Na, auch einen Schreck gekriegt bei der Überschrift? So ging es mir, als diese Meldung durchs Netz ging. (Ja, das ist ein paar Jahre her, aber da gab es dieses Blog halt noch nicht.) Und ich fragte mich: Was hat den Verfasser dieser Überschrift geritten? Wenn Metzgermeister Josef Merkel aus Klein-Wülferode unter den Bus gerät, titelt man ja auch nicht “Merkel ringt mit dem Leben”, oder?
Da steh ich so an einer Kreuzung auf der Linksabbiegerspur und erspähe ein gar selten Gut: einen Parkplatz, gleich am Anfang der Straße, in die ich grad abbiegen will. Also fahr ich etwas weniger zügig los als normal, aber immer noch genauso schnell wie der Rechtsabbieger neben mir, höre etwa auf Kreuzungsmitte auf mit Beschleunigen, mache den linken Blinker aus und den rechten an, bremse sanft und gleite elegant vorwärts in die (für dieses Manöver hinreichend lange) Parklücke auf dem Seitenstreifen.
Völlig zurecht fragt sich der Leser: Na und?
Ja, ich fand das auch nicht irgendwie ungewöhnlich oder bemerkens-, geschweige denn berichtenswert. Aber der Typ in dem Audi A 4 hinter mir war offensichtlich der Ansicht, ich hätte da irgendwie Mist gebaut. Zumindest befand er es für nötig, mich anzuhupen. Und da ich ihn nicht fragen konnte, warum, frage ich halt Euch: Was mag der sich wohl gedacht haben?
Und falls der Audifahrer mitlesen sollte: das Ganze spielte sich in Braunschweig an der Mensa 1 ab, und ich war der Typ in dem alten dunkelgrünen Golf mit dem “Abfallende Teile sind gute deutsche Wertarbeit”-Aufkleber im Heckfenster. ;-)
