Schlabonskis Welt
30. June 2017
Filed under: Allgemein, Denk mal, Gummibahn-Cargo — Dieter Schlabonski @ 11:33

Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /www/htdocs/hochst/wordpress/wp-includes/functions-formatting.php on line 76

Immer mal wieder, so auch gestern (Hinweis: ich verlinke hier absichtlich nicht auf die üblichen Verdächtigen mit den blutrünstigen Fotostrecken, wenn Ihr sowas wollt, googelt gefälligst selber), — wowarich?

Achja: immer mal wieder passieren Unfälle mit auf Verzögerungsstreifen oder Fahrspuren von Autobahnparkplätzen illegal abgestellten LKW, deren Fahrer bei dräuendem Fahrzeit-Ende keinen legalen Parkplatz mehr gefunden (oder gesucht) haben. Meistens sind das nur kleinere Rempler der Lastwagen untereinander beim Vorbeifahren, aber ab und zu schüsselt auch mal jemand dem im Weg parkierten Gefährt mit Schwung ins — oder im Falle von PKW: unters — Heck.

Gestern war das, soweit man es noch erkennen kann, ein silberner Vectra, in dem drei Personen zu Tode kamen und der Fahrer schwerverletzt überlebte. Das ist ohne Frage tragisch, aber nicht die Schuld der LKW-Fahrerin (die mit leichten Verletzungen davon kam). Denn wie in §3 StVO nachzulesen ist: man hat seine Geschwindigkeit so zu wählen, daß man jederzeit im überschaubaren Bereich anzuhalten vermag. It’s not just a good idea, it’s the fucking law, bitches.

Und nein: natürlich mach ich das auch nicht immer. Mit dem Lastwagen schon einigermaßen — die Landescheinwerfer moderner Fernlaster reichen schon was weiter als die meines räudigen französischen Mittelklasse-Youngtimers, und der Abstandsregler nebst Notbremsassistent ist auch nicht auf sichtbares Licht angewiesen –, aber mit dem PKW fahr ich natürlich nachts auf der Autobahn schneller als 80.

Aber doch nicht auf einem Parkplatz!

Wer in ein stehendes Hindernis hämmert, erst recht wenn es auch noch reflektierende Rückstrahler und (heutzutage meistens auch schon) Konturmarkierungen aufweist, dem ist, es tut mir leid, beim besten Willen nicht mehr zu helfen. Das ist dann nix weiter als Darwin in Action — schade um die anzunehmenderweise unschuldigen mitfahrenden Opfer, hoffentlich hat der Vollhonk am Steuer des Vectra (o.ä.) da wenigstens was draus gelernt.

Bemerkenswert auch: “Nach ersten Erkenntnissen soll der Mann auf der Autobahn zunächst einen Lkw überholt haben und dann auf den Parkplatz eingeschert sein.” Das klingt für mich nach einem dieser Schnell-noch-überholen-oh-da-ist-ja-schon-meine-Ausfahrt-Spinner, die uns ohnehin schon das Leben schwermachen. Probiert es mal aus: die letzten 500 oder auch 1000 Meter vor der Ausfahrt oder dem Parkplatz hinter einem LKW herzufahren tut gar nicht weh und dauert auch nicht so lange, wie man denkt!

Und nein, natürlich macht das das LKW-Parken auf Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen nicht besser. Das ist und bleibt gefährlicher Irrsinn — schließlich kann ja auch mal jemand auf der Autobahn ins Schleudern kommen oder nach rechts ausweichen müssen und dann in so einen Laster reinkacheln. Wenn der Reinkachelnde dann auch ein Laster ist, gibt das dann für den pennenden Fahrer u.U. auch kein böses, sondern gar kein Erwachen mehr. Dazu kommt, daß man zum Einfahren auf den Parkplatz mitunter schon auf der rechten Fahrspur stark verzögern muß, was natürlich erst recht saugefährlich ist für alle Beteiligten und auch die Unbeteiligten in der Nähe. Da ist etwas Fahrzeitüberschreitung sicherlich die bessere Wahl, wenn es nicht anders geht.

