Schlabonskis Welt
28. März 2010
Abgelegt unter: Allgemein, Achwas, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 17:11

Kuckt mal, was Weltbild da grade Schönes anpreist:

duden.jpg

Schon praktisch, so ein Duden. Ob es nun unbedingt immer der aktuelle sein muß, sei dahingestellt — Schlabonski kommt seit vielen Jahren mit der 21. Auflage, dem legendären Nachwende-Vorrechtschreibreform-Duden, prima über die Runden, zumal der ja auch noch “maßgebend in allen Zweifelsfällen” ist –, aber eins ist sicher: der aktuellste muß es wirklich nicht sein.

Vielleicht hätten sie bei Weltbild auch mal reinsehen sollen in den aktuellen Duden?

Pointe geklaut von einem Posting von Thomas Neumann in der Newsgroup de.etc.sprache.deutsch.

25. März 2010
Abgelegt unter: Allgemein, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 21:06

Hier die Titelillustration eines Artikels in der Hochschulzeitschrift “Audimax” (mal wieder nur schlecht abfotografiert, Entschuldigung):

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Soweit nix Besonderes. Aber achtet doch mal auf das Auto unten links. Irgendwie wirkt das auf mich jetzt … nicht so ganz deutsch. Zum Hubschrauber oben links kann ich nichts sagen, aber einer von den geschätzten Lesern vielleicht?

24. März 2010
Abgelegt unter: Allgemein, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 19:26

Oh, geil, ich darf bei der BZV-Medienforschung mitmachen, und die zahlen mir sogar 100 oder 200 Euro dafür! (Kann ich mir das aussuchen?)

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Und wie nett, daß sie mir erst im vorletzten Absatz nach jeder Menge unerträglichen Marketinggeschwurbels verraten, daß ich dafür ihre verschissene Zeitung abonnieren muß für nur 24,90 Euro. Im Monat.

Klasse. Ich zahle denen 300 oder 600 Euro und fülle ihre Fragebögen aus, und dafür zahlen die mir dann 100 oder 200 Euro. Meine Meinung ist also minus 200 Euro im Jahr wert.

Wer kann dazu schon nein sagen?

Euer
  Dieter Schlabonski
, der kann das. :-)

23. März 2010
Abgelegt unter: Allgemein, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 16:30

Okay, es ist mal wieder Zeit, so zu klingen wie ein alter Knacker.

Es gab mal eine Zeit, da wußte ich von jeder Datei auf meiner Festplatte zumindest ungefähr, wozu sie gut war. (Das lag sicher auch am Betriebssystem im ROM, aber nicht nur.) Etwas später dann wußte ich das nur noch von jedem Programm. Heute habe ich Verzeichnisse, in denen gefühlt mehr Programme liegen als damals Dateien auf der ganzen Platte, und ich weiß von keinem einzigen dieser Programme, wozu es dient.

Es gab mal eine Zeit, da wußte ich von jedem Teil in meinem Auto zumindest ungefähr, wozu es gut war. Heute, bei meinem auch schon lange volljährigen Golf, bin ich mir dessen nicht so wirklich sicher … wenn ich da in die Zentralelektrik kucke, sind da mehr Relais als früher im Käfer Sicherungen, und ich müßte schon nachschlagen, um rauszukriegen, welches wozu dient. Und bei neuen Autos? Naja, ich glaube durchaus, daß so manch BMW-7er- oder Citroen-C6-Fahrer nicht mal von jedem Schalter am Armaturenbrett weiß, wozu er da ist.

Normal, oder? Ja klar ist das normal. Und klar sind der Käfer und mehr noch der Atari, so charmant sie in ihrer Simplizität auch sind, für den harten Alltag nicht mehr so recht brauchbar. Doch, brauchbar schon, aber man mag sich das eben nicht mehr antun. Klar, mal für die Gaudi zwischendurch gerne, aber immer? Nö.

