Schlabonskis Welt
22. Mai 2008
Abgelegt unter: Allgemein, Wahnsinn im Alltag — Dieter Schlabonski @ 21:56

Und immer wenn man denkt, blöder gehts nicht mehr, kommt von irgendwo ein Ami her. Diesmal ist es eine Ami, die rumnervt: Hillary Clinton. Die einfach nicht einsehen will, daß sie die Präsidentschaftswahlen … Präsidentschaftskandidatenwahlen … nee, moment, gleich habbichs … Präsidentschaftskandidatenvorwahlen verloren hat. Nein, da schrödert die Alte weiter herum, als würden sich dann demnächst spontan mindestens 120% der noch zu befragenden Wähler für sie entscheiden. Jaa, nee, is klar.

Wobei ich schon ansich dieses merkwürdige Ritual der Vorwahlen nicht so recht verstehe. Warum fragt man nicht einfach jeden der Kandidaten, was er an Bestechungsgeldern für die sog. “Super-Delegierten” springen zu lassen vermag, und rechnet dann den Sieger einfach aus? Dieser Rummel, den da eine Partei veranstaltet, um ihren Kandidaten zu küren, geht ja sogar mir auf die Nüsse. Vielleicht ist das ja auch eine der Ursachen für der Amis legendäre Wahlfaulheit? So nach dem Motto, wenn dann endlich mal wirklich der Präsident gewählt werden soll, kann keiner mehr die Hackfressen sehen und macht lieber einen netten Grillabend, statt ins Wahllokal zu tapern? Vorstellen könnt ich mir das.

Naja. Egal. So wie ich die Amis kenne, wählen die eh weder einen Farbigen noch eine Frau zum Präsidenten. Und ergo bleibt auch diesmal dann wohl wieder alles beim Alten, bis auf ein paar Namen.

Alles andere würde jedenfalls überraschen:
  Euren Dieter Schlabonski.

18. Mai 2008
Abgelegt unter: Allgemein, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 18:30

Das Thema ist ja nun wirklich ein zu reizvolles, um nicht ab und an mal darüber nachzugrybeln. Hach, was könnt das interessant sein! Aber leider, leider bin ich fest davon überzeugt, daß das mit dem Zeitreisen a) nicht gehen kann und daß es b) auch gut so ist, daß dem so ist. Über ersteres brauchen wir nicht weiter zu reden, dazu fehlt mir eh der wissenschaftliche Hintergrund — aber gut so, warum das denn?

Nun: wir können nichts beobachten, ohne es zu verändern. Das ist eine triviale Erkenntnis. Meine Überzeugung ist nun aber, daß auch eine noch so kleine Veränderung der Vergangenheit katastrophale Folgen haben würde für die Welt, wie wir sie kennen. Warum? Es spielt doch auf lange Sicht sicher keine Rolle, ob Oppa Erwin in seiner Jugend einen mehr oder einen weniger in die Fresse bekommen hat? Eben nicht.

Und der Grund? Ganz einfach: die menschliche Fortpflanzung. Sie ist ein so dramatisch zufallsgesteuertes System, daß meiner Überzeugung nach jede triviale Veränderung (auch Oppa Erwins ausgeschlagener Schneidezahn, von dem Omma Luise immer behauptet, er störe sie fast gar nicht) bewirken muß, daß andere Nachkommen entstehen, als sonst entstanden wären. Man veranschauliche sich: Millionen von Spermien ergießen sich in ein Rennen um den ersten Platz an der Eizelle. Wie wahrscheinlich ist es, daß bei auch nur minimal veränderten Ausgangsbedingungen (wie eben Luise, die, vom abgebrochenen Schneidezahn des jungschen Erwin leicht abgetörnt, ein bißchen weniger enthusiastisch stöhnt und so bewirkt, daß es jenem erst ne Minute später kommt) dasselbe Spermium das Rennen macht? Ich meine: so gut wie null.

Ergebnis: früher oder später wird ein Zeitreisender durch seine schlichte Anwesenheit, so unauffällig diese auch sein mag, bewirken, daß ein anderer Mensch geboren wird als sonst. Und in dem Moment ist es dann auch schon vorbei: denn dieser eine andere Mensch wird im Laufe seines Lebens so viel anders machen als der, den er ersetzt hat, daß nur ein paar Generationen später nichts mehr wiederzuerkennen ist.

Was auch einer der (wenigen) wunden Punkte an der ansonsten ja recht unterhaltsamen “Zurück in die Zukunft”-Trilogie ist: hallo? Der Typ ist auf einmal erfolgreicher Autor statt, ja was eigentlich?, und wohnt trotzdem mit derselben Frau (mag sein) in demselben Haus (najaa) — und hat mit ihr dieselben Kinder gezeugt?! Ja, nee, is klar. Und wenn ich aus demselben Riesenrad zweimal denselben Tennisball werfe, treffe ich damit auch beide Male jeweils dieselben drei Straßenpflastersteine. Na logisch.

