Schlabonskis Welt
14. March 2017
Filed under: Allgemein, Gut gemeint — Dieter Schlabonski @ 16:45

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Nett, daß sie da ein “+” reingraviert haben als kleine Hilfe gegen die Verpolung, aber irgendwie bleiben da doch Fragen offen.

5. March 2016
Filed under: Allgemein, Gummibahn-Cargo, Gut gemeint — Dieter Schlabonski @ 16:33

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Seit neuestem, so verfügte mein Chef, sollen wir nur noch bei Hoyer tanken. Das sind meistens Automatentankstellen in irgendwelchen Industriegebieten, kosten also Zeit und Umwege, aber okay, wenn es sich rechnet … “Daheim” hat man dann ja auch “seine” Hoyer-Tanke und hat also auch kein Problem. Unterwegs hingegen …

Das Raussuchen von Hoyer-Tanken aus bedrucktem Papier nach Postleitzahl und Ortsname ist schon ein bißchen blöd, also dachte ich mir, hey, wofür gibts die moderne Technik? Und richtig, auf Hoyers Website gibt es einen Link “Tankstellen-Finder”. Ein Klick darauf fördert eine Seite zutage, auf der ein Link zum neuen Tankstellen-Finder ist. Der vermag nach Rückfrage, ob er das darf, sogar, mich mit Googles Hilfe zu orten. Routen oder gar Tankstellen findet er allerdings keine.

Naja, okay, aber ne Suchfunktion gibts da doch wohl? Nein. Doch. Hatte ich nur nicht gefunden. Nur das papierne Tankstellenverzeichnis — nee, nicht als CSV zum Download, nicht mal als PDF, sondern nur als Online-Blätterkatalog. Grummel.

Letzte Möglichkeit: Download des Verzeichnisses als POI fürs Navi. Nachdem dann vom Navihersteller auch die POI-Ladesoftware gesaugt ist und das Navi mit dem zweiten getesteten USB-Kabel dann auch schon mit dem Rechner spricht, flutschen die Hoyer-Tankstellen auch flott ins Gerät, und ich kann mit dessen Funktionen eine suchen, die relativ nah an meiner Route liegt — 8 km Umweg, das ist ja verkraftbar.

Ja. Und dann steh ich hiervor:

hoyer.jpg

Warum, bitte, hat eine Automaten-Tankstelle Öffnungszeiten?! Und nein, die stehen auch bei der nun gefundenen Tankstellen-Suche auf der Hoyer-Seite nicht in der Übersicht.

Bei der nächsten gefundenen dann also doch wieder erstmal Öffnungszeiten googeln. Die bedingt allerdings schon 30 km Umweg — sonderlich dicht ist das Hoyer-Tankstellennetz anscheinend nicht. Und so beschließe ich dann, lieber 30 Liter bei einer normalen Autobahntanke zu tanken (wir haben ja auch noch eine DKV-Tankkarte, “für Notfälle” und zum Beispiel auch zum Maut-Bezahlen in Benelux und so), denn ich denke mir, 30 zu teuer getankte Liter sind sicher billiger als 10 sinnlos verfahrene zzgl. Maut und sonstiger Betriebskosten.

Trotzdem: Grmbl. Kundenfreundlich ist echt ein bißchen anders. Und das bleibt trotz dieser späteren Ergänzungen mein Fazit.