Aber den Schuh hat sich auch eher der Verkehrsminister anzuziehen, der ja letztlich dafür verantwortlich zu machen ist, daß der Parkplatzbau mit der Straßen-Güterverkehrs-Zunahme schon seit Jahrzehnten nicht mehr Schritt gehalten hat und auch jetzt, wo wieder ein wenig mehr gebaut wird, das Ausbautempo bei weitem nicht ausreicht.

Ich will die Kollegin, die da ihre Fuhre in die Schußlinie gestellt hat, nicht komplett absolvieren — natürlich ist das idiotisch, natürlich gehört und wird sowas bestraft. Aber in den Medien wird sie, wie immer bei dieser Art Unfall, als die nahezu Alleinschuldige dargestellt — und das, mit Verlaub, liebe Journalisten, ist absoluter Bullshit auf dem Niveau des ADAC, der noch in den 70er Jahren den Alleebäumen die Schuld an den vielen Landstraßen-Toten gab.

14. December 2016
Filed under: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Mit freundlichem Grinsen, Gummibahn-Cargo — Dieter Schlabonski @ 15:50

Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /www/htdocs/hochst/wordpress/wp-includes/functions-formatting.php on line 76

Es geht ja manchmal das Gerücht, ein gewisser, hier traditionell ungenannt bleibender norddeutscher Automobilkonzern mit zwei Buchstaben wolle ab demnächst nur noch Lastwagen der eigenen Konzernmarken auf seine Werksgelände lassen.

Ich halte das ja nach wie vor für Schwachsinn (denn so schnell, wie die von Speditionen, die andere Marken fahren, wegen Wettbewerbsverzerrung vor den Kadi gezerrt werden würden, kannste gar nicht kucken), aber in Emden hab ich neulich trotzdem eine pragmatische Lösung für dieses Problem gesehen (und eilig, aber deswegen leider nicht in überragender Qualität, auch fotografiert):

mactros.jpg

Der ideale Kompromiß: Damit käme man auch dann, wenn das Gerücht kein Schwachsinn wäre, aufs Werksgelände und trotzdem ohne Fehlermeldung von der Abgasreinigungsanlage auch wieder runter :-P

Mit freundlichem Grinsen aus dem noch ungetarnten Actros:
  Euer Dieter Schlabonski.

15. June 2016
Filed under: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Gummibahn-Cargo — Dieter Schlabonski @ 20:12

Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /www/htdocs/hochst/wordpress/wp-includes/functions-formatting.php on line 76

Was klingt wie ein Witz, ist leider eine wahre Geschichte. Kommt ein Fernfahrer ins Restaurant eines Autohofs, um 20:30 Uhr, kurz vorm Anpfiff eines im Restaurant live übertragenen Fußball-Europameisterschafts-Spiels. Und bekommt was gesagt?

“Die Küche hat schon geschlossen.”

Geht’s noch? (Nein, nicht ich, ich hab meinen Leberkäse mit Kartoffelstampf und Spiegelei und mein Maisel Pale Ale noch gekriegt.) Solche Öffnungszeiten wären irgendwo aufm Dorf vielleicht noch okay — obwohl, während der EM? –, aber auf nem Autohof? (Nein, ich sage nicht wo. ;-) )

10. June 2016
Filed under: Allgemein, Denk mal, Gummibahn-Cargo — Dieter Schlabonski @ 14:28

Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /www/htdocs/hochst/wordpress/wp-includes/functions-formatting.php on line 76

Mein Kollege Torsten Böhme hat in seinem Blog “Blick Ableiter” einen wie ich finde doch etwas heftig überspannten Bogen geschlagen von der Ausflaggung ganzer LKW-Flotten von Deutschland nach Osteuropa hin zu allgemeiner Demokratie-Kritik. Das Folgende sollte eigentlich dort ein Kommentar werden, wurde aber von der Blogsoftware abgewiesen — zu lang? Egal. Wird’s eben ein Blogpost hier. Uuuund schnipp!