Die Frage, die ich mir angesichts solcher Erkenntnisse aber immer öfter stelle, ist: Wo soll das hinführen? Werden wir 2030 auch bei sagenwirmal einer Schlagbohrmaschine nicht mehr wissen, wozu all ihre Knöppskens dienen; werden wir in einen Mixer spähen und uns schaudernd abwenden, weil uns Albträume drohen angesichts des Elektronikwirrwarrs, der uns da entgegenquillt? (Den Fehler hab ich mal bei einer Digitalkamera gemacht. Der Wiederzusammenbau hat Stunden gedauert. Lektion: Zerlege nichts, was Du nicht eh wegwerfen würdest.)

Wie schön, daß ich noch einen Käfer habe und einen Atari und eine ganz einfache Schlagbohrmaschine …

22. März 2010
Abgelegt unter: Allgemein, Achwas, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 21:47

Gerade in den Radionachrichten:

Nach Angaben des ADAC liegt die Mineralölsteuer bereits jetzt bei rund 70 % des Tankstellenpreises. Damit geht von jeder Tankfüllung rund die Hälfte an den Staat.

Ich enthalte mich eines Kommentars.

19. März 2010
Abgelegt unter: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 17:54

Ich wollte nix dazu schreiben, ehrlich. Aber es geht mir täglich mehr auf den Nerv: diese völlig hirnbefreite Angewohnheit des lokalen Dudelsenders “Antenne Niedersachsen”, Lieder (und hier besonders die älteren und somit meist an sich erträglicheren) drastisch zu kürzen beim Abspielen.

Nein, ich rede nicht vom verfrühten Ausblenden oder von der Anmoderation, während schon das Intro läuft. Das machen ja alle. Ich rede vom dort tatsächlich regelmäßig betriebenen Herausschneiden ganzer Strophen, Refrains und/oder Instrumentals mitten aus dem Lied.

Die ersten paar Male dachte ich ja, das hätte ich mir eingebildet. Leider war dem nicht so.

Es soll ja mal ne Zeit gegeben haben, da haben noch die Studios die Radiosender mit zurechtgeschnippelten Versionen versorgt. Die waren auch nicht schön, aber zumindest hatte sich jemand was dabei gedacht. Trotzdem hat damals Billy Joel schon über diese Praxis folgende zornige Zeilen verfaßt:

It was a beautiful song but it ran too long
“If you wanna have a hit you gotta make it fit”
So they cut it down to three-oh-five

So zu hören in The Entertainer. Aber nicht auf 50%-Hit-Radio Antenne, da würde diese Strophe vermutlich fehlen. (Die 3:05 hat sich Herr Joel übrigens nicht ausgedacht: auf diese Länge wurde sein normalerweise gut doppelt so langes Werk Piano Man fürs Radio gekürzt damals.)

Ja. Und heute? Heute haben potentielle Hits sowieso kaum mehr Laufzeit als 3:05, und Krüppel-Hit-Radio Antenne kürzt sie trotzdem noch. Und behauptet dann noch penetrant, mehr Musik als alle anderen zu spielen und sie jetzt “noch besser durchzumischen”. Letzteres stimmt allerdings. Hier ist ein unter Lebensgefahr von unserem Reporter aus deren Studios geschmuggeltes Bild des dafür verwendeten Werkzeugs:

blender.jpg

Okay okay, eigentlich ist das Bild aus der Wikipedia bzw. den Wikimedia Commons vom Benutzer Chris 73, frei erhältlich unter http://commons.wikimedia.org/wiki/File:ElectricBlender.jpg und steht unter der Creative-Commons-Lizenz cc-by-sa 2.5. Schade um den Witz, aber geglaubt hat das ja eh keiner.

17. März 2010
Abgelegt unter: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 12:02

Über den Ausruf “Licht an, auch am Tage”, der einem von allen möglichen Plakaten an den Landstraßen entgegenragt, kann man ja geteilter Meinung sein. Klar, Licht am Auto macht es besser erkennbar, aber das ist nicht unbedingt wünschenswert, finde ich.

Denn das Auto ist nun mal im Straßenverkehr ohnehin aufgrund seiner Größe der bei weitem am besten zu erkennende Verkehrsteilnehmer. Den jetzt noch extra zu beleuchten, ergibt etwa soviel Sinn, wie Spitzenverdiener steuerlich zu entlasten. Äh. Okay, war jetzt ein blödes Beispiel.