Nachtrag: Mittlerweile haben wir aber auch den Hoyer-Straßenatlas. Damit geht das Raussuchen der passenden Tanke etwa so, wie ich es von den Online-Möglichkeiten erwartet hätte: man kuckt entlang der zu fahrenden Strecke nach Hoyer-Symbolen, schlägt die an diesen vermerkte Nummer im Tabellenteil nach und entscheidet, ob die so gefundene Tanke tauglich ist. Und ja — zumindest sind dort rund um die Uhr geöffnete Tankstellen gekennzeichnet. Weiterer Pluspunkt: ein Foto jeder Tanke ist auch dabei. So kann man dann irgendwelche räudigen Ein-Zapfsäulen-Anlagen rechtzeitig erkennen und vermeiden, denn wenn da dann zwei Kollegen warten und einer tankt, ist ganz schnell ne Stunde rum, bis man dran ist — und dann darf man noch nach dem Befüllen des einen Tanks wenden, um an den anderen ranzukommen mit dem Zapfrüssel. Muß man nicht haben … Neues Fazit also: Es geht mit dem Papier akzeptabel gut, aber die Website und auch die POIs fürs Navi sind absolut lachhaft.

21. November 2015
Filed under: Allgemein, Gummibahn-Cargo, Gut gemeint — Dieter Schlabonski @ 20:20

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Ich habe ein LKW-Navi von Garmin. Nein, kein “nüvi”, sondern ein kaum weniger debil benamstes “dezl”. Aber es tut seinen Job. Meistens ganz gut.

Okay, wenn es eine Stau-Umleitung berechnet, dann vergißt es dabei grundsätzlich, was es beim Berechnen der Route selbst noch wußte, und schickt einen gnadenlos durch LKW-Durchfahrverbote, unter zu niedrige Brücken oder über zu leicht gebaute. Aber mit ein wenig Erfahrung lernt man abzuschätzen, ob sowas auf der gerade berechneten Umleitung dräut, und diese fallweise zu ignorieren oder zu variieren.

Sonst habe ich eigentlich nicht viel zu meckern — bis auf die absolut sinnlose Benennung von Autobahnkreuzen. Statt sowas zu sagen wie “am Hermsdorfer Kreuz abfahren auf die A4 Richtung Dresden”, zerlegt es das Manöver in mehrere Einzelschritte: Rechts halten auf Ausfahrt zur A4. Links halten auf A4 (auf der man noch gar nicht ist — damit war gemeint: nicht gleich die erste Ausfahrt Richtung Erfurt nehmen). Rechts halten auf Ausfahrt zur A4 (das ist jetzt die Rampe Richtung Dresden). Und nochmal links halten auf A4 (von der Beschleunigungsspur einfädeln).

Das ist bei einem klassischen Kleeblatt noch einigermaßen durchschaubar, aber es gibt ja auch deutlich verworrenere Autobahnkreuze auf der Welt. Und da kommt es mitunter halt vor, daß man direkt nach der Ausfahrrampe sich entscheiden muß: links oder rechts, Richtung Duisburg oder doch Richtung Mönchengladbach? Was weiß ich, ich soll nach Moers, gefühlt bin ich mitten in Duisburg, woher soll ich wissen in welche Richtung ich muß, das ist doch der Job des Navis. Ich habe noch 1,5 Sekunden zum Entscheiden. Und Frau Garmin sagt langsam und deutlich: “In eighty meters, keep right” — also doch! Blinker, Spiegel, hoffentlich ist da noch keiner.

Das wäre ja alles kein Problem, wenn man denn auf dem Bildschirm anzeigte, in welche Richtung denn so allgemein zu fahren sei. Da steht dann aber nicht “Richtung Duisburg” oder “Richtung Mönchengladbach”, sondern bei der ersten Hier-bitte-abfahren-Meldung nur die Richtung, die als erste auf den Schildern steht. Oder beide. Oder sonstwas.

Schönes Beispiel für “sonstwas”:

oderhannover.jpg

“Exit 2: A2 (Oder/Hannover)”. Oder an der Hannover? Hannover an der Oder? Oder nach Oder? Oder Hannover? Oder … was?

Auf dem Schild stehen, im Foto etwas schlecht zu lesen, fünf Wörter: Hannover, Braunschweig, Frankfurt/Oder, Berlin. Anscheinend hat man davon zwei zufällig ausgewählt. Wenn die richtige Richtung dabei ist, ist das Zufall. Im Beispiel ist sie es nicht wirklich: Richtung Berlin wär’s gewesen. Oder Frankfurt/Oder. Oder eben “Oder”, die fließt ja auch eher dahinten rechts.

