Schlabonskis Welt
12. January 2012
Filed under: Allgemein, Links (zwo drei), Denk mal — Dieter Schlabonski @ 05:06

Was, teilbare Schraubenmutter? Ja nee, is klar. Höhö. Das kennt man ja seit Jahrzehnten, diese Seite mit den unmöglichen Sonderschrauben, laaangweilig.

Im Prinzip ja.

Aber die teilbare Schraubenmutter gibt es wirklich. Sie heißt auf gut deutsch “Twinnut“, und ich halte sie für eine der wirklich seltenen genialen Erfindungen auf dem Markt des vermeintlich schon seit gefühlten Jahrhunderten bekannten und zu Ende gedachten lösbaren Zusammenbosselns von Metallteilen. Das letztemal, als ich derart baff vor einer neuen Idee in diesem Bereich stand, war in den 1980er Jahren oder so, als die Schraubenschlüssel mit Flankengriff aufkamen, mit denen man nicht nur keine Muttern mehr runddreht, sondern sogar rundgedrehte aufkriegt. Erfinder war damals Metrinch, die so heißen, weil deren Schlüssel zusätzlich auch noch auf Zoll- und metrische Schrauben passen.

Moral: Von wegen, alles ist schon erfunden. Manchmal klappt das auch heute noch. Respekt!

5. January 2012
Filed under: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 15:10

Nochmal Wulff, sorry. Ich versteh ja, daß Euch das Thema zum Halse heraushängt, mir geht’s doch nicht anders. Aber nach dem Fernsehgewinsel gestern kann ich nicht anders, als nochmal meine Sicht der Dinge zusammenzufassen.

Größter Irrtum in der Geschichte ist, daß es irgendwie um Wulffs Eigenheimfinanzierungsmonopoly ginge. Na klar, wenn mir einer einen zinslosen Kredit anbietet und dann einen so gut wie zinslosen Anschlußkredit vermittelt, dann nehm ich den, egal ob ich niedersächsischer Ministerpräsident bin oder Papst. Wär ja schön blöd wenn nicht. Und es geht auch nicht um kostenlose Kurzurlaube in den Villen seiner Gönner. Solange man ihm nicht nachweisen kann, daß er jenen dafür kraft seines Amtes Vorteile gewährt hat (und für so schlau halte ich ihn, daß man das nicht können wird), ist dagegen nicht viel zu sagen — machen ja alle, Politiker genauso wie andere. Darunter auch die Journalisten, die sich gerade so schön drüber aufregen.

Hätte Wulff das alles zugegeben, als sie ihn damals danach gefragt haben, würde heute kein Hahn mehr danach krähen. Was, der Kredit an Wulff damals? Gähn, das ist sooo letztes Jahr. Hätte er, was verständlich ist, mit dem Zugeben gewartet, bis es in der Bildzeitung steht, wäre das schon kniffliger geworden — aber trotzdem noch ohne große bleibende Schäden möglich, da bin ich mir sicher. Es hackt ja keine Krähe der anderen ein Auge aus, wie man deutlich daran sieht, wie leise die selbst jetzt seinen Rücktritt fordern alle.

Obwohl der richtige Klopfer ja erst noch kommt in dieser Erzählung.

Ich rede natürlich von Wulffs Anrufen bei den Chefredaktion der Bildzeitung und der Welt am Sonntag. Wie bescheuert muß man eigentlich sein, um sich einzubilden, Springer einschüchtern zu können? Und schlimmer noch — das dann auch noch auf den Anrufbeantworter zu sprechen und damit beweisbar zu machen? Herrn Diekmanns Augen haben bestimmt gestrahlt, als der seine Mehlbox abgehört hat damals.

Ja, daß er das dann an andere Presseorgane geleakt hat, ist nicht die feine Art — um nicht zu sagen: auch ne Sauerei. Aber hey, von Springer erwartet man doch nix anderes. Herr Wulff offenbar schon. Spricht nicht für seine Intelligenz.

Und als ob das noch nicht schlimm genug wäre, entblödet der sich dann doch tatsächlich gestern abend im Fernsehen zu behaupten, er habe nicht versucht, den Bericht zu unterbinden, sondern lediglich “gebeten”, seine Veröffentlichung “aufzuschieben”. Ja nee, is klar. Prompt teilt die Bildzeitung heute mit, dem sei nicht so, und bittet Wulff um die Genehmigung zur Veröffentlichung des Anrufs.

