Schlabonskis Welt
2. March 2010
Filed under: Allgemein, Achwas, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 11:21

Na, auch einen Schreck gekriegt bei der Überschrift? So ging es mir, als diese Meldung durchs Netz ging. (Ja, das ist ein paar Jahre her, aber da gab es dieses Blog halt noch nicht.) Und ich fragte mich: Was hat den Verfasser dieser Überschrift geritten? Wenn Metzgermeister Josef Merkel aus Klein-Wülferode unter den Bus gerät, titelt man ja auch nicht “Merkel ringt mit dem Leben”, oder?

Filed under: Allgemein, Achwas, Wahnsinn im Alltag — Dieter Schlabonski @ 00:31

Da steh ich so an einer Kreuzung auf der Linksabbiegerspur und erspähe ein gar selten Gut: einen Parkplatz, gleich am Anfang der Straße, in die ich grad abbiegen will. Also fahr ich etwas weniger zügig los als normal, aber immer noch genauso schnell wie der Rechtsabbieger neben mir, höre etwa auf Kreuzungsmitte auf mit Beschleunigen, mache den linken Blinker aus und den rechten an, bremse sanft und gleite elegant vorwärts in die (für dieses Manöver hinreichend lange) Parklücke auf dem Seitenstreifen.

Völlig zurecht fragt sich der Leser: Na und?

Ja, ich fand das auch nicht irgendwie ungewöhnlich oder bemerkens-, geschweige denn berichtenswert. Aber der Typ in dem Audi A 4 hinter mir war offensichtlich der Ansicht, ich hätte da irgendwie Mist gebaut. Zumindest befand er es für nötig, mich anzuhupen. Und da ich ihn nicht fragen konnte, warum, frage ich halt Euch: Was mag der sich wohl gedacht haben?

Und falls der Audifahrer mitlesen sollte: das Ganze spielte sich in Braunschweig an der Mensa 1 ab, und ich war der Typ in dem alten dunkelgrünen Golf mit dem “Abfallende Teile sind gute deutsche Wertarbeit”-Aufkleber im Heckfenster. ;-)

19. February 2010
Filed under: Allgemein, Achwas, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 13:19

Szenerie: Büro des SPD-Ortsverbands Greven, 2007. “Wir müssen ins Internet!”, so schallt es durch die Räume. Und ein Praktikant bekommt den Auftrag: “Ja, wir haben hier schon mal so ein Temmpläit-Dings daungelohdet, das kannst Du mal editieren. Oder wie das heißt. Da steht jetzt überall Musterstadt, da machste Greven von, klar?” Ja nee, is klar. Ganz geschafft hat das der Praktikant zwar nicht, vermutlich mußte er zuviel Kaffee kochen, aber den Rest kann ja auch der Fuzzi von unserer Werbeagentur erledigen, wo ist der eigentlich, Fräulein Suhrbier? “Der wartet in Ihrem Büro, Chef.” Ah ja. Sehnse, ich hab Ihnen die Dateien schomma auf diesen USB-Schtick hier kopieren lassen, machense da mal was von. Aber son richtig professioneller Auftritt muß das werden!

Eine Woche später: “So, Ihre Seite ist im Web.” Wow, das ging ja fix, tja, es lohnt sich ja immer, mit Profis zu arbeiten, was? Ha! Moment, ich muß nur eben mein Internetprogramm starten, welches von diesen Bildchen muß ich da nochmal doppelklicken? Ach ja, das mit dem “e”, richtig. Dann sagen sie mal die Adresse?

“Ha Teh Teh Peh Doppelpunkt Schräger Schräger Weh Weh Weh Punkt Ess Peh Deh Minus Musterstadt Punkt Deh Eh.”

“Moment, wie war das? SPD … was?”

“Musterstadt.”

“…”

“Das stand da doch überall auf der Webseite, die Sie mir kopiert haben.”

Wir verabschieden uns an dieser Stelle aus der Live-Übertragung, bevor wir noch von einem fliegenden Bürostuhl unglücklich am Kopf getroffen werden. Und ja, natürlich ist das obige frei erfunden. Aber sehr viel anders kann es eigentlich kaum gelaufen sein; Theorien, spd-musterstadt.de sei ein Angebot an andere Ortsvereine, das Template auch zu nutzen, oder eine Demo oder was weiß ich, erscheinen mir angesichts dessen (fehlender) Qualität und der Tatsache, daß dort stellenweise doch auch “Greven” steht statt “Musterstadt”, ehrlich gesagt unrealistischer.

Immerhin haben sie es gemerkt: spd-greven.de gibt’s auch.

Gefunden in Fefes Blog.

16. February 2010
Filed under: Allgemein, Achwas, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 13:36

Jaja, die kleinstädtische Tagespresse. Immer am Puls der Zeit, immer das Ohr an der Basis. Da sind selbst einzelne nichtverkaufte Konzertkarten einen Artikel wert:

neujahrskonzert.jpg

In derselben Ausgabe: “Edeka meldet: Noch achtzehn Dosen Katzenfutter verfügbar”, “Bei der Gärtnerei Busch wird der Torf knapp” und “Karstadt erwartet neue Lieferung Fingerhüte noch diese Woche”.