Klar, als dritte Möglichkeit neben zu späten Ansagen und zufälligen Anzeigetexten bleibt noch die Karte. Aber bei den verworrenen Autobahnkreuzen funktioniert auch das nicht immer.

So bleibt wohl nur der gelegentliche Umweg in die falsche Richtung bis zur nächsten wendegeeigneten Ausfahrt. Oder?

20. July 2015
Filed under: Allgemein, Mit freundlichem Grinsen, Gut gemeint — Dieter Schlabonski @ 10:19

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Früher war … nein, nicht alles besser. Aber vieles einfacher. Mercedes-Modellbezeichnungen zum Beispiel. Die Autos hießen mit Nachnamen S, wenn sie der Luxusklasse angehörten, T, wenn sie Kombis waren, C die Coupés und Cabrios, G die Geländewagen, D mit Diesel- und E mit Einspritzmotor, L mit langem Radstand, und als einzige Besonderheit mußte man sich merken, daß der SL keine lange S-Klasse war, denn die hieß SEL, sondern ein “Roadster”, was mercedessch war für “zweisitziges Luxus-Cabrio”. Davor noch der Hubraum in Centiliter, fertig.

Dann kam der “Baby-Benz”, der (gar nicht so) kleine Mercedes unterhalb der Mittelklasse, die auch damals schon eher eine obere war. Den K zu nennen haben sie sich nicht getraut, C war schon vergeben, also hieß er 190, obwohl er vieles hatte, nur keine 1,9-Liter-Motoren.

Daß das mit der absehbar zunehmenden Modellvielfalt neu, anders und logisch werden mußte, war klar. Also kam nun der Buchstabe vor die Centiliter: C für die kleine, E für die mittlere und S für die große Baureihe. Dazu SL und G wie gehabt. Bald folgte der Kompaktwagen-bis-Microvan namens A. Alles prima.

Und dann ging es wieder los mit der Verwirrung. Das S-Coupé hieß warum auch immer CL, der kleine Blechdachroadster SLK (gut, kleiner SL, meinetwegen), das klein-bis-mittlere Coupé CLK (kleiner CL, okay), dessen Cabrio auch. Das erste SUV sollte eigentlich M heißen, aber BMW protestierte wegen Verwechselungsgefahr, also wurde ML draus — und das große SUV hieß GL. Das kleine, das dann irgendwann kam, wurde zum GLK, obwohl es mit dem GL nun so gar nix zu tun hatte, sondern eher auf der C-Klasse basierte, und die neue A-Klasse war nun kein Microvan mehr war, sondern eher so ne Art Golf, und der Microvan hieß nun B. Da hätte ich ja stattdessen ELK gut gefunden als kleine Reminiszenz an die Tiere, vor denen sein Vorgänger so viel Angst hatte ;-) Unterdessen kam dann noch ein Schrägheck-Coupé vom C dazu und hieß CLC, und ein viertüriges vom E namens CLS, und ein Supersportwagen namens SLR (R wie Racing?), und ein großer Crossover namens R (okay, wohl eher nicht R wie Racing). Schon länger gab es den Kleinbus namens V, und vom neuen A kam dann auch noch so eine Art SUV namens GLA und ein Viertürer-Coupé namens CLA, und bestimmt hab ich noch ein paar vergessen, und irgendwann blickte keiner mehr durch, und man beschloß neulich, das mal wieder alles neu, anders und logisch zu machen.

