Schlabonskis Welt
18. February 2011
Filed under: Allgemein, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 11:37

Soso, da hat nun also das Bundeskabinett ein Gesetz beschlossen, in dem steht, daß Kindergeschrei rechtlich nicht als Lärm einzustufen sei, mit dem erklärten Ziel, es schwierig bis unmöglich zu machen, gegen den Bau von Kitas oder Spielplätzen in der Nachbarschaft zu klagen. Begründung: Kinder seien ja unsere Zukunft!

Nun, dazu mag man stehen, wie man will; Fakt ist jedoch, daß Kindergeschrei Lärm ist, auch wenn der Gesetzgeber was anderes sagt. Ich habe etwa ein Jahrzehnt lang neben einem Spielplatz gewohnt, ich weiß wovon ich rede — und auch wenn ich zumindest eingangs jenes Jahrzehnts selber noch Kind war, mir ging der Rabatz da tierisch auf die Nüsse. Ich kann jeden verstehen, der neben sowas nicht wohnen mag.

Ja dann zieh doch weg, sagen nun die Kinderfans. Ja hallo? Gut, da von neben dem Spielplatz bin ich weg, aber das Problem bleibt: es ist nicht möglich, in eine garantiert kinderlärmfreie Umgebung zu ziehen. Das liegt daran, daß man ein Kinderhaltungsverbot, anders als etwa Entsprechendes bezüglich Haustieren oder Autos, nicht in den Mietvertrag schreiben darf — Schwangerwerden ist schließlich ein Grundrecht! Und so passiert es mir immer wieder, daß das an sich ruhige Haus oder (in einem Fall) die an sich friedliche WG binnen weniger als Jahresfrist sich in einen weiteren Hort des plärrenden Vermehrungswahns verwandelt.

Vermutlich wird das auch noch so weitergehen, bis ich endlich alt genug bin fürs Seniorenheim. Da werden die Frauen wenigstens nicht mehr schwanger.

7. October 2010
Filed under: Allgemein, Denk mal, Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 18:25

Jahre, ach was, bald Jahrzehnte ist es her, aber typisch ist’s und bleibt’s: Ausstellung des Frauen- und Lesbenreferats (sind Lesben keine Frauen?) des AStA der TU Braunschweig in der Mensa zum Thema “Frauenfeindliche Werbung in Zeitungen und Zeitschriften”.

Ein Beispiel: Werbung für irgendein Deo mit nackter Frau auf dem Rücken eines Stiers. Frauenfeindlich, weil Frau offensichtlich mit Jagdbeute gleichgesetzt werde. Meinetwegen, auch wenn Stiere eher nicht jagen, sondern wenn dann ermordet werden, wenn ich recht informiert bin. Weiter: Werbung für irgendeinen Urlaubsort (wenn ich mich richtig erinnere, ist auch egal) mit leichtbekleideten Mädels am Strand. Frauenfeindlich, weil Frau offensichtlich mit anderen Annehmlichkeiten des Urlaubsortes gleichgesetzt werde. Naja, von mir aus. Aber dann: Werbung für irgendein Duschgel mit einem nackten Mann. Dreimal dürft Ihr raten.

Natürlich: auch frauenfeindlich, weil der Mann als solcher da offensichtlich verherrlicht werde, oder wann habe die BetrachterIn zuletzt so einen Adonis beim Allkauf getroffen?

Ich wünschte, ich hätte mir das ausgedacht.

5. October 2010
Filed under: Allgemein, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 21:32

Einerseits ist es ja schön zu sehen, daß in diesem unseren Lande doch noch so richtig schön gerechter Volkszorn brodeln kann, ganz ohne vorher wie von einem gewissen Herrn Lenin prophezeit Bahnsteigkarten zu kaufen. Und noch schöner, daß sich dieser Volkszorn dann auch mal gegen was Unsinniges richtet. Auch daß die brutalen Methoden der natürlich völlig angemessen handelnden Polizei mal wieder ins breitere Bewußtsein kommen, weil sowas mal mitten in einem Regierungssitz passiert statt auf einem Acker im Wendland, ist sicher nicht verkehrt.

