben würde?
Das klingt zunächst mal wie Lennons “Imagine” auf schlechten Drogen, aber das eigentliche Problem, das ich mit diesen Zeilen habe, liegt tiefer. Denn zum einen hat z.B. mein Stolz, auch wenn ich ihn nicht verschlucke, soweit ich weiß noch keinen umgebracht, genausowenig wie die von mir erzählten Lügen oder die tränenreichen Szenen, zu denen ich leider auch schon mal den Anlaß bot. Insofern bin ich mir ob der Todesrate erstmal keiner Schuld bewußt und wüßte nicht, was ich an mir ändern sollte, um sie zu senken.
Zum anderen aber würde ich sie auch gar nicht senken wollen, selbst wenn ich’s könnte.
Der Tag, an dem niemand stirbt: ein Horrorszenario! Allein die vielen tödlich Verletzten, die dann noch länger auf Erlösung warten müßten. Die Alten, die nichts mehr erhoffen als den Tod. Brr. Also mir wird schon schlecht beim Gedanken, unter eine S-Bahn zu geraten und dann in solch zerfleddertem Zustand noch ein paar dutzend Stunden auf den Mann mit der Blockschrift-Stimme warten zu müssen.
Und eh jetzt wieder einer ankommt und meint, der Autor des Liedes habe doch wohl eindeutig von einem Tag geschrieben, an dem all solch Unbill nicht passiere, dann muß ich auch dem leider entgegnen, daß das mal eben 150.000 Leute mehr auf unserem, wie Paul Simon ganz richtig bemerkte, unter der Last einer jeden Geburt aufstöhnenden Planeten wären. Ich kann wirklich nur hoffen, daß es solcher Tage wenn, dann nicht allzuviele geben möge. Weitere 200.000 am Tag, wie wir sie eh schon haben, sind schlimm genug.
Die erwähnten Songs sind “If Everyone Cared” von Nickelback und “Born at the Right Time” von Paul Simon.
Soso, da haben nun also wider Erwarten nicht die Amis, sondern die Chinesen einen erfolgreichen Waffentest im All durchgeführt und einen Satelliten abgeschossen. Zunächst einen eigenen.
Und, huch, auf einmal ist das aber auch sowas von böse. Die internationale Staatengemeinschaft beeilt sich, solch Tun scharf zu kritisieren. Komisch, wieso habe ich das Gefühl, daß die Verschmutzung durch Trümmerteile bei der den Cowboys ja glorreich gescheiterten Stretätschick Diefenß Innischetiff nie so wirklich ein Thema war?
Am bezeichnendsten aber ist der Kommentar eines wohlweislich ungenannt bleiben wollenden Wissenschaftlers: “Der Weltraum ist kein Spielplatz, sondern für das Wohl der Menschheit da.” Ah ja. Interessant. Nach der Erde macht Euch nun also auch den Weltraum untertan, oder was? Man gut, daß wir dazu nicht lange genug leben — weder als Individuum, um mal eben nach Beteigeuse zu fliegen und da Ärger zu machen, noch als Rasse, um mehr als vielleicht noch unser Sonnensystem zu besiedeln, wahrscheinlicher aber beim Versuch zu scheitern.
Der des Englischen mächtigen Leserschaft sei noch dieser Blogeintrag von Scott Adams ans Herz gelegt: was wäre, wenn es intelligentes Leben gäbe auf dem Mars, aber es nur die Größe einer Mikrobe hätte? Der Autor zeichnet ein bedrückend realistisches Szenario. Bedrückend vor allem für die Marsianer.
Insofern ist es wohl für alle Beteiligten das Beste, wenn in absehbarer Zukunft der erdnahe Weltraum so voller Trümmer ist, daß wir uns effektiv selber eingesperrt haben werden.
Wer’s nicht mehr kennt: die Überschrift ist natürlich ein Seitenhieb auf der Bundesbahn angeberischen Slogan “Alle reden vom Wetter. Wir nicht”, mit dem sie in den späten 60er Jahren ihren systemimmanenten Vorteil der relativen Unempfindlichkeit gegenüber widriger Witterung pries. Seitdem hat sich einiges geändert. Nicht so sehr bei der Bahn, sondern wohl hauptsächlich bei den anderen Verkehrsträgern, allen voran der Gummikonkurrenz, die in dieser Zeit ja den Sprung vom 6-Volt-Käfer zum ESP-bewehrten, xenonbeleuchteten und klimatisierten High-Tech-Automobil geschafft hat.