Also heißen nun alle Coupés und Cabrios so wie die Klasse, zu der sie gehören: C, E oder S. Wobei das E-Coupé auf der C-Klasse basiert, das C-Coupé aber auch. Viertürige Coupés und die darauf basierenden fünftürigen Shooting Brakes bekommen die Buchstaben “CL” vorangestellt: CLA und CLS, welcher aber zur E-Klasse gehört. Logisch. Äh. Egal. SUVs bekommen jedenfalls ein vorangestelltes GL: GLA, GLC (ex GLK), GLE (ex ML) und GLS (ex GL). Vom GLE gibt’s übrigens jetzt auch ein gleichnamiges Coupé, obwohl es vier Türen hat, bzw. fünf, aber ein Shooting Brake ist es auch nicht direkt, und CLGLE klingt ja auch doof. Und die “Roadster” bekommen ein SL: SLC (ex SLK) und … SL (ex SL). Nicht SLS oder SLE? Nö. Wäre ja logisch. Obwohl, irgendwo gab es irgendwann doch auch mal einen SLS, oder nicht? Der Nachfolger des SLR heißt jedenfalls GT. Und irgendwie verheddere ich mich da schon wieder in den Ausnahmen. Bestimmt machen die bald mal wieder alles neu, anders und logisch.

Nur der G steht wie ein Fels in der Brandung und trotzt allen Versuchen der Umbenennung oder Produktionseinstellung. Schön, daß es sowas noch gibt.

8. July 2015
Filed under: Allgemein, Denk mal, Gummibahn-Cargo, Gut gemeint — Dieter Schlabonski @ 21:10

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Sie bauen eine neue Autobahnraststätte in Salzgitter, gar nicht so weit weg von da, wo ich wohne. Und, interessanter wohl, direkt neben dem Förderturm des als irgendwie vielleicht doch nicht mehr werdendes Atommüllendlager republikweit bekannten Schacht Konrad. (Ich habe absichtlich nicht “des … Schachtes Konrad” geschrieben, weil ich “Schacht Konrad” für einen feststehenden Begriff halte.)

Also wirklich, genau direkt daneben. Kuckstu:

konrad-karte.jpg
Quelle (PDF, 851 kB)

Und wie nennen sie nun ihre neue Raststätte? “Schacht Konrad”? Was eingängig gewesen wäre wie sonstwas, wo jeder den Begriff schon dutzendemale in den Nachrichten gehört hat? Und ein Name mit Geschichte und Geschichten drumrum?

Aber nein. Das Ding soll “Salzgitterhüttenblick” heißen. Dabei sieht man die Salzgitterhütte von da kaum — der Förderturm vom Schacht Konrad ist im Weg. ;-)

Salzgitterhüttenblick ist aber auch sonst ein Scheißname. Erstens sperrig schon für Muttersprachler — und jetzt stelle man sich mal einen Franzosen, Ungarn oder Weißrussen vor, der versucht, am Telefon mit dem Pannendienst diesen Namen auszusprechen –, zweitens unverständlich selbst für manche Muttersprachler — denn das Wort “Hütte” ist nicht so universell mit Bergbau verbunden in den Köpfen. Und drittens halt einfach häßlich.

Wenn der Name das einzige Problem mit dieser geplanten Raststätte wäre, könnt man ja noch drüber hinwegsehen. Ist er aber nicht. Kucken wir mal etwas genauer hin:

konrad-plan.jpg
Quelle (PDF, 2069 kB)

Wir erkennen: ein Rasthof wie alle anderen. Meine Hauptkritikpunkte:

