Schlabonskis Welt
25. April 2008
Filed under: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 21:42

Und immer wenn man denkt, blöder geht's nicht mehr, kommt von irgendwo ein Ami her. Diesmal ist es ein Richter in New York, der es für richtig erachtet hat, einige Bul Polizeibeamte freizusprechen, die, nachdem ihr Streifenwagen von einem anderen PKW gerammt worden war, erstmal nix Besseres zu tun hatten, als ihre Magazine in letzteren zu entleeren und dabei dessen Fahrer, einen Schwarzen übrigens, welch Zufall, ins Jenseits zu befördern. Hallo? Geht's noch? Nein, das kann ja selbst-veer-ständlich niemals ein Unfall sein, wenn mal einer gegen einen Bull Polizeiwagen fährt. Da vermutet man na-tüür-lich immer gleich das Schlimmste. Genau wie die ganz oben in jenem merkwürdigen Land, die ja auch für die eine oder andere Überreaktion bekannt sind. Soweit, so normal. Aber diese schießwütigen Bul Beamten dann auch noch freizusprechen, das ist schon einigermaßen gewagt, finde ich. “Hallo Freunde, kuckt mal, braucht ihr nicht noch 'ne Ausrede für ein paar zünftige Krawalle? Wir möchten nämlich auch nächstes Jahr noch was zu richten haben.”

11. April 2008
Filed under: Allgemein, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 19:01

Nein, nicht was Ihr denkt, ich rede von Schallplatten.

Meine erste Nicht-Kinder-Schallplatte (also keine Blödelhits, kein Udo Jürgens oder Karel Gott) war immerhin Simon & Garfunkels “Greatest Hits”. Eine Platte, für die ich mich heut noch nicht schämen müßte, wenn ich sie noch hätte, aber irgendwie bin ich nie dazu gekommen, sie mir nach Ausmusterung des Vinyls als CD neu zu kaufen. Wozu auch, wenn alle Simon & Garfunkel-Alben hier eh im Regal stehen.

Und meine erste CD war “Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band”. Was zugegebenermaßen aber nicht viel über mich aussagt, denn diese Platte ist keine von denen, die ich damals oder seither besonders oft gehört hätte — ich hatte offenbar irgendwie das Gefühl, daß man die haben müßte und daß es einen guten Eindruck machen würde, wenn das die CD mit der Nummer 1 wäre.

Irgendwann in den 20ern (also zwischen Nummer 20 und 30, nicht in den 20er Jahren, soo alt bin ich denn doch nicht, außerdem gab’s da auch noch keine CDs, glaubich) hab ich das mit dem Numerieren dann aber eh aufgegeben, wodurch mir auch so krampfhafte Handlungen wie die Anschaffung von Depeche Modes “101″ als einhundertunderster CD erspart geblieben sind. Das haben eh schon zuviele meiner Kumpels gemacht, als daß es noch irgendwie originell gewesen wäre.

Und heute? Frag mich bloß keiner, wieviele CDs ich besitze. Mehr als ne grobe Schätzung käme dabei nicht rüber. Und eigentlich müßt ich gar keine mehr kaufen, es sind genug dabei, die ich eh nur einmal angehört habe, und das vor Jahren. So in eine Platte vertiefen wie als Tiehnäitscher kann ich mich eh nicht mehr. Schade eigentlich — damals war Musikhören etwas, bei dem ich alles andere wirklich komplett vergessen konnte. Heute geht das nur noch beim Sex.

Aber wahrscheinlich ist das auch wieder nur eine ganz normale Folge des Alterns. Genau wie der fehlende Biß in Artikeln wie diesem, die Unfähigkeit, wie damals 72 Stunden am Stück wachzubleiben oder auch 16 Stunden am Stück zu schlafen (wobei ich letzteres mehr vermisse) und der allgemeine Mangel an Begeisterungsfähigkeit für egal was. Mann, es wird Zeit, daß endlich Frühling wird. Dann werden vielleicht auch die Artikel hier wieder lesenswerter.

Danke fürs Trotzdem-Lesen sagt
  Euer Dieter Schlabonski.

8. April 2008
Filed under: Allgemein, Links (zwo drei), Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 16:25

Da fand ich doch grade beim Surfen diese Seite, auf der eine (nicht ganz echte) Mini-Werbung zu sehen ist mit dem Slogan “Fits in the garage without having to move anything first” (”Paßt in die Garage, ohne vorher was rausräumen zu müssen”). Womit mal wieder bewiesen wäre, daß Leute wie ich nicht zur Zielgruppe dieses modischen bis affigen verquollenen Möchtegernkleinwagens zählen: in meine Garage paßt ohne Räumerei nicht mal mein Fahrrad …

6. April 2008
Filed under: Allgemein, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 20:24

Es gibt nur ganz wenige Menschen auf der Welt, die einem nennenswerten Prozentsatz der anderen unter einem einsilbigen Spitznamen bekannt sind. Ich kenne jedenfalls nur drei: Sting, Seal und Prince.