Andererseits aber müssen sich die Stuttgart-21-Gegner einen Vorwurf schon gefallen lassen, nämlich den des Zuspätkommens. Ich hab jetzt nicht recherchiert (alles andere würde regelmäßige Leser hier ja auch überraschen), aber ich las zuerst von Stuttgart 21 in einer Zeitschrift, die ich seit bald einem Jahrzehnt nicht mehr lese. Und wann gehen sie auf die Straße? Wenn die ersten Mauern des Empfangsgebäudes und die ersten Bäume fallen.

Das ist, wie sich das mit der Restaurierung doch noch mal zu überlegen, nachdem der Schrottgreifer ins Dach des Familienwagens eingeschlagen ist.

Klar, mangelnde Erfolgsaussichten machen den Protest jetzt nicht sinnlos. Es ist schon gut, wenn die da oben merken, daß es den Leuten eben nicht egal ist, was mit ihrer Stadt, ihrem Bahnhof und den paar Milliarden passiert, die das alles kostet. Aber deswegen glaube ich noch lange nicht daran, daß dieser Protest in Stuttgart noch was ändern wird. Oder kann.

Aber vielleicht ändert er ja in Zukunft was, beim nächsten gigantomanischen Bauprojekt.

Die Stadt, in der ich lebe, ist ja auch Opfer eines solchen. Hier wurde der Hauptbahnhof 1960 verlegt: von der Innenstadt an den, hm, ja, Stadtrand ist das nicht, Außenbezirk auch nicht, aber irgendwie doch ein bißchen ab vom Schuß. Und dazu wurden Schneisen in die Bausubstanz gehauen, wie es sonst nur die Bomberflotten im 2. Weltkrieg geschafft haben. Ich kannte Braunschweig vorher nicht, wie auch, aber ich glaube, wer es vorher kannte, hat es danach bald nicht mehr wiedererkannt. Und die Gegend um den Torso des alten Bahnhofs, heute Sitz der Landessparkasse (vormals Nord/LB), ist immer noch irgendwie ein bißchen verrucht, nach bald 50 Jahren ohne Bahnhof. Erstaunlich. Wo war ich? Achja … wiedererkannt.

Stuttgart kenne ich auch nicht. Insofern könnte es mir eigentlich egal sein.

Mich ärgert an dem ganzen Bohei eigentlich auch am meisten, daß das schöne Geld viel sinnvoller in einem Ausbau der Bahnlinien zu den Nordseehäfen versenkt wäre als im Untergrund von Stuttgart. Nicht, weil ich da näher dran wohne, sondern weil der absehbare Verkehrsinfarkt infolge dauernd zunehmenden Güterverkehrs von und zu den Häfen mehr als nur ein paar Autobahnen im Norden lahmzulegen imstande sein wird.

Und auch sonst fiele mir einiges ein, was man für ein paar Milliarden bei der Bahn Sinnvolleres machen könnte. Und wenn es nur menschenwürdige Bahnhofstoiletten wären …

In diesem Sinne grüßt
  Euer Dieter Schlabonski.

6. July 2010
Filed under: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 15:51

Man kennt es ja zur Genüge: da konsumiert ein Jugendlicher auf seinem Computer sogenannte “Killerspiele”, also meistens First-Person-Shooter. Und dann schnappt er sich ne Knarre, zieht los und schießt Leute tot. Und auch wenn das nur ein kleiner Bruchteil eines Millionstels aller “Killerspiel”-Konsumenten tut, geht danach jedesmal das Theater los: Waah, diese bösen bösen Killerspiele müssen endlich verboten werden, die verführen unsere Kinder zu Gewalttaten!

Ja. Vorgestern früh hat in Hannover jemand zwei Leute in den Kopf geschossen. Auch wegen eines Killerspiels: Fußball. Die Streithähne konnten sich nicht einigen, wie oft Italien bislang Weltmeister geworden ist. Also holt der (deutsche) Täter eigens seine Knarre, geht zurück in die Kneipe und schießt seine (italienischen) Kontrahenten über den Haufen. Einer davon ist tot, der andere arbeitet noch dran. Update: Mittlerweile hat er’s geschafft.