Nicht daß die Bahn nicht auch High-Tech-Züge hätte (auch wenn da noch mehr aus den 60er Jahren rumfährt, als man gemeinhin denkt oder der Normalkunde bemerkt). Das ändert an einer Sache aber nix: daß der Systemvorteil, nicht auf Sicht fahren zu müssen (und deshalb auch bei Nebel noch pünktlich sein zu können), zum Systemnachteil wird, nicht auf Sicht fahren zu können, wenn Bäume auf den Gleisen liegen. Analog wandelt sich dann auch der Vorteil, als spurgeführtes Verkehrsmittel nicht ins Schleudern kommen zu können (und deswegen auch bei Schnee und Eis noch ganz gut zu funktionieren, zumindest bis die Weichen einfrieren), zum Nachteil, die herumliegenden Bäume nicht einfach umfahren zu können. (Oder zugegebenermaßen auch gar nicht fahren zu können, wenn diese Bäume die Fahrleitung mit runtergerissen haben.)
Das allerdings dann auch einzusehen und zu sagen: hört mal, da liegen überall Bäume auf den Gleisen, und wo jetzt noch keine liegen, da liegen vielleicht in 5 Minuten welche, also laßt uns mal den Verkehr komplett einstellen — dazu gehört indes Mut. Der Mut, die gewißliche Verärgerung tausender Fahrgäste, die nun in Kleinkleckersdorf Hbf festsaßen, und die Häme von Lästermäulern wie mir inkaufzunehmen für die Sicherheit, dann wenigstens nicht mit Bäumen zu kollidieren oder auf freier Strecke gestrandete Züge evakuieren zu müssen. Für diesen Mut sei den Verantwortlichen an dieser Stelle höchster Respekt gezollt.
Und das ist denn auch etwas, was man sich als möglicherweise angefressener Fahrgast nach 24-stündiger Verspätung fragen sollte: Wäre ich wirklich glücklicher, wenn ich mir stattdessen bei dem Schlag, der durch den Zug ging, als er in den Baum krachte, die Stirn an einem Garderobenhaken aufgeschlagen hätte, ich dann in einem dunkeln und ungeheizten Zug aufs Eintreffen der Rettungskräfte hätte warten müssen, mir dann beim Stolpern ins Schotterbett den Fuß verknackst hätte und zum Abschluß noch bei strömendem Regen und Orkanböen durch den knöcheltiefen Matsch eines Ackers zu den auf einem nahen Feldweg wartenden Bussen des THW hätte waten müssen?
Nee, die Verkehrseinstellung geht schon in Ordnung. Das mit dem Auf-Sicht-und-um-die-umgestürzten-Bäume-herum-Fahren hat ja auch, wie man so hört, die Gummikonkurrenz nicht immer so elegant hinbekommen und darum auch einige Todesopfer (und vermutlich einige Quadratkilometer verformten Blechs) zu beklagen.
Das einzig Peinliche, was der Bahn im Zuge dieses Orkans widerfahren ist, hat nur am Rande was mit Schienenfahrzeugen zu tun. Ich rede natürlich von Berlin Hauptbahnhof, wo dieser Stahlträger aus der Dachkonstruktion gefallen ist und zufällig niemanden erschlagen hat. Hallo? Liebe Architekten und/oder Bauingenieure: entweder war das ein tragendes Teil, dann hätte es eigentlich nicht abfallen können, oder es war ein Zierteil, aber warum zum Geier wiegt es dann ein paar Tonnen? Ich weiß jetzt echt nicht, welche dieser Alternativen mir mehr Angst macht. Daß man aber auch aus tonnenschweren Stahlträgern orkanfeste Bahnsteighallen bauen kann, ist, wie zahlreiche noch stehende solche beweisen, schon seit 100 Jahren Stand der Technik. Wer heute trotzdem so einen Scheiß konstruiert, sollte zur Strafe in einem selbstentworfenen Haus wohnen müssen.
Und zwar im Oberharz.
Nein, dieses Bild ist nicht gefälscht, die gezeigte Apparatur gab es wirklich:

Diese, hm, Reisezugwagenomnibusschlepptendertramdampftriebwagenschnellzuglok gibt einem schon zu denken. Man hört fast das Gespräch der ausführenden Werkstattmenschen:
* Meister: Du Eckat, hier steht, wi schallt nen Dampftriebwagen bauen. Das is wohl der neueste Trend.
* Eckat: Wat is dat denn?
* Meister: Weiß aunnich, irnkwie soll dat wohl so nie Mischung sein aus Lok und Wagen, damit die Züge kürzer wer’n.
* Eckat: Und wie schall we dat hinkriegen?
* Meister: Paß op, ik säch ji dat: Do nehm wi die olle Lok dahinten und setzen den Wagenkasten von dem zerdallerten Wagen vom Unfall letzte Woche drauf.
* Eckat: Ja aber Meister, dat wird doch scheiße hoch!
* Meister: Sabbel nich, datt goiht!