Ich finde, Du hängst das hier ein bißchen hoch. Dem Normalbürger, und in der Folge dann auch dem ihn vertreten sollenden Politiker, ist doch scheißegal, wo der Laster, der seinen bayrischen Joghurt nach Niedersachsen karrt, angemeldet ist oder welche Sprache sein Fahrer spricht. Und zwar mit Recht.

Hinzu kommt, daß Du als Land halt nicht mal eben europäischer Exportmeister sein und dann den Nachbarn verbieten kannst, sich beim Transport ein paar Krümel des Kuchens zu holen. Mal ganz davon abgesehen, daß ohne die osteuropäischen Flotten vermutlich unsere Wirtschaft schnell kollabieren würde — nicht wegen der dann höheren Frachtpreise, sondern schlicht wegen Kapazitätsmangel.

Und zu guter Letzt: Der Bauherr darf selbstverständlich ein paar Tausender sparen mit der Malerkolonne aus Polen. Dem Landwirt bleibt gar nix anderes übrig, als litauische Erntehelfer zum Spargelstechen einzustellen, weil es schlicht kein deutscher Student oder Hartzer durchhielte, 12 Stunden am Tag in sengender Sonne gebückt übers Feld zu gehen. Warum sollte nun also der mittelständische Unternehmer nicht auch ein paar Euro sparen dürfen, indem er Waberer’s beauftragt statt Wandt? Das ist eben Marktwirtschaft. Muß man nicht gut finden, tu ich auch nicht immer, aber die Alternativen sind halt auch nicht überzeugend.

Aber Demokratie? Die hat damit m.E. nix zu tun. Oder weißt Du auch nur von einer Partei, ob und wenn ja was sie in ihrem Wahlprogramm zu ausgeflaggten LKW-Flotten stehen hat? Das Thema ist so klein, das ist schlicht egal. Allen nicht direkt Betroffenen. Also fast allen.

9. June 2016
Filed under: Allgemein, Geschichten, Gummibahn-Cargo — Dieter Schlabonski @ 20:00

Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /www/htdocs/hochst/wordpress/wp-includes/functions-formatting.php on line 76

Steh ich mal wieder in der landeshauptstäd…nein. Landeshauptdörflichen Filiale eines wie immer ungenannt bleibenden norddeutschen Automobilherstellers mit zwei Buchstaben und bekomme gesagt: Zwei Abladestellen. Sechsnzwanzich und Kämpa. Ich frage, mehr aus Frust denn aus echtem Interesse, warum dasselbe Zeug denn immer wieder je zur Hälfte auf zwei Abladestellen verteilt werden müsse. Und bekomme wie üblich keine brauchbare Antwort.

Nunja. Also auf nache Sechsnzwanzich hin. Das ist keine Halle im Werksgelände, sondern in dessen Nachbarschaft, und gehört einem auch nicht ganz unbekannten, aber ungenannt bleibenden Logistikkonzern, dessen Name sich auf “Henker” reimt. Da steh ich dann erstmal zweieinhalb Stunden an der Straße, dann nochmal knapp eine mit offenen Planen (beide Seiten, da Abladen von rechts) in der Halle, bis ein Stapler erscheint. Der pickt die zehn Behälter vom Auto, woraufhin sein Fahrer fragt: “Die sind alle für Kämpa, wo sind denn meine zehn?” Deine zehn? Ich hab nur die zehn.

Stellt sich raus: Meine auftraggebende Spedition hat Mist gebaut und mir einen überzähligen Frachtbrief mitgegeben (was in einem Packen von Telefonbuchstärke nicht weiter auffallen muß). Zur Sechsnzwanzich hätt ich gar nicht hingemußt. Schöne Scheiße.

Lustigerweise wendet sich aber alles zum Guten: der Lagerist der Sechsnzwanzich nimmt die eh schon abgeladenen Behälter an, “bei Kämpa is jetz eh keiner mehr”, und ich bin wider Erwarten schon fertig bei diesem Kunden.