Und das war’s denn wohl.

Denn: wenn er gestern die Wahrheit gesagt hätte, würde Bild heute die Klappe halten. Wenn er nun aber verbietet, den Anruf zu veröffentlichen, weiß auch der letzte Dödel warum — und wenn nicht, wird man’s sogar in Wulffs eigenem Kermit-Timbre zu hören oder zumindest als Abschrift zu lesen bekommen: weil er gelogen hat. Mal wieder. Schon wieder.

Wie oft darf der eigentlich noch lügen, bis er untragbar wird? Mein Tip: Nicht mehr oft.

20. December 2011
Filed under: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Denk mal, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 20:11

Endlich findet sich mal ein berufener Mann, der zu des Bundespräsidenten finanziellen Verstrickungen klare Worte spricht:

“Es ist tragisch, dass Deutschland in dieser schwierigen Zeit keinen unbefangenen Bundespräsidenten hat, der seine Stimme mit Autorität erheben kann. Es handelt sich […] offensichtlich um eine Verfilzung mit schwarzen Reise-Kassen jenseits der parlamentarischen Kontrolle. Dies stellt eine Belastung des Amtes […] dar.”

Gesagt hat das Christian Wulff. Über Johannes Rau. Nach dessen “Flugaffäre” im Jahr 2000.

Gefunden bei Fefe.

10. November 2011
Filed under: Allgemein, Denk mal, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 16:39

superstall.jpg

Merke:

Wenn Du nichts dafür bezahlst, bist Du auch nicht der Kunde.
Dann bist Du das zu verkaufende Produkt.

Kommen wir zum Kleingedruckten: Idee von Geek & Poke, gefunden bei Fefe. Bild von Guido Gerding [GFDL oder CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons.

9. November 2011
Filed under: Allgemein, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 21:31

Jaja, wie jedesmal, wenn an den Steuern rumgebastelt wird, rühmt sich die Bundesregierung auch diesesmal, die niedrigen Einkommensschichten besonders deutlich zu entlasten. Und wie so oft ist es auch diesmal gelogen. Und das geht so:

Zum einen erhöht man den Grundfreibetrag. Und behauptet, das sei ja sowas von sozial und wohltätig — ist es nicht: Es ist schlicht und ergreifend Gesetz, daß der mit der Inflation angehoben wird. Steht in der Verfassung. Und da sind 4,4% für vier Jahre (2010 bis 2014) eher knapp. Sei’s drum — profitieren tun davon erstmal alle: sie müssen für ein paar hundert Euro mehr ihres Einkommens keine Steuern zahlen.

Zum anderen aber verschiebt man auch die weiteren Stufen der Steuerprogression entsprechend nach oben. Klar, prozentual werden zwar auch so noch die niedrigen Einkommen stärker entlastet als die höheren, aber in Euro spart ein Spitzenverdiener immerhin das Doppelte dessen, was ein Geringverdiener spart. Und ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich muß bei Real in Euro bezahlen und nicht in Prozent.

Naja. Eigentlich hat man ja auch nix anderes erwartet, oder? Daß mal die Spitzensteuersätze kräftig angehoben werden in diesem Land, werde ich wohl nicht mehr erleben. Und unter dieser Regierung schon gleich gar nicht.

30. October 2011
Filed under: Allgemein, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 11:47

Wenn Du zufällig eine der Antworten auf diese Frage auswählst, wie groß ist dann die Wahrscheinlichkeit, daß diese Antwort korrekt ist?

A - 25%
B - 50%
C - 0%
D - 25%

Gefunden bei Shamus Young.

28. October 2011
Filed under: Allgemein, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 18:13

Die Tagesschau hat eine Umfrage gemacht, wie die Leute mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden sind. Bei Veröffentlichung dieses Postings sah die Ergebnisseite so aus:

schwarzgelb.jpg

Nun hatte ich ja mit einem gewissen Maß an Unzufriedenheit gerechnet, aber das finde sogar ich ein bißchen übertrieben — oder ist das einer der erwähnten Rundungsfehler?