  • Die eine Reihe LKW steht mal wieder mit dem Führerhaus wenige Meter neben der Autobahn. Für einen erholsamen Schlaf.
  • Man muß sich als LKW-Fahrer schon bei der Einfahrt entscheiden: Welches Schweinderl, äh, welche Spur hätten’s denn gern — die für normale Laster oder, vermutlich illegalerweise da durchfahrtverboten, die für den Schwerlastverkehr? Warum sollte man als normaler Laster in letztere wollen? Naja, weil die paar Plätze spätestens um 17.00 Uhr so vollgestellt sein werden, daß die Kollegen längs dahinter in der Fahrspur parken — und damit ungewollt auch seither freigewordene Lücken zuparken (ich hatte das hier schon mal ausführlicher thematisiert). Von der Ausfahrt-Fahrspur kann man dann, wenn man es kann, rückwärts in diese zugeparkten freien Lücken fahren. Wenn man sich denn dazu entschieden hat, bevor man wußte, ob es nötig sein würde.
  • In die Ausfahrt-Spur der anderen LKW-Parkplatzreihe kommt man gleich gar nicht.
  • Und der Gipfel des Luxus, nämlich die Möglichkeit, einmal um den LKW-Parkplatz herumzufahren und sein Glück erneut zu versuchen, wie es ja einige wenige Rastanlagen mittlerweile erfreulicherweise bieten, bleibt einem hier auch versagt. Nicht aber den PKW-Fahrern, die können da stundenlang kreiseln, wenn sie wollen. Nicht daß sie es bräuchten.
  • 47 LKW-Parkplätze je Richtung sind aber eh ein schlechter Witz. Schrieb ich oben 17.00 Uhr? Ich meinte 14.30. Bestenfalls. (Zugegebenermaßen steht auf den Baustellenschildern allerdings eine höhere Zahl. Anscheinend plant man um, ich konnte dazu aber nichts ergoogeln.)

Astreine Mistplanung also. Passend zum Scheißnamen. Ernsthaft: haben Raststättenplaner nix dazugelernt seit den 60er Jahren? Anscheinend: “Die Rastanlage wird gemäß den Richtlinien für Rastanlagen (RR) entworfen. Im vorliegenden Fall werden Tank- und Rastanlagen mittlerer Dimension entwickelt; die Raststätten und Tankstellengebäude sind in einem gemeinsamen Wirtschaftsgebäude untergebracht.” So schreibt die Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf ihrer Seite, von der übrigens auch die oben ausschnittweise zitierten Karten stammen. Mag mal bitte jemand diese Richtlinien ein wenig verbessern? Es wird Zeit.

Man gut, daß ich da eh nie stehen müssen werde. Wenn mir in der Gegend die Fahrzeit ausgeht, schaff ich es auch noch nach Hause.

28. April 2015
Filed under: Allgemein, Denk mal, Gut gemeint — Dieter Schlabonski @ 15:05

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In einem lesenswerten Klartext bei heise Autos versucht Wolfgang Gomoll zu erklären, warum es denn Not tut, daß das Mopped sso laut is (wie Meister Röhrich sagen würde). Dabei gibt er einige hübsche Beobachtungen zum Besten wie die, “dass der laute Auspuff sich nahtlos einreiht in jedes andere akustische Dominanzverhalten, das vor allem junge Männchen an den Tag legen, bevor sie wirklich sozial empathisch geworden sind“, und die Folgerung: “Wenn alle schreien, kann sich keiner mehr durch Geschrei hervorheben.” So weit, so traurig, so wahr, so gut.

Aber dann schreibt er unter der Überschrift “Lautstärkenelitarismus” den verhängnisvollen Fehlschluß: “Das klingt jetzt, als würde ich argumentieren “nur die teuren, schnellen Fahrzeuge sollen laut sein”. Und das ist auch so. Ein Ferrari LaFerrari kann niemals ein echtes Lärmproblem werden, denn dazu gibt es zu wenige davon.

Nein, Herr Gomoll, genau falsch. Auch ein Ferrari LaFerrari (bescheuerter Name, BTW) hat sich verdammt nochmal an die Vorschriften zu halten! Und das Gebrüll, das moderne Supersportwagen mitunter von sich zu geben in der Lage sind, kann, so dachte ich, nie im Leben legal sein, wenn ich so an die Polizeikontrollen mit dem “viel zu lauten” Käferauspuff denke, denn der immerhin machte kein Ohrenbluten (nur Ärger mit den Nachbarn, aber ich schweife ab). Ja, wie kann es eigentlich sein, daß ein AMG-Mercedes drei Häuserblocks weit zu hören sein darf?