Wetten, daß das keine Sau in die Forderung umbauen wird, Fußball zu verbieten?

Und, nebenbei bemerkt: Mobiles Internet für alle kann auch Leben retten. Mich hat es eben gerade genau 38 Sekunden gekostet, festzustellen, daß die Italiener in diesem Streit recht hatten: Italien hat viermal die Weltmeisterschaft gewonnen, Deutschland nur dreimal. Schau mal einer kuck. In der Zeit hätte ich nicht mal dann meine Knarre holen können, wenn ich eine hätte.

Nachdenkliche Grüße,
    Euer Dieter Schlabonski.

27. June 2010
Filed under: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Denk mal, Umfragen — Dieter Schlabonski @ 22:53

Schätzt mal, wieviele der kleinen weißen Pillen unten links, verpackt in die ansich schon viel zu großen Folienumhüllungen unten mitte, in dieser Packung waren.

amoclav.jpg

Die Auflösung steht in den Kommentaren, zusammen mit den drei Beiträgen, die tatsächlich einen Tip abgaben.

3. June 2010
Filed under: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 15:11

Okay, es ist wohl an der Zeit, daß wir uns dran gewöhnen, daß auf Geheiß von BP pro Tag etwa sechshundert Tanklastzüge voll Rohöl in den Golf von Mexico blubbern. Ist ja auch gar nicht so schlimm, bis jetzt sind die Benzinpreise ja noch einigermaßen stabil geblieben.

Die tollen Versuche, den Kram zu verstopfen, haben jedenfalls nicht funktioniert. Was ja kaum überraschen dürfte. Und auch die jetzt im Gange befindliche Zudeckelungsaktion erfüllt mich nicht mit Optimismus — wenn die jetzt schon als Ziel ansagen, “zumindest einen Teil” der Pampe auffangen zu wollen …

Bleiben, nachdem man die Atombombe als Lösungsoption offenbar nicht ernstnimmt (warum eigentlich, würde doch prima ins Bild passen?), als Hoffnung also die sogenannten Entlastungsbohrungen. Die sind in Kanada übrigens Pflicht, wogegen BP denn auch eifrig angeht. Klar, geht ja auch ohne, wie man im Golf von Mexico gerade schön sieht. Da werden die bis August fertig, heißt es — okay, das ist eine Terminansage von BP, also rechnen wir mal lieber noch ein paar Monate drauf. Schließlich kommt ja jetzt auch die Hurrikan-Saison, da geht das eh alles ein bißchen langsamer. Dafür wird die Pampe aber weiter geweht.

Beruhigend, daß wenigstens die riesigen Ölblasen unter Wasser nicht existieren. Öl ist ja schließlich leichter als Wasser, das kann also gar nicht sein. Sagt zumindest Tony Hayward von BP: “Das Öl ist an der Oberfläche. Öl hat eine etwa halb so große Dichte wie Wasser. Es will wegen des Dichteunterschieds an die Oberfläche steigen.” Wollen kann es ja viel, wenn man es nicht läßt. Und genau deswegen ist es ja auch guter Brauch, Ölteppiche mit Chemikalien zu besprühen, damit sie sinken: Aus den Augen, aus dem Sinn. BP macht es nur noch etwas geschickter: die kippen das Zeug direkt am Bohrloch dazu, so daß das Öl gar nicht erst zur Oberfläche kommt. Was da unten vorgeht, sieht man ja nicht. Daß die Chemikalien giftig sind, versteht sich von selber. Daß die Firma, die sie herstellt, zumindest teilweise BP gehört, auch.

Und was trotzdem oben ankommt, muß man ja nicht gleich fotografieren oder filmen deswegen. Da sorgen dann schon die Freunde in den Behörden für und verbieten Journalisten den Zugang zur Küste oder den Flug über die Ölteppiche. Soll ja alles schön sauber bleiben, gell?