Worüber ich mich aber endlich mal wieder aufregen kann, sind dann Leute wie diese Pappnase, die mir gestern in ihrem neuen Audi A6 (oder S6, wasweißich) entgegenkam. So ein neuer Audi hat ja diese proligen selbstbewußt gestalteten LED-Tagfahrleuchten, die bei Tag ja nun wirklich hell genug sind, selbst für Leute, die ans Gute im Autos-bei-Tag-Beleuchten glauben. Aber nein, der Herr Audifahrer mußte trotzdem seine Xenon-Landescheinwerfer anhaben. *blend* Und als sei das nicht genug, überholt er dann auch noch arg knapp mit mir im Gegenverkehr (hat mich wohl übersehen, was? Ja, die Sonne war ja auch hinter ner Wolke versteckt, da passiert das schon mal), und deswegen mußte er mich dann auch noch aus vielleicht 20 Metern Entfernung gewitterartig anlichthupen.

So nach dem Motto: Wenn ich schon blind bin, brauchst Du auch nix mehr sehen zu können.

Lieber Audifahrer, ich muß Dir da mal was erklären: Dieses Licht-an-auch-am-Tage ist ein Vorschlag, ein Hinweis, bei miesen Sichtbedingungen (diesig, oder in einer Allee, oder bei Regen, oder so) freiwillig Licht einzuschalten. Wenn das einer bei klarer Luft, bedecktem Himmel und hellichtem Tage nicht tut, dann ist das kein Grund, den anzulichthupen. Mach lieber die Augen auf, nimm das Telefon vom Ohr und den Fuß vom Gas, Du Nase.

Komisch, in letzter Zeit sind es immer öfter die Audifahrer, die mir so unangenehm auffallen. Haben diese ganzen BMW-Prolls das Prollimage satt und sich jetzt stattdessen Audis gekauft, oder ist das die neue Generation?

15. März 2010
Abgelegt unter: Allgemein, Wahnsinn im Alltag — Dieter Schlabonski @ 18:34

Ja, RSS ist eine feine Erfindung. Statt dauernd auf gern besuchten Websites zu kucken, ob es was Neues gibt, kuckt der Feedreader für einen und sagt einem das dann. Und dann kann man es lesen.

Manchmal muß man vor dem Lesen auf einen Link klicken, weil der Inhalt nicht (wie bei dem Feed dieser Seite, es sei betont) komplett im RSS-Feed steht, sondern nur ein Link zur Website, zu der er gehört. Aber das ist okay, die hätte ich ja sonst selber angeklickt, und meistens auch öfter als einmal. Und wenn die die Hits für ihre Werbeeinnahmen brauchen, bitte, gerne, kein Problem.

Aber warum zum Geier führen in vielen Feeds diese Links nicht direkt zurück zur Website, sondern erstmal zu feedproxy.google.com? Verdienen die da auch noch dran? Grummel. Warum mich das stört? Weil dieses verschissene feedproxy.google.com öfter nicht funktioniert als doch, deshalb! Und dann muß ich entweder x-mal Reload drücken oder doch wieder zu Fuß zur Website surfen. Selbst mein kostenloses Wordpress hier schafft es, Links direkt zur richtigen Seite ins RSS zu frokeln, aber große kommerzielle Websites kriegen das nicht hin? Das ist doch ein Armutszeugnis.

Tut mir leid, aber das mußte jetzt mal raus. Ja, es geht schon wieder, danke der Nachfrage.

8. März 2010
Abgelegt unter: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 16:45

399.999.jpg

Das sieht man nicht alle Tage, gell? Aber warum eigentlich?

Es ist ja nun nicht so, daß das Auto, aus dem dieses Bild stammt, nun gerade ein besonders penetrantes Beispiel motorischer Zähigkeit wäre. Im Gegenteil, dem Golf 2 Sechzehnvau haben wir damals, als er rauskam, “Überzüchtung” nachgesagt. Überzüchtung! Einskommaacht Liter, hundertneunundzwanzig PS (ohne Kat sogar 139). Was für eine Hochdrehzahl-Rennmaschine, welch Leistungsorgie! Geradezu rührend, wenn man sich heutige Literleistungen von Smart über TSI bis M5 so ankuckt.