Das entstandene Fahrzeug mutet an wie ein zeitgenössisches Zugunglücks-Foto, nur etwas zu parallel und gerade und unzertrümmert. Logisch — das Unglück ist ja auch vor oder vielleicht während der Herstellung passiert, nicht danach. Ich weiß ja nicht viel über Kinder, aber sowas würde ich als Ergebnis erwarten, wenn man eine Kiste Lego und einen unter Drogen gesetzten Fünfjährigen zu lange alleine läßt.
Leid können einem eigentlich nur die Reisenden tun. Passender Song zum Fahrzeug: The Human League, “Being Boiled”.
Und wozu? Um die Nachteile einer 2′A-Dampflok mit denen eines hölzernen Reisezugwagens zu verbinden, dabei im Vorbeigehen jedes Lichtraumprofil zu sprengen, ein wirklich hübsches Feuerunfall-Risiko zu kreieren und als Zugabe noch den Seitenwindempfindlichkeits-Weltrekord locker zu überbieten? Das alles nur zum Einsparen von ein paar Metern Zuglänge und ein paar Kubikmetern Heizungsdampf? Oder ist das nur ein ganz früher Vorläufer der heute ja weitverbreiteten Unterflur-Antriebstechnik?
Es gibt jedenfalls Momente im Leben, da ist man auch als Eisenbahnfreund froh, daß manche Fahrzeuge spurlos verschollen sind. Dieser gehört dazu.
Bild geklaut von dieser Seite, wo auch etwas mehr zum Fahrzeug steht.
Super-Idee, echt. Der eine will das Vierfache für sein Gas, der andere will rein zufällig zum selben Termin dafür das Fünffache fürs Durchleiten von Öl, und statt daß sie sich dann zusammensetzen und das ausfeilschen, drehen sie den Hahn zu.
Es geht natürlich um die Ölpipeline von Rußland über Weißrußland nach Westen, unter anderem auch zu uns. Kindische Drohgebärden zum Schaden Dritter sind nicht wirklich etwas, was die Dritten zuversichtlich stimmt ob der Zuverlässigkeit ihrer Lieferanten. Das wäre ja, als würde Hollywood aus Angst vor Raubkopierern DVDs nahezu unbenutzbar machen. Äh. Okay, war jetzt ‘n blödes Beispiel.
Und nein, ich hab auch keine Angst, daß wir demnächst auf dem Trockenen sitzen. Sauer bin ich nur, weil die Mineralölindustrie diese “Krise” doch sicher mal wieder nutzen wird, um zu erreichen, was die so gefürchtete und nun kaum gespürte Mehrwertsteuererhöhung nicht schaffte: ein deutliches Ansteigen der Spritpreise nämlich.
Wäre das erste Mal, daß die so eine Gelegenheit verpassen.
Naja. Wer sich auf Verträge mit Diktaturen verläßt, ist selber schuld.
Es begab sich aber zu einer Zeit, da ein gewisser Herr Kohl noch recht frisch war als Kanzler, daß mein Hausarzt zu mir sprach und sagte: Mit den Mandeln isses ja kein Wunder, daß Du dauernd erkältet bist; nimm Dir mal für nächste Woche nix vor, die müssen raus.
Und so lag ich denn ein paar Tage später auf einer beräderten Liege in einem seltsamerweise katholischen Krankenhaus und ertrug tapfer, wie sich mehrere Millimeter durchbohrten Stahls in meinen Arm senkten, und es sprach eine gar liebliche Stimme zu mir: Zählen Sie mal bitte laut bis zehn.
Und ich hub zu zählen an, war bei Erreichen der Acht schon erstaunt, der Zehn stolz, der Dreizehn bereits leicht beunruhigt. Als dann auf Höhe der Siebzehn jemand begann, mich anderswohinzuschieben, fing ich allmählich an, mir Sorgen zu machen. Bei der Vierundzwanzig stellte ich, immer noch rollend, das Zählen ein und sagte so etwas wie: Übrigens, ich bin noch wach.
Soweit der Plan. Tatsächlich sagte ich ziemlich genau … gar nichts. Weder Lippen noch Zunge noch Stimmbänder ließen sich zur Mitarbeit überreden. Und ungefähr hier begann die Panik.
Ich wollte doch nicht bei lebendigem Leibe unters Messer! Bei vollem Bewußtsein gar! Doch mich mitzuteilen, war und blieb unmöglich. “Ach, Mister Anderson. Was nützt Ihnen schon ein Telefongespräch, wenn Sie nicht in der Lage sind zu sprechen?” Als Smith viele Jahre später diese Worte zu Neo sprach, hatte ich ein Deja-Vu.
Aber eigentlich ulkig, daß ich nicht sprechen kann, dachte ein anderer Teil meines Hirns nebenher, denn eigentlich war ich doch eben noch laut am Zählen. Oder? Ich konnte mich klar an eine laute “Eins” und “Zwei” erinnern. An eine “Vierzehn” oder “Einundzwanzig” aber irgendwie nicht. Komisch.