Die Erklärung liefert, wie es der Zufall will, ein anderer heise-Autos-Artikel: das Stichwort heißt Klappenauspuffanlage. Genau wie es unterschiedliche Motorsteuerungs-Programme gibt je nachdem, ob man gerade einen Verbrauchs-Testzyklus fährt oder eine Landstraße, so gibt es auch einen Schalter zum Wechseln zwischen züchtigem Gebrabbel und gesundheitsgefährdendem Donner, ganz normal als Extra ab Werk.

Ich stelle mir gerade vor, wie man damals vom TÜV rituell in den Boden gestampft worden wäre, wäre man auf die Idee gekommen und dabei erwischt worden, Ähnliches in Heimarbeit am Käfer zu realisieren, vielleicht unter Zweitverwendung der bei den gammeligen Eimern, die wir damals so fuhren, ohnehin weitgehend sinnlosen Heizungszüge als Betätigung. Hei, das wäre ein Spaß gewesen! Und natürlich hätte er in sofortiger Stillegung geendet, na klar. Aber Mercedes, Porsche, Jaguar — die dürfen das.

Noch.

Denn eine in Arbeit befindliche EU-Richtline zum Thema enthält den schönen Satz: “Wenn das Fahrzeug über verschiedene Betriebsarten verfügt, die die Geräuschemission beeinflussen, müssen alle Betriebsarten die Bestimmungen dieses Anhangs erfüllen.

Eh die Lärmgeplagten unter Euch jetzt aufjubeln: Bis Juli.

Zweitausendsechsundzwanzig.

Und auf den Bestand an bereits zugelassenen (und bis Inkrafttreten weiter zugelassen werdenden) Lärmschleudern hat das natürlich auch keinen Einfluß, denn “Austauschschalldämpferanlagen für bestehende Fahrzeugtypen sind nicht betroffen, da Richtlinien und Verordnungen grundsätzlich nicht rückwirkend gelten können.

Ach? Können sie nicht? Hm, wieso darf ich dann ohne grüne “Feinstaub”-Plakette nicht nach Hannover rein? Nee, klar, ich versteh schon. Das dient ja der Förderung der notleidenden Automobilindustrie, nicht ihrer Schikanierung wie die EU-Verordnung 540/2014 über den Geräuschpegel von Kraftfahrzeugen und von Austauschschalldämpferanlagen sowie zur Änderung der Richtlinie 2007/46/EG und zur Aufhebung der Richtlinie 70/157/EWG. Da muß man schon ein bißchen geduldiger sein.

Naja. Bis ich Rentner bin und mich der Lärm dann wirklich aufregt, dürften die meisten Brüllkarren trotzdem ausgestorben sein.

25. March 2015
Filed under: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Gummibahn-Cargo, Gut gemeint — Dieter Schlabonski @ 22:07

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Neulich versprach ich bei der Würdigung der neuen LKW-Steuerstelle Salzgitter, auch mal das Braunschweiger Pendant zu zeigen. Nunwohlan:

weltfirma2-a.jpg

Ein paar mehr Container, sogar richtige Klos mit Wasserspülung und Waschbecken — nicht ganz so peinlich wie das Salzgitteraner Provisorium (von dem es aber auch bald Neues zu berichten gibt). Der Skandal ist hier eher der Zustand des Parkplatzes …

weltfirma2-s.jpg

… wenn man das Schlammloch, oder wie neulich ein Kollege formulierte “die Braunschweiger Seenplatte”, denn wirklich so nennen will.

Eine Milliarde Euro Gewinn im Jahr. Aber für die paar hundert Quadratmeter Pflasterstein ist kein Geld da. Nee, is klar.