Daß das alles Musiker sind, mehr oder weniger, ist bestimmt kein Zufall und zeigt erneut auf geradezu erschröckliche Weise, wie gut sich die Musikindustrie darauf versteht, uns Dinge ins Hirn zu hämmern. (Denn auch sonst sind einsilbige und trotzdem eindeutige Produktnamen eher die Ausnahme; bei den Autos gibt’s auch nur wenige, darunter Golf, Ka und Colt. Aber ich schweife ab. Sollte ich jemals meine Memoiren schreiben oder ein Best-of-Schlabonski-Buch, dann müßte es diesen Titel tragen: “Aber ich schweife ab”.)

Wo war ich?

Ach ja. Die Frage, die sich mir beim Grybeln über die einsilbig bespitznamsten Poppschtahrs stellte, war: Welcher der dreien mag wohl der bekannteste sein? Derzeit, wenn man nach Plattenverkäufen (Räidiopläihs, Ringtohndaunlohds, was weiß ich woraus man heutzutage Tscharts bastelt) geht, vermutlich Seal, auch wenn sein Gejorre, so ämmäiising es auch sein mag, nicht jedermanns Sache ist und seine VW-Tiguan-Werbung mittlerweile wegen zuviel Erfolg (des Tiguans, nicht der Werbung) eingestellt wurde. Aber ob das reicht, um gegen die anderen anzustinken? Gegen Prince, der sich in den frühen 90ern wenn auch eher mit albernem Rumgetue (ich sag nur: the artist formerly known as the artist formerly known as Dingens, äh, “Symbol”, äh, Prince, oder wie jetzt?) als mit tollen Songs in die Gehirnwindungen geätzt hat? Gegen Sting, der noch ein bißchen früher derart penetrant berühmt war, daß sich einst einer seiner Mit-Polizisten beklagte, man könne einem Reporter erzählen, was man wolle, irgendwann komme garantiert Sting in den Raum gestolpert, frage “wo issn hier das Klo”, und das werde dann die Schlagzeile? Nee nee, Herr Seal, auch wenn Sie sicher einer der langlebigeren Äckts in dieser unserer Zeit sind: dagegen kommen Sie nicht an.

Aber nur für den Fall, daß jetzt ein Buhm ausbricht und man einfach einen einsilbigen Spitznamen haben muß, um jemand zu sein, möchte ich mir schon mal meinen öffentlich reservieren, eh ich Dölmer wieder der Letzte bin, der zu spät kommt: “Grind”.

Merkt sich ja eh keiner, selbstberuhigt sich grüßend:
  Euer Dieter Schlabonski.

Filed under: Allgemein, Wahnsinn im Alltag — Dieter Schlabonski @ 19:54

Ich versuche ja nun schon seit Monaten mit wechselndem Enthusiasmus, aber gleichbleibend geringem Erfolg, drahtlos ins Netz der Netze vorzudringen. Das ging los mit GPRS-Karten, die der Provider nicht mochte, und ging weiter mit Betriebssystemen, die der Provider nicht mochte, und Festplatten, die der Rechner nicht mochte, und Installations-Keys, die die Windows-CD nicht mochte, und fand heute seinen vorläufigen Höhepunkt in einem flammfrisch installierten Windows 2000 mit einer problemlos installierten Nokia D 211-Funkkarte, das nach Anklicken der frisch nach Provideranleitung installierten DFÜ-Netzwerkverbindung kommentarlos wegstürzt.

Und irgendwie werden diese komischen Internetcafes immer attraktiver.

Ich war ja schon immer der Ansicht und dem Grundsatz verhaftet, neue Technologien erst dann selber zu adoptieren, wenn sie eindeutig im Einschalten-und-Vergessen-Bereich angekommen sind, was das problemlose Funktionieren angeht. “Wenn es ein Handbuch braucht, ist es schon verdächtig; wenn es eine Hotline braucht, ist es noch nicht ausgereift genug.” Meinen ersten CD-Brenner habe ich glaubich 2003 oder so gekauft. Mein erster DVD-Player folgte 2004. (Und ist mittlerweile schon wieder wegen Defekts verschrottet, aber wen kümmert’s bei den Preisen heutzutage?)

In diesem Sinne ist GPRS eindeutlig noch viel zu sehr Blieding Ätsch für mich. Ich gebe auf.