Und während ich noch so panisch im Kreis am Denken war, sprach eine andere, aber ebenso liebliche Stimme zu mir: Huch, Sie sind ja schon wach.
Ich weiß nicht, was die mir da für ein Zeug gespritzt haben, aber es war wie eine Pause-Taste fürs Hirn. Weg war ich, wie spätere Nachforschungen ergaben, schon nach der Drei gewesen. Fiese Sache, das. (Alles andere an dem Krankenhausaufenthalt war eher lustig; man wird nie so oft zum Lachen gebracht von seinen sogenannten Freunden wie dann, wenn die wissen, daß Lachen wehtut.)
Interessante These, der ich gerade begegnet bin: Wer als Fleischesser Fahrrad fährt, handelt umweltfeindlich und sollte lieber das Auto nehmen.
Begründung: Die zum Fahren einer gegebenen Strecke nötige Energie mit dem Konsum von Fleisch zu ersetzen, kostet zur Produktion dieses Fleisches mehr Energie, als die Strecke mit dem Auto zu fahren.
Das setzt natürlich voraus, daß der Radler nur genau die zum Radeln verbrauchte Mehrenergie durch Fleisch kompensiere, und ist somit Unsinn, selbst wenn es ansonsten stimmen sollte, was zu recherchieren ich selbstverständlich zu faul bin; trotzdem gibt es zu denken, finde ich, und zwar über die Mengen an Energie und damit Umwelt, die wir gedankenlos einfach so nebenher verschwenden, ob nun durch Fleisch-Essen, Computer-Kaufen, In-Urlaub-Fliegen oder auch nur Die-leckere-Milch-aus-Bayern-Bevorzugen.
Ich schließ mich da auch keinesfalls aus.
Aber ich vermute, daß gegen diese “versteckte” Energie die paar tausend Liter Super, die im Jahr so in meine diversen Tanks gluckern, geradezu vernachlässigbar lächerlich wenig sind.
“Every Breath You Take” von den Police ist ja wohl ziemlich unzweifelhaft eins der erfolgreichsten und wohl auch eins der großartigsten Stücke Musik, die Sting je gemacht hat. Ja, ich finde es echt ziemlich geil. Aber neulich hab ich mich mal gefragt, warum eigentlich?
Ich mein, seien wir doch mal ehrlich: weder die Akkordfolge noch die Melodie bieten besondere Innovationen, auch die Reime könnten 1:1 aus dem Reimlexikon stammen (take-make-break-take, day-say-play-stay, see-me, aches-take, make-break-fake-stake, trace-face-replace-embrace), und im ganzen Lied gibt es kein einziges Wort mit mehr als zwei Silben, wenn man “every” mal so zählt, wie man es spricht.
Und der Inhalt? Auch nicht grad nett: da droht ein verstoßener Liebhaber seiner Ex, er werde sie fortan nicht in Ruhe lassen, sondern auf Schritt und Tritt beobachten. Schönen Dank auch, solche Leute mag ich ja.
Und dennoch: auch jetzt, wo ich mir das alles vor Augen führe, find ich den Song klasse. Und als Puff Daddy (was für ein Name, den kann man ja gar nicht mehr durch Verballhornung entstellen!) seine, hm, entschärfte Version “I’ll Be Missing You” ohne solch Stalker-Ambitionen brachte, ist mir bald das Essen aus dem Gesicht gefallen: da klang das Ding dann auf einmal so billig, wie es ist.
Man verstehe mich bitte nicht miß: es liegt mir fern, Sting anpinkeln zu wollen, weil der mit Scheiße Geld verdiene oder so. Das machen andere, räusper, Musiker, hust, viel effektiver als Sting, bei dem es ja auch reichlich komplexe Melodien, Rhythmen, Akkordfolgen und Texte gibt, an denen sich schon Generationen die Finger und das Hirn verrenkt haben. Aber ausgerechnet eins der bekanntesten Stücke ist eben dieses geile Beinahe-Kinderlied mit dem Stalker-Text! Und im Gegensatz zu manch anderem genialen Musiker, der mir fast leid tut, weil man ihn eben nur für ein eher unscheinbares Stück wie “The Lady in Red” oder “Bright Eyes” kennt, stört mich das im Falle Stings nicht mal.
Erklären kann ich das immer noch nicht. Es ist ja, auch wenn ich Sting mag, nicht so, daß der auch seinen Einkaufszettel singen könnte und ich würd’s gut finden; einige seiner Lieder find ich schon einigermaßen schlecht, doch, wirklich. Aber “Every Breath You Take” ist trotz allem und nach all den Jahren immer noch klasse, auch wenn ich nicht weiß warum.