Naja. Sobald ich aus der Halle raus bin, denn zwei Entladeboxen vor der meinen sortiert der Staplerfahrer in aller Ruhe seine Behälter — einer für mich, drei für die anderen, zwei wieder für mich –, und zwar mitten auf der Fahrbahn. Aber das kann mich jetzt auch nicht mehr erschüttern.

Resultat: Mal wieder kein Standgeld, diesmal wegen Sechsnzwanzich nicht avisiert. Macht nix. Trifft ja diesmal die richtigen: die, die es auch verbockt haben. Und, ach ja, 2 h zu spät beim nächsten Kunden (und auch da, logisch, kein Standgeld deswegen).

Nie war mir das egaler als heute.

7. June 2016
Filed under: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Gummibahn-Cargo — Dieter Schlabonski @ 17:11

Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /www/htdocs/hochst/wordpress/wp-includes/functions-formatting.php on line 76

Beginnen wir diesen Rant mal wieder mit einem Blick in die Straßenverkehrsordnung. Das ist übrigens, seinem mitunter etwas trockenen Ton zum Trotze, ein stellenweise wirklich spannendes Werk. Was da alles drinsteht und trotzdem kaum einer weiß, erstaunlich. In §7 Absatz 4 zum Beispiel steht:

Ist auf Straßen mit mehreren Fahrstreifen für eine Richtung das durchgehende Befahren eines Fahrstreifens nicht möglich oder endet ein Fahrstreifen, ist den am Weiterfahren gehinderten Fahrzeugen der Übergang auf den benachbarten Fahrstreifen in der Weise zu ermöglichen, dass sich diese Fahrzeuge unmittelbar vor Beginn der Verengung jeweils im Wechsel nach einem auf dem durchgehenden Fahrstreifen fahrenden Fahrzeug einordnen können (Reißverschlussverfahren).

Ich hab da mal die entscheidenden fünf Wörter markiert für alle diejenigen, die schon hunderte von Metern vorher, der Verengung nur auf den sie ankündigenden Schildern gewahr geworden, sie aber noch nicht mal am Horizont erspähen könnend, bereits auf die durchgehende Spur zu wechseln sich genötigt fühlen (und dabei die, die schon auf jener sind, nötigen, sie reinzulassen).

Leute: Ihr schadet damit allen außer denen, die auf der endenden Spur hinter Euch waren. Ihr selber braucht länger bis zur Engstelle (weil davor ja noch die regelgetreu Fahrenden einscheren dürfen), vor allem aber brauchen die, die auf der durchgehenden Spur nun hinter Euch sind, länger — und auch nochmal länger als Ihr selber, denn nach den Buchstaben der StVO muß ja jeder einen reinlassen: Ihr, und der hinter Euch auch.

Multipliziert mit sagenwirmal 50 Frühwechslern pro solch Stau ist das schon richtig Lebenszeit.

Aus der Kabine meines Sattelschleppers heraus ist das natürlich noch viel frustrierender als für Euch, denn ich kann viel weiter kucken und sehe deswegen auch viel mehr Frühwechsler in Aktion. Und wegen LKW-Überholverbot hab ich nicht mal die Wahl, stattdessen auf der linken Spur zu sein (die es ja zumeist ist, die da endet).

Aber was red ich. Über die Frühwechselitis haben sich schon Generationen von Motorjournalisten die Finger wund getippt. Deswegen nur eine Bitte: Wenn Ihr Euch schon vor mir reindrängelt, dann wenigstens mit Blinker und ein paar Alibimetern Abstand, ja? Ich kann Euch sonst kaum sehen, und das führt entweder (wenn ich’s doch grad noch so kann) zu Notbremsung und einem kräftigen BLAAAAAARG aus der Drucklufttröte oder (wenn nicht) zu einem unangenehmen Blechschaden. Und nein, “da war doch mindestens ein halber Meter Platz” zählt nicht: von hier oben kann man das in der einen Schrecksekunde nicht unterscheiden.

Aber ernsthaft: Lest mal StVO. Es lohnt sich.

Ihr Pappnasen.