14. February 2015
Filed under: Allgemein, Geschichten, Mit freundlichem Grinsen, Gut gemeint — Dieter Schlabonski @ 15:52

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Irgendeine Cripple-Shareware auf dem Atari ST, frühe 90er Jahre, hatte einen Registrierungsdialog zum Eingeben persönlicher Daten und des Schlüssel-Codes, mit dem man sie in die Vollversion freischalten konnte. Neugierig, wie ich bin, gab ich da mal irgendeinen Zahlenwust ein und bekam als Fehlermeldung: “Debuginformation: Falscher Schlüsselcode ‘35984857928734′. Richtiger Schlüsselcode wäre: ‘98475349579345′. Hups! Dachte ich mir grinsend, gab 98475349579345 ein und bekam die angemessene und mir auch verdientermaßen zustehende Antwort: “Na Du mußt mich ja für blöd halten!”

Erwischt. 1:0 für Dich, unbekannter Shareware-Autor.

Und, fragt sich nun der Leser? Nette Geschichte (hoffe ich mal), aber wo ist die Relevanz? Na hier, in einem Artikel bei Heise über das ferngesteuerte Öffnen aktueller BMWs:

Waren fast alle Hindernisse für den Einbruch aus dem Weg geräumt, klappte der noch nicht, weil in der Nachricht des Hackers an das Auto die Fahrgestellnummer des angegriffenen BMW fehlte. Doch anstatt die Kommunikation nun abzubrechen, antwortete die Steuerungsbox mit einer Fehlermeldung – als Absender eingetragen: die vermisste Fahrgestellnummer. Damit klappte der zweite Versuch.

Mit anderen Worten: Der unbekannte Atari-Shareware-Autor war zugegebenermaßen nicht so blöd, wie ich dachte — aber ich lag anscheinend trotzdem nicht soo falsch damit, so zu denken, denn bei BMW sind sie auch Jahrzehnte später tatsächlich noch so blöd.

Link gefunden bei Netzpolitik.org.

8. November 2014
Filed under: Allgemein, Mit freundlichem Grinsen, Gut gemeint — Dieter Schlabonski @ 20:23

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Flattert doch neulich diese Mail hier ins Haus:

Hallo,

ісh hаbе hеutе Іhrе Іntеrnеtsеіtе schlabonski.de еntdесkt, und mіr sіnd еіnіgе Flüсhtіgkеіtsfеhlеr аufgеfаllеn. Ісh zеіgе Іhnеn zwеі Веіsріеlе:

Fehlerhaftes Wort: kucken
Auf dieser Seite: www.schlabonski.de/index.php
Fehlerhaftes Wort: bescheidsagen
Auf dieser Seite: www.schlabonski.de/index.php
Klicken Sie bitte hier, um die Fehler anzusehen bzw. ein Angebot zu erhalten.
[…]
Іhr Gеsсhäft іst fеhlеrfrеі. Вrіngеn Ѕіе mіt mеіnеr Ніlfе Іhrе Wеbsеіtе аuf dеn glеісhеn Ѕtаnd!

Besonders den letzten Satz (des Zitats, die Mail ging noch weiter) fand ich angesichts der Zielsetzung dieser Website ausgesprochen erheiternd. Und ja, natürlich ist mir klar, daß da ein Bot nach Wörtern sucht, die nicht im Duden stehen — ein Mensch hätte kaum dieser Seite dieses Angebot gemacht, auch wenn in der Mail von “Studentin” und “nebenbei” die Rede war.

Ansonsten willich ma so sagen tun: Nich alles, was aussieht wien Flüchtichkeitsfehler, is auch umbedink einer, näch.

11. March 2014
Filed under: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Gut gemeint — Dieter Schlabonski @ 19:50

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Keine schlechte Idee:

abfallfreier-parkplatz-schild.jpg

Funktioniert aber nicht:

abfallfreier-parkplatz.jpg

Schade eigentlich.

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