Und trotzdem trau ich ansich auch denen die 399.999 km zu. Okay, ja, dem Smart vielleicht nicht so. Aber an mechanischen Malaisen sollte eigentlich heutzutage kein Auto mehr verrecken, bevor es Youngtimerwürden erreicht hat (absolute Kilometerfresser und hoffnungslose Nuckelpinnen mal außen vor).

Woran dann?

Rost? Naja, auch wenn es Ausnahmen gibt, so sind doch die meisten Autos heute eher rostresistenter als die meisten Autos damals, als mein Golf neu war. (Der Golf ist auch ne Ausnahme, er hat jetzt vor seinem zehnten TÜV-Termin tatsächlich doch schon das erste Rostloch mit Handlungsbedarf entwickelt, trotz eher nachlässiger Pflege. Hört Ihr das, Ihr Oppeljünger da draußen?!)

Sonstiger Huddel, Elektronik oder so? Hm. Also im Golf ist ja auch so ein Zeugs, und in all den Jahren hat genau das Zeugs noch am wenigsten Ärger gemacht. Nur einmal zeigte sich das ABS sehr bockig gegen alle Diagnoseversuche, bis der Übeltäter sich als das Zündschloß entpuppte: winzigkleine Aussetzer, die man nicht sehen und kaum messen konnte, die aber reichten, um ständige ABS-Resets auszulösen. Und jetzt ist grad mal ein ABS-Sensor kaputt und nicht lieferbar. Aber sonst? Kein Befund.

Ersatzteilsorgen? Gut, da bin ich mit dem Golf natürlich im Vorteil. Auch bald 20 Jahre nach Produktionsstop (!) sind die Dinger im Straßenbild und auf den Schrottplätzen so verbreitet wie Fußpilz, so daß es eigentlich keine Engpässe gibt (auch der ABS-Sensor wird sich noch finden, da hab ich keine Bange). Mit einem gleichaltrigen Ford, Japaner oder auch Audi kuckt man da schon öfter mal dumm aus der Wäsche am Ersatzteiltresen, das stimmt schon. Aber hey, andere Leut restaurieren Borgward, da gibt’s seit einem halben Jahrhundert keinen Nachschub, und die schaffen es auch irgendwie! Ich habe jedenfalls noch nie von einem (nicht furchtbar alten und/oder seltenen) Auto gehört, das wegen Teilehuddel nicht mehr auf die Straße konnte.

Also, warum gehen die Twingos, E 30 und T4 gerade reihenweise in den Schrott? Meine These ist und bleibt: Weil keiner Bock auf die alten Kisten hat. Alles andere, ob nun Stinkersteuer, Teilesorgen, Rost oder auch der eine oder andere Motorschaden, ist eine faule Ausrede. Bitte: ich hab nix dagegen, wenn Ihr Lust auf was Neues habt! Im Gegenteil, so bleiben die alten Chaisen und ihre Teile beim Schrott wenigstens schön billig, und mein Golf wird irgendwann auch mal exclusiv :-). Aber dann solltet Ihr wenigstens die Größe haben, es zuzugeben.

Und es ist ja nur Euer Verlust, wenn Euch dieser Anblick nie vergönnt sein wird:

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5. März 2010
Abgelegt unter: Allgemein, Achwas, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 22:30

Fragt mich doch mein Antivirenprogamm (wie jeden verdammten Tag) in einem scheinheilig als “Notifier” überschriebenen penetranten Kauf-endlich-die-Bezahlversion-Werbefenster:

Passt Ihr Schutz noch zu Ihrem Sicherheitsbedürfnis?

Wie schön, daß es selber die Antwort weiß. Meint zumindest der “Updater”:

Sie sind im Moment optimal geschützt.

Das ist großartig, liebes Programm. Aber warum fragst Du dann so blöd?

Vom Dummdeutsch mit dem aktuellsten Stand, der noch viel aktueller ist als der bloß aktuelle, will ich dann schon gar nicht mehr anfangen. Aber ich will doch den alleraktuellsten Stand!

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