9. April 2016
Filed under: Allgemein, Umfragen, Gummibahn-Cargo — Dieter Schlabonski @ 17:18

Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /www/htdocs/hochst/wordpress/wp-includes/functions-formatting.php on line 76

… finden merkbefreite Autler mitunter sowas unterm Scheibenwischer:

geparkteauflieger.jpg

… statt der weitaus angemesseren Beschimpfungen. Und nun überleg ich, ob ich das mal vernünftig zeichnen und immer ein paar Kopien davon in der Mappe vorrätig halten sollte.

Was meint Ihr: Wenn Ihr so nen Zettel unterm Scheibenwischer fändet, würde er was bewirken?

5. March 2016
Filed under: Allgemein, Gummibahn-Cargo, Gut gemeint — Dieter Schlabonski @ 16:33

Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /www/htdocs/hochst/wordpress/wp-includes/functions-formatting.php on line 76

Seit neuestem, so verfügte mein Chef, sollen wir nur noch bei Hoyer tanken. Das sind meistens Automatentankstellen in irgendwelchen Industriegebieten, kosten also Zeit und Umwege, aber okay, wenn es sich rechnet … “Daheim” hat man dann ja auch “seine” Hoyer-Tanke und hat also auch kein Problem. Unterwegs hingegen …

Das Raussuchen von Hoyer-Tanken aus bedrucktem Papier nach Postleitzahl und Ortsname ist schon ein bißchen blöd, also dachte ich mir, hey, wofür gibts die moderne Technik? Und richtig, auf Hoyers Website gibt es einen Link “Tankstellen-Finder”. Ein Klick darauf fördert eine Seite zutage, auf der ein Link zum neuen Tankstellen-Finder ist. Der vermag nach Rückfrage, ob er das darf, sogar, mich mit Googles Hilfe zu orten. Routen oder gar Tankstellen findet er allerdings keine.

Naja, okay, aber ne Suchfunktion gibts da doch wohl? Nein. Doch. Hatte ich nur nicht gefunden. Nur das papierne Tankstellenverzeichnis — nee, nicht als CSV zum Download, nicht mal als PDF, sondern nur als Online-Blätterkatalog. Grummel.

Letzte Möglichkeit: Download des Verzeichnisses als POI fürs Navi. Nachdem dann vom Navihersteller auch die POI-Ladesoftware gesaugt ist und das Navi mit dem zweiten getesteten USB-Kabel dann auch schon mit dem Rechner spricht, flutschen die Hoyer-Tankstellen auch flott ins Gerät, und ich kann mit dessen Funktionen eine suchen, die relativ nah an meiner Route liegt — 8 km Umweg, das ist ja verkraftbar.

Ja. Und dann steh ich hiervor:

hoyer.jpg

Warum, bitte, hat eine Automaten-Tankstelle Öffnungszeiten?! Und nein, die stehen auch bei der nun gefundenen Tankstellen-Suche auf der Hoyer-Seite nicht in der Übersicht.

Bei der nächsten gefundenen dann also doch wieder erstmal Öffnungszeiten googeln. Die bedingt allerdings schon 30 km Umweg — sonderlich dicht ist das Hoyer-Tankstellennetz anscheinend nicht. Und so beschließe ich dann, lieber 30 Liter bei einer normalen Autobahntanke zu tanken (wir haben ja auch noch eine DKV-Tankkarte, “für Notfälle” und zum Beispiel auch zum Maut-Bezahlen in Benelux und so), denn ich denke mir, 30 zu teuer getankte Liter sind sicher billiger als 10 sinnlos verfahrene zzgl. Maut und sonstiger Betriebskosten.

Trotzdem: Grmbl. Kundenfreundlich ist echt ein bißchen anders. Und das bleibt trotz dieser späteren Ergänzungen mein Fazit.