Filed under: Allgemein, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 18:01

Man beachte bitte die URL, unter der dieses Dokument zu finden ist. So sieht das also aus, wenn man die richtige Wahl getroffen hat bei der Suche nach einer zukunftsorientierten Lösung!

zukunftsorientiert.jpg

Betamax, Selectrix und die Iomega-Zip-Diskette lassen grüßen.

Danke an Philipp für den Skriehnschott!

13. October 2011
Filed under: Allgemein, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 09:52

Kuck mal, die derzeitigen Top-Suchbegriffe bei GMX:

suchbegriffe.jpg

Kein Sex, keine Raubkopien, keine Spiele, keine Spartips … aber Strickjacken! Das muß schon ein ganz eigenes Völkchen sein, das da bei GMX die Suchfunktion benutzt. Und selbstverständlich hat das überhaupt nix damit zu tun, daß — ja, ich weiß auch nich, wie GMX mit dieser tollen tollen Idee Geld macht, aber daß sie damit kein Geld machen, kann mir auch keiner erzählen.

Wenn man schon Prodackt Pläißment betreibt, dann wäre es vielleicht schlau, das ein bißchen unauffälliger zu tun, hm?

Findet jedenfalls
  Euer Dieter Schlabonski.

6. October 2011
Filed under: Allgemein, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 10:17

Ich war ja nie ein Äppel-Juhser. Klar, ich hatte in meiner Vielcomputerphase auch den einen oder anderen Mäck, und einer davon gammelt glaubich auch noch irgendwo hier rum — aber ernsthaft benutzt hab ich die nie, und das ganze iGedöns ist eh komplett an mir vorbeigerauscht.

Das heißt aber nicht, daß mir der Abgang des obersten Apfelvisionärs egal wäre. Denn der hat allein durch den Einfluß seiner Produkte auf den Rest der Branche die Welt dramatisch verändert. Was haben wir damals auf dem Atari hechelnd hinter den Innovationen der Mäck-Benutzeroberfläche herprogrammiert! Und wie Windows heute aussähe, wenn es Äppel nicht gegeben hätte, möchte man sich eigentlich gar nicht vorstellen.

Schade, daß Äppel sich vom Computermarkt zusehends mehr abwendet. Klar, mit Eifons und Eipotts und Eipätts ist mehr Kohle zu machen, auch weil man Äpps und Inhalte ziemlich weit zunageln kann gegen Konkurrenz und Freie Software — und daß mir dieser Trend, bei dem Äppel ja ganz vorne mit dabei ist, nicht schmeckt, sollte bekannt sein –, aber die Ideen und Visionen, die der Mäck der Computerwelt spendete, fehlen ihr irgendwie jetzt schon. Vielleicht liegt das ja auch daran, daß der PC als solcher mittlerweile erwachsen geworden ist, aber schade ist es trotzdem.

Mist, jetzt ist aus einem Nachruf schon wieder ein Rant geworden. Entschuldigung.

MovieBob hat in seinem Blog einen sehr viel besseren Nachruf verfaßt, aus dem ich abschließend gern drei Sätze übersetzt zitieren möchte, weil ich sie selber nicht so schön hingekriegt hätte:

Steve Jobs war eines der raren Individuen, deren Visionen und Energie, sie umzusetzen, den faulen Arsch der Menschheit auf der evolutionären Skala ein Stück weitergeschleift haben. Sein Name gehört unzweifelhaft neben die von Edison, Ford und den anderen Titanen, die die moderne Welt erschaffen haben. Steve Jobs hat die ganze Welt in wenigen Dekaden mehrmals verändert — wieviel weiter hätten wir es schaffen können, wenn ihm noch einige [Dekaden] mehr vergönnt gewesen wären?

sadmac.png

Update: Nachdem rumgemault wurde, warum alle Welt Steve Jobs beweint und keine Sau den kurz darauf verstorbenen Dennis Ritchie (was nebenbei bemerkt so auch nicht ganz richtig ist), möchte ich darauf hinweisen, daß a) Ritchie, Unix und C sich immer irgendwie knapp neben meiner Welt abgespielt haben statt in ihr und b) ich jetzt auch nicht mich dazu verdonnert sehe, jeder relevanten Persönlichkeit einen Nachruf zu widmen, bloß weil ich es jetzt mal gemacht habe. So.

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