Schlabonskis Welt
7. September 2011
Filed under: Allgemein, Wahnsinn im Alltag, Umfragen, Kritisieren statt kreieren — Dieter Schlabonski @ 23:16

Das Internetverbindungsaufmachtool der Telekom für UMTS-Gerödel unter Windows eXPerimental ;-) bietet u.a. folgende Einstellmöglichkeit:

optimierung.jpg

Ja. Von des Texters Bindestrich Phobie mal abgesehen: bitte in welche Richtung soll ich den “Optimierungs Level” verstellen, um was zu erreichen? Ist “Niedrigste” die niedrigste Geschwindigkeit oder die niedrigste Grafikqualität? Was muß ich auswählen, damit das Teil verdammt noch mal gar nicht in meinen Bilddateien herumpfuscht? Und wie zum Geier kommt so eine Dreckssoftware beim größten deutschen Telekoma-Anbieter durch die QA? Jedem Freeware-Autor würde man das Teil verdient um die Ohren hauen, da kann es noch so hübsch dreidimensional-abgerundet sein. Es ist zum Kotzen.

Noch mehr zum Kotzen ist nur, daß ich auf dem Samsung NC10 bis jetzt noch nie ohne diese oder eine andere proprietäre Klicki-Bunti-Saftware eine UMTS-Verbindung zustandegebracht habe. Man kann nicht ohne sie, und man kann aber auch nicht mit ihr. Wer Tips hat, wie es vielleicht doch geht, der schreibe mir bitte! Mein Dank würde Euch ewig nachschleichen.

Euer
  Dieter Schlabonski.

5. August 2011
Filed under: Allgemein, Kritisieren statt kreieren — Dieter Schlabonski @ 15:46

Set Fire to the Rain ist der Titel des aktuellen Hits einer gewissen Ardelle Adele, der sicherlich bekannter ist für diese drei eingängigen Zeilen, alle mit derselben Melodie:

There’s a side to you that I never knew, never knew
All the things you say, they were never true, never true
And the games you play you would always win, always win

Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber mir kräuseln sich da bei der dritten die Fußnägel. Als ob es keine dritte Zeile gegeben hätte, die auf never und irgendwas mit u enden würde! Keine zwei Minuten nachgedacht hat die faule Sau von Texter da meines Erachtens. Noch während des ersten Anhörens des Stücks fand ich folgenden Ersatz und sang ihn beim dritten Vorkommen des Textstücks bereits mit:

There’s a side to you that I never knew, never knew
All the games you play, they were never true, never true
And the one to lose, it was never you, never you

Bitte, gern geschehen. Ts.

14. November 2010
Filed under: Allgemein, Kritisieren statt kreieren — Dieter Schlabonski @ 23:19

Sacht mal, wer schreibt eigentlich dieser Schakira da ihre, räusper, Lieder, hust, und ist der Typ (oder die Schnepfe) nur sprachbefreit oder völlig lobotomiert? Erst Wacka Wacka, die schon bekrittelte Fußballhymne einer längst verdient vergessenen Weltmeisterschaft, die trotzdem noch über alle Sender dröhnt, und nun Locka Locka, der lang erwartbefürchtete Nachfolgehit.

Das Schema scheint ja beunruhigenderweise sogar aufzugehen. Was dürfen wir da wohl als nächstes erwartragen? Schlabonski wagt ein paar Tips:

  • Macka Macka — Ein Lied über irgendeinen Ehemaligen, Zukünftigen oder auch zukünftigen Ehemaligen.
  • Hocka Hocka — Schakira bei Ikea.
  • Lecka Lecka — Entweder Essen oder irgendwas noch Unappetitlicheres, könnt Ihr Euch aussuchen.
  • Locka Locka — Nicht immer alles so verbissen sehen. Ach nee, Mist, das hatten wir ja schon, das müssen wir abziehen.
  • Kacka Kacka — Irgendwann wird auch Schakira sich vermehren, befürchte ich. Dann kann sie ja die Ausscheidungen der Brut besingen. Eltern reden ja gerne über sowas.
  • Wecka Wecka — Wie, schon wieder aufstehen? Verdammt.
  • Mecka Mecka — Ja, gut, ich hör ja schon auf.
21. September 2010
Filed under: Allgemein, Kritisieren statt kreieren — Dieter Schlabonski @ 08:18