Folgt jetzt daraus zwingend, daß Zeitreisen unmöglich sind? Nein. Denn selbst wenn so eine Veränderung irgendwann in der Vergangenheit stattgefunden hätte — wir, die wir in der so veränderten Gegenwart leben, haben ja keine Chance, das zu bemerken. Bemerken tut’s nur der Zeitreisende, die arme Sau. Falls er es überhaupt überlebt — und nicht schon seine Großeltern versehentlich aus der Existenz geputzt hat, indem er Oppa Erwin einen Schneidezahn ausgeschlagen hat. Wessen ich mir aber einigermaßen sicher bin, ist, daß Zeitreisen im großen Stil nicht stattfinden werden — denn dann wäre es m.E. viel zu wahrscheinlich, daß die Welt tatsächlich von wohlmeinenden Vergangenheitsveränderern vernichtet worden wäre. Ein Eigenbrötler hingegen wie Doc Brown, der nach ein paar Zeitreisen einsieht, daß diese teuflische Maschine zu zerstören ist, weil sie nix als Unheil bringt — das wäre u.U. denkbar.

Bloß nicht wünschenswert. Bleiben wir lieber bei Drehbüchern und freuen uns der Tatsache, daß die Vergangenheit zwar alles mögliche gewesen sein mag, eins aber ist und auch mit Sicherheit bleiben wird: endlich vorbei!

8. Mai 2008
Abgelegt unter: Allgemein, Achwas, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 20:41

Nur ein netter Spruch, den ich vorhin im Radio hörte und der m.E. mehr Verbreitung verdient hätte:

Was ist der Unterschied zwischen Nasenschleim und Broccoli?

Antwort: Es ist gar nicht so einfach, ein Kind zu finden, das gerne Broccoli ißt.

Abgelegt unter: Allgemein, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 20:35

Gut: aus falschverstandenem Stolz, aus Scham oder aus was für anderen obskuren Gründen auch immer keine Hilfe annehmen zu wollen, ist jedes Menschen gutes Recht. Aber Hilfe nicht anzunehmen, die anderen angeboten wird, solchen zudem, denen zu helfen die eigene verdammte Pflicht und Schuldigkeit wäre, das ist schon mehr als nur frech, das ist schlicht unentschuldbar. Erst recht, wenn’s für die anderen um Leben und Tod geht. Vielhunderttausendfach.

Ich rede natürlich von Birma, das vor knapp einer Woche ja bekanntlich von einem Wirbelsturm weitgehend geplättet wurde. Mit Schäden, gegen die sich ein abgesoffenes New Orleans geradezu als besserer Hühnerschiß ausnimmt. Wieso treffen eigentlich solche GAUs immer die ärmsten Länder? Aber egal, die internationale Hilfe stand ja zügig bereit — und steht seitdem vor den Grenzen und darf nicht rein.

Und ich frag mich: wovor haben die Angst, daß sie die Helfer nicht reinlassen? Was sollen die nicht sehen? Muß ja was ziemlich arg Dramatisches sein, immerhin müßte es, wenn es rauskommt, einen heftigeren Imageschaden bewirken als das Nicht-Reinlassen selber. Nicht daß ich mir da jetzt so spontan was drunter vorstellen könnte. Oder seh ich das Ganze wieder mal viel zu sachlich, und die Entscheidung, die Helfer vor der Tür stehenzulassen, basiert in Wahrheit auf dem bewährten Prinzip des “hammwa schon immer so gemacht”? Das erscheint mir fast realistischer.

Bleibt zu hoffen, daß, wenn sich das Volk von den Folgen der Naturkatastrophe einigermaßen erholt haben wird, es noch genug Kraft besitzen wird, um diese Arschlöcher an seiner Spitze endlich mal in die verdiente erdnahe Umlaufbahn zu kicken.

Findet jedenfalls
  Euer Dieter Schlabonski, der mittlerweile eine chronische Unlustigkeit bei sich selber befürchtet — naja, besser als die chronische Unlust, überhaupt was zu schreiben, oder?

1. Mai 2008
Abgelegt unter: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 20:05

Ich dachte ja immer, sowas könnt mir nie passieren: eine Nachricht, die mir glatt die Sprache verschlägt, so daß mir nicht mal mehr ein fieser Spruch dazu einfallen mag. Dieser Tage aber war es dann doch mal soweit, als der Bericht über den Äther ging von dem Typen, der seine Tochter 24 Jahre lang in einem Kellerverlies eingesperrt und mit ihr sieben Kinder gezeugt hat, ohne daß Ehefrau, seine anderen sieben Kinder oder sonstwer was davon mitbekommen haben will.

Gefragt habe ich mich dabei nur: wie kann sowas so lange gutgehen? Und was denkt sich einer, der sowas über Jahrzehnte durchzieht? Vermutlich, zumindest ist das meine einzige Erklärung, denkt der ab einem gewissen point of no return (so nach ‘ner Woche oder so) gar nicht mehr darüber nach, was die Zukunft bringen mag, sondern lebt nur noch von einem Tag zum nächsten nach dem Motto: wenn das rauskommt, bin ich am Ende, also wird es noch einen Tag gutgehen müssen.

Daß es das dann so lange tat, ist aber wahrlich kein Ruhmesblatt für alle, die da in der Nähe wohnen.

Findet jedenfalls
 Euer Dieter Schlabonski, schon wieder unlustig heute, sorry