Nebenbei hat Telepolis dann noch angemerkt (ganz runter scrollen oder alles lesen!), daß zum Beispiel in Nigeria völlig routinemäßig ähnliche Ölmengen in die Umwelt entfleuchen, ohne daß sich die halbe Welt drum einen feuchten Furz schert. Logisch, sind ja auch keine Strände in God’s Own Country betroffen, wen schert schon das Nìgerdelta?

Naja. So hat wenigstens auch BP nach Esso/Exxon (erinnert Ihr Euch noch an die Exxon Valdez?) und Shell (Brent Spar, anyone?) seinen Öl-GAU, und wir wissen endgültig nicht mehr, wen wir nicht boykottieren sollen. Aral gehört zu BP, sei mal vorsichtig angemerkt.

Beschließen wir das ganze mit dem neuen BP-Logo und -Slogan:
bp.jpg

(Das Logo ist geklaut von Dump.com.)

30. May 2010
Filed under: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 23:07

Es gibt doch noch Affären, die zumindest so verlaufen, daß man als Beobachter sich nicht ständig vors Hirn schlagen muß ob soviel geballter Inkompetenz, Unbeholfenheit und Selbstsucht.

Jörg Tauss, früher SPD, seit letztem Jahr dann Piratenpartei, ist wegen Besitzes von Kinderpornos zu 15 Monaten Knast auf Bewährung verurteilt worden. Darüber gibt es nix weiter zu sagen — er leugnet, das aus persönlichem Interesse getan zu haben, und ob der Richter oder ich ihm das glauben oder nicht, tut nix zur Sache. Was ich an der Affäre so gut finde, ist das, was dann passiert ist.

Nämlich hat ihn erstmal die Piratenpartei nicht rausgeschmissen, sondern ihm eine Chance gegeben, die Sache zu regeln — bis das Urteil rechtskräftig ist (er könnte ja noch in Berufung oder Revision gehen). Und dann ist aber er aus der Partei ausgetreten, ausdrücklich um selbige vor Diskussionen über seine Person zu schützen: “Wir müssen an den Infoständen über unsere Inhalte diskutieren können und dürfen nicht durch eine ‘Tauss-Debatte’ gelähmt werden. Aus diesem Grunde erkläre ich meinen Austritt aus der Partei.” Respekt, Herr Tauss. Und Respekt auch den Piraten. So soll es laufen, wenn es schon mal schiefgelaufen ist. Keine Vorverurteilung, keine Sesselkleberei. Schön, daß es sowas noch gibt.

28. May 2010
Filed under: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 13:40

“Top Kill” nennen die BP-Manager ihre nach grade mal gut einem Monat überraschend schnell eingeleiteten Versuche, das Leck im Golf von Mexico zu schließen. Und man kuckt so auf die Live-Bilder und denkt sich: Schlimm, schlimm. Wird der Sprit bestimmt bald wieder teurer.

Die großen und ständig größerwerdenden Zahlen vermögen es hingegen kaum, Betroffenheit auszulösen. Wie auch? Wer kann sich denn auch 3,8 Millionen Liter vorstellen?

Schlabonski hilft.

Ein normaler Eisenbahn-Kesselwagen faßt so etwa 50.000 Liter (plus/minus ein paar 10.000, aber egal). Davon kann man mit 3,8 Mio Litern also immerhin sechsundsiebzig Stück vollschütten. Mit anderen Worten: Im Golf von Mexiko fließen zwei Güterzüge voll Öl ins Meer. Pro Tag. Oder anders gesagt: 152 Sattelzüge voll. Knapp alle zehn Minuten einer.

Und wenn das nicht bedrohlich genug klingt, bitte: statt der 3,8 Mio kann man, so man mag, auch 15 Mio einsetzen — das ist die höchste von mir bisher gefundene Schätzung. Das macht dann schon 300 Eisenbahnkesselwagen (oder rund 10 Güterzüge) bzw. 600 Sattelschlepper am Tag: einer alle 144 Sekunden.

Oder auch: etwa soviel Öl, wie Slowenien oder Zypern in derselben Zeit verbrauchen. Oder Hamburg.

Klingt schon ganz anders, oder?