Wobei es schon interessant ist, festzustellen, wie billig so ein gekaufter Artikel in der Alfelder Zeitung offenbar ist: der Gewinn einer einzigen verkauften Konzertkarte genügt bereits, um ihn lohnend erscheinen zu lassen. Warum sonst sollte der Konzertveranstalter sich die Mühe machen, ihn in Auftrag zu geben?

15. February 2010
Filed under: Allgemein, Achwas, Wahnsinn im Alltag — Dieter Schlabonski @ 20:17

Manche Sachen kann man sich nicht ausdenken. Die hier zum Beispiel: Kam grade eine Rechnug von dem Seniorenheim, in dem meine Großtante residierte. Bis zu ihrem Tode am Nikolaustag letzten Jahres. Die Rechnung war für ihr Zimmer, für Januar — was nicht falsch ist, weil wir das noch nicht gekündigt hatten, wegen Ausräumen und so. Aber daß auf der Rechnung dann auch die Posten für Betreuung und Verpflegung auftauchten, das stimmte dann doch ein ganz klein wenig stutzig. Ich mein, es ist ja schön, wenn die sich da so aufopfernd um ihre Insassen bemühen, und man weiß das ja auch zu schätzen — aber trotzdem, irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, daß die das da ein bißchen übertreiben mit der Betreuung.

6. February 2010
Filed under: Allgemein, Achwas, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 13:59

Schönes Beispiel dafür, daß Kommata (oder meinetwegen auch Kommas) nicht nur Zierde sind:

unwahrscheinlich.jpg

Stimmt. Es ist unwahrscheinlich, einfach bei Euch zu kaufen. Zumindest, daß ich das tun werde.

1. February 2010
Filed under: Allgemein, Achwas, Wahnsinn im Alltag — Dieter Schlabonski @ 23:52

Nach Taubenherzen und Dalmatinerklöten hier ein weiterer Beitrag aus der Reihe “Ewww!”:

katzenzungen.jpg

Daß es dieses Produkt schon seit Jahrzehnten gibt, und daß es recht lecker ist, macht die Sache nicht besser. Im Ernst: Katzenzungen? Und ganz nebenbei verleihen wir dann auch noch mal den begehrten Sonderpreis für die müllintensivste Art, hundert Gramm Vollmilchschokolade zu verpacken.

28. January 2010
Filed under: Allgemein, Achwas, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 03:23

Da sitzt man so vorm Rechner und lauscht, wie der Sturm den Schnee übers Dachfenster peitscht. Man freut sich. bei angesagten minus neunzehn Grad nicht aus dem Haus zu müssen. Und dann kommt eine Spammail rein, und man merkt: Man lag da völlig falsch!

fruehling.jpg

Ja, dann werd ich doch gleich mal in der lauen Frühlingsnacht spazieren gehen. Danke, Herr Emerson!

19. January 2010
Filed under: Allgemein, Achwas, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 16:37

Meine Güte, wenn ich mir ankucke, wie gut die bei manchen Banken offenbar rechnen können, dann wundert mich keine Finanzkrise mehr:

norisbank.jpg

Obwohl, vielleicht tu ich ihnen ja auch unrecht. Ein Prozent von 10002 ist viel weniger als 102. Aber acht Euro helfen mir auch nicht so richtig aus der Patsche.

Nicht kapiert? Kuckstu hier. Und danke an Jörg für den Scan.

30. December 2009
Filed under: Allgemein, Achwas, Wahnsinn im Alltag — Dieter Schlabonski @ 13:19

Diese Aufregung um die sogenannten Nacktscanner kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Okay, klar, daß die auch nix bringen seh ich ein. Und daß das ganze Sicherheitstheater an den Flughäfen völlig übertrieben ist und trotzdem nix bringt, seh ich ebenfalls ein.

Aber was ist nun an den Nacktscannern so besonders schlimm? Ich fliege zwar nicht (und habe auch nicht vor, das zu ändern), aber wenn, dann wär es mir entschieden lieber, wenn jemand ein verschwommenes Schwarzweißbild meines nackten Adoniskörpers ;-) betrachtete, als daß mir eben jeder Jemand stattdessen an die Klöten packte.

Und demjenigen wär das mit einiger Sicherheit auch lieber.

Leute, beim Arzt ist das doch auch kein Problem. Und genau wie bei dem wird auch bei so einem Sicherheitskontroletti der ohnehin bescheidene Unterhaltungswert, irgendwelche Menschen nackt sehen zu können, mit Sicherheit nach einiger Zeit abgelöst werden vom Genervtsein darüber, selbiges tun zu müssen. So gefühlt spätestens nach mehreren Minuten. Zumal ja, wenn die auch nur über minimale Intelligenz verfügen, der Betrachter ein anderer sein wird als derjenige, der die zu Betrachtenden auswählt (wenn das nicht eh alle sind). Denn ganz ehrlich: die allermeisten Menschen da draußen möchte man lieber nicht nackt sehen. Wirklich nicht.

Findet jedenfalls
  Euer Dieter Schlabonski.

PS: Rutscht fein. Aber fallt nicht auf die Fresse dabei.

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