Und immer, wenn ich denke, schlimmer wird’s nicht mehr:


She said, ‘I love you boy, I love you so’
She said, ‘I love you baby, oh, oh, oh, oh, oh’
She said, ‘I love you more than words can say’
She said, ‘I love you bay-ay-ay-ay-ay-beee’

Dieses, hust, “Lied”, räusper, heißt, wer hätte das gedacht, “She Said” und ist von einer Gruppe namens “Plan B”. “Northern Soul” soll das sein, hab ich grade gelesen. Da muß ich mich doch fast bei all denen entschuldigen, über deren Texte ich in der Vergangenheit schon gelästert habe.

Aber nur fast.

Egal. Bin wohl zu alt für so-ho-ho-ho-ho-waaas. Aber wehe, es lästert noch mal jemand über “De Do Do Do, De Da Da Da”.

6. January 2010
Filed under: Allgemein, Kritisieren statt kreieren — Dieter Schlabonski @ 21:14

Avatar: Aufbruch nach Pandora. Im Kino, auch in dreidimensional. Und weil das Dreidimensionale das Spannendere war, kommt es erst weiter unten. :-)

Der Film an sich

Zur Story muß ich nicht viel sagen: Der mit dem Wolf tanzt auf außerirdisch, zumindest in etwa. Jedenfalls nichts sonderlich Einfallsreiches und auch völlig frei von überraschenden Entwicklungen.

Aber dafür kuckt man diesen Film ja auch nicht. Sondern wegen der Bilder.

Und da leistet er wirklich Herausragendes. Klar, Pandora ist trotz eigenwilliger Geographie (schwebende Berge) und Botanik (berghohe Bäume und brückenbreite Lianen) viel zu erdähnlich geraten, vor allem die dort herumlaufenden Säugetiere, auch wenn einige davon einen gewissen Hang zur Mehrbeinigkeit haben. Aber egal — eine wirklich schöne Welt ist es trotzdem (oder wohl eher gerade deswegen), und sie wird in absolut beeindruckenden Bildern exzessiv gezeigt. Da wirkt nichts künstlich, computergeneriert, unrealistisch. Das vielleicht größte CGI-Spektakel der Kinogeschichte sieht so aus, als wären die Jungs in den Wald gegangen und hätten die Kamera auf die Action gehalten.

Die ebenfalls exzessiv zelebrierten Flugszenen, sowohl mit (wohltuend traditionell, sprich: ohne Antigravitation oder ähnlichen Vodoo funktionierenden) Helikoptern als auch mit fliegenden Reittieren, wirken naturgegebenermaßen nicht so. Ein kleiner Teil des eigenen Hirns weiß auch, daß es vermutlich unmöglich sein dürfte, echte Flugszenen so gut zu filmen. Aber flöt, es sieht halt spitzenmäßig aus, und obwohl es mitunter recht rasant zugeht, bleibt doch meist genug Muße, die gelungenen Szenerien und Animationen zu würdigen.

Aber es gibt doch noch was Gutes über die Story zu sagen: sie hält sich immerhin dann auch soweit zurück, daß sie einen nicht wie sonst so oft mit irgendwelchen offensichtlichen Fehlern, Inkonsistenzen oder Unlogischheiten aus dem Staunen reißt und zum Ärgern bringt. Traurig, daß das schon positiv ist, aber so ist das heutzutage — mit wenigen Ausnahmen — halt.

Fazit: Ein sehenswerter Film. Ob er nun seine exorbitanten Produktionskosten wert war, sei dahingestellt, aber den Eintritt wert ist er auf jeden Fall, und auch die DVD wird dereinst, wenn ihr Preis unter den der Kinokarte gefallen sein wird, in meinem Regal stehen. Und offensichtlich seh ich das nicht alleine so, wenn ich mir die anderen Kritiken und die Einspielergebnisse so anseh — und die Tatsache, daß die von mir besuchte wochentägliche Spätvorstellung zwar nicht ausverkauft, aber doch sehr sehr gut besucht war.

Mein erstes Mal mit 3D

Der beträchtliche Mehrpreis für den Eintritt hat mich doch stark schlucken lassen. Aber erstens muß man das ja mal ausprobieren, dachte ich mir, zweitens lief Avatar eh nur noch in 