20. May 2010
Filed under: Allgemein, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 03:28

Aus der Abteilung “Lebensweisheiten, die jeder kennt und ich nicht glauben wollte”, heute: Zeitarbeitsfirmen sind herzlose Ausbeuter. Aus dem Off in der Stimme Vicco von Bülows ein trockenes “Achwas”. Danke.

Was ist passiert? Nun, in meiner Eigenschaft als frischgebackener Zeitarbeitnehmer entlud ich einen Lastwagen, als plötzlich ein gar erschöcklich heftiger Schmerz meinen rechten Unterschenkel, und somit: mich, immobilisierte. Es ist schon erstaunlich, wie sehr man so ein Körperteil einfach als gegeben hinnimmt und erst, wenn es nicht mehr schmerzfrei seinen Job tut, bemerkt, wie oft man es doch braucht. Lieber Leser: Klopfe Deinem rechten Unterschenkel mal auf die sprichwörtliche Schulter und danke ihm für die gute Arbeit!

Naja. Am zweiten Arbeitstag läßt man, wenn es irgendwie geht, wegen sowas nicht gleich den Laster stehen, also bin ich die Schicht dann halt noch zuende gefahren. Viele (naja, gefühlt viele, tatsächlich vielleicht zwei) Kilometer Fußwegs im Volkswagenwerk Hannover und 12 Stunden später war dieses vollbracht, und ich sank in einen tiefen, traumlosen Schlaf.

Es folgten ein Arzt- und ein sicherheitshalber Krankenhausbesuch, mehrere Telefonate und eine Fahrt zur Zeitarbeitsfirma, den Krankmeldungswisch abgeben. Und was bekomme ich dort als Dank für die zur vollen Zufriedenheit des Kunden unter Schmerzen durchgezogene Schicht? Na was wohl: eine fristgerechte Kündigung.

Nein, die Frage, ob das so überhaupt rechtens sei, stellt sich mir eigentlich nicht. Denn wenn ich die eben schnell ergoogelten Websites richtig verstehe, habe ich bestenfalls Lohnfortzahlung über das Ende der Kündigungsfrist hinaus bis zum Ende der Krankheit zu erwarten. Das werden, so wie sich das derzeit anfühlt, ziemlich genau null Tage sein. Drauf geschissen also. Und ja, ich denke, daß das Methode hat: Auf Weiterbeschäftigung klagen würde ich auch bei guten Erfolgsaussichten schon deshalb nicht, weil ich bei so einem gar nicht beschäftigt sein will. Und ich denke, weil die das wissen, trauen die sich sowas.

Liebe Zeitarbeitsfirmen: Wenn Ihr so mit Euren Arbeitnehmern umgeht, braucht Ihr Euch nicht über Euer mieses Image zu wundern. Wer gute Leute beim ersten Problemchen rauswirft, kriegt irgendwann nur noch schlechte; und wer dann nur noch schlechte hat, kann die irgendwann auch seinen Kunden nicht mehr als gute verkaufen. Denkt mal drüber nach.

10. May 2010
Filed under: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Denk mal — Dieter Schlabonski @ 02:37

(Die Überschrift auf deutsch: in etwa “Nordrhein-Westfehlschlag”.)

Wie schon in England haben wir nun also auch in Nordrhein-Westfalen nach der Neuwahl ein Patt. Während das bei den Briten daran liegt, daß die sowas wie eine Koalition nicht kennen und außerdem ein völlig verkorkstes Wahlsystem haben, liegt es in NRW mal wieder daran, daß sich niemand traut, zusammen mit der Linkspartei zu regieren.

CDU und SPD gleichauf, Grün 23 Sitze, FDP 10, Linke 11 — und fertig ist der Deadlock. Ohne Linke hat weder Rotgrün noch Schwarzgelb ne Mehrheit, Ampeln egal welcher Kombination will keiner, was bleibt also? Große Koalition. Na toll.

Wie lange kann sich unser Land noch leisten, die Linken zu blockieren? Die Mehrheit hat klar für Rotrotgrün gestimmt. Wann begreifen die Politiker der “etablierten” Parteien, daß sie da nicht länger den Kopf in den Sand stecken können?

Schlabonskis Tip: Bald. Aber diesmal noch nicht.

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