Nachtrag: Mittlerweile haben wir aber auch den Hoyer-Straßenatlas. Damit geht das Raussuchen der passenden Tanke etwa so, wie ich es von den Online-Möglichkeiten erwartet hätte: man kuckt entlang der zu fahrenden Strecke nach Hoyer-Symbolen, schlägt die an diesen vermerkte Nummer im Tabellenteil nach und entscheidet, ob die so gefundene Tanke tauglich ist. Und ja — zumindest sind dort rund um die Uhr geöffnete Tankstellen gekennzeichnet. Weiterer Pluspunkt: ein Foto jeder Tanke ist auch dabei. So kann man dann irgendwelche räudigen Ein-Zapfsäulen-Anlagen rechtzeitig erkennen und vermeiden, denn wenn da dann zwei Kollegen warten und einer tankt, ist ganz schnell ne Stunde rum, bis man dran ist — und dann darf man noch nach dem Befüllen des einen Tanks wenden, um an den anderen ranzukommen mit dem Zapfrüssel. Muß man nicht haben … Neues Fazit also: Es geht mit dem Papier akzeptabel gut, aber die Website und auch die POIs fürs Navi sind absolut lachhaft.

25. February 2016
Filed under: Allgemein, Denk mal, Gummibahn-Cargo — Dieter Schlabonski @ 14:45

Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /www/htdocs/hochst/wordpress/wp-includes/functions-formatting.php on line 76

Normalerweise würde man ja annehmen, daß es keinen Unterschied macht, wie lange man eine Pause (Lenkzeitunterbrechung) macht, solange deren Mindestlänge erreicht ist. Es gibt aber eine Konstellation, bei der eine versehentlich zu lange Pause dazu führt, daß auch die nächste Pause länger werden muß, als sie sonst sein müßte. Und das geht so:

Nehmen wir mal an, die Tour dauert insgesamt 7 Stunden Fahrzeit. Da müssen wir unterwegs mindestens 45 Minuten Pause machen, und zwar spätestens nach 4,5 Stunden Fahrzeit (und idealerweise aber auch frühestens nach 2,5 Stunden, damit wir in den verbleibenden 4,5 Stunden ohne weitere Pause bis ans Ziel kommen). Entsprechend ist die Tour kalkuliert: 7 Stunden + 45 Minuten Pause + 30 Minuten für Eventualitäten, also achteinviertel Stunden.

Leider fallen uns aber schon nach 1,5 Stunden die Äuglein immer wieder zu: Ein Powernap ist angesagt! Ist ja kein Problem: die vorgeschriebenen mindestens 45 Minuten Pause darf man ja aufteilen in einmal mindestens 15 und einmal mindestens 30 Minuten. Leider auch nur genau in dieser Reihenfolge. 15 sind ein bißchen knapp, also machen wir mal 30 Minuten Powernap-Pause, die verschwendete Viertelstunde ist ja immer irgendwie drin (und auch in den 30 Minuten für Eventualitäten), und ein Laster im Graben kommt ja noch viel später an.

Leider schaffen wir es aber, im Halbschlaf zweimal die Schlummertaste zu betätigen, und so hat unser Powernap nun doch 50 Minuten gedauert. Das Problem ist jetzt: das war eine vollständige Lenkzeitunterbrechung nach Vorschrift. Das heißt, sie gilt nicht mehr als “die ersten mindestens 15 Minuten”, und wir müssen im weiteren Verlauf nochmal volle 45 Minuten Pause machen. Als Ausgleich, weil wir so lange Pause gemacht haben. Statt geplanter 15 und tatsächlicher 35 Minuten “zuviel Pause”, beides noch kein Drama, ergibt das in Summe also schon 50 Minuten, die die Tour länger gedauert hat als nötig — und die lassen sich nicht mehr ohne weiteres “weglügen”, 20 Minuten Verspätung können schon richtig wehtun am Ziel.

Wohlgemerkt: es ist zumindest in meinem Job nicht die Regel, daß es wirklich auf die paar Minuten mehr oder weniger ankommt. Aber mitunter passiert es schon, und dann ist eine Vorschrift, die zuviel Pause mit noch mehr Pause vergilt, manchmal schon ein bißchen nervig. Und klar, so Stoß auf knapp wie hier im Beispiel sind die Touren normal auch nicht geplant. Trotzdem: ich habe es schon erlebt, daß es wegen dieses Effekts dann nicht mehr gereicht hat.

21. November 2015
Filed under: Allgemein, Gummibahn-Cargo, Gut gemeint — Dieter Schlabonski @ 20:20

Deprecated: preg_replace(): The /e modifier is deprecated, use preg_replace_callback instead in /www/htdocs/hochst/wordpress/wp-includes/functions-formatting.php on line 76

Ich habe ein LKW-Navi von Garmin. Nein, kein “nüvi”, sondern ein kaum weniger debil benamstes “dezl”. Aber es tut seinen Job. Meistens ganz gut.

Okay, wenn es eine Stau-Umleitung berechnet, dann vergißt es dabei grundsätzlich, was es beim Berechnen der Route selbst noch wußte, und schickt einen gnadenlos durch LKW-Durchfahrverbote, unter zu niedrige Brücken oder über zu leicht gebaute. Aber mit ein wenig Erfahrung lernt man abzuschätzen, ob sowas auf der gerade berechneten Umleitung dräut, und diese fallweise zu ignorieren oder zu variieren.

Sonst habe ich eigentlich nicht viel zu meckern — bis auf die absolut sinnlose Benennung von Autobahnkreuzen. Statt sowas zu sagen wie “am Hermsdorfer Kreuz abfahren auf die A4 Richtung Dresden”, zerlegt es das Manöver in mehrere Einzelschritte: Rechts halten auf Ausfahrt zur A4. Links halten auf A4 (auf der man noch gar nicht ist — damit war gemeint: nicht gleich die erste Ausfahrt Richtung Erfurt nehmen). Rechts halten auf Ausfahrt zur A4 (das ist jetzt die Rampe Richtung Dresden). Und nochmal links halten auf A4 (von der Beschleunigungsspur einfädeln).

Das ist bei einem klassischen Kleeblatt noch einigermaßen durchschaubar, aber es gibt ja auch deutlich verworrenere Autobahnkreuze auf der Welt. Und da kommt es mitunter halt vor, daß man direkt nach der Ausfahrrampe sich entscheiden muß: links oder rechts, Richtung Duisburg oder doch Richtung Mönchengladbach? Was weiß ich, ich soll nach Moers, gefühlt bin ich mitten in Duisburg, woher soll ich wissen in welche Richtung ich muß, das ist doch der Job des Navis. Ich habe noch 1,5 Sekunden zum Entscheiden. Und Frau Garmin sagt langsam und deutlich: “In eighty meters, keep right” — also doch! Blinker, Spiegel, hoffentlich ist da noch keiner.

Das wäre ja alles kein Problem, wenn man denn auf dem Bildschirm anzeigte, in welche Richtung denn so allgemein zu fahren sei. Da steht dann aber nicht “Richtung Duisburg” oder “Richtung Mönchengladbach”, sondern bei der ersten Hier-bitte-abfahren-Meldung nur die Richtung, die als erste auf den Schildern steht. Oder beide. Oder sonstwas.

Schönes Beispiel für “sonstwas”:

oderhannover.jpg

“Exit 2: A2 (Oder/Hannover)”. Oder an der Hannover? Hannover an der Oder? Oder nach Oder? Oder Hannover? Oder … was?

Auf dem Schild stehen, im Foto etwas schlecht zu lesen, fünf Wörter: Hannover, Braunschweig, Frankfurt/Oder, Berlin. Anscheinend hat man davon zwei zufällig ausgewählt. Wenn die richtige Richtung dabei ist, ist das Zufall. Im Beispiel ist sie es nicht wirklich: Richtung Berlin wär’s gewesen. Oder Frankfurt/Oder. Oder eben “Oder”, die fließt ja auch eher dahinten rechts.

Klar, als dritte Möglichkeit neben zu späten Ansagen und zufälligen Anzeigetexten bleibt noch die Karte. Aber bei den verworrenen Autobahnkreuzen funktioniert auch das nicht immer.

So bleibt wohl nur der gelegentliche Umweg in die falsche Richtung bis zur nächsten wendegeeigneten Ausfahrt. Oder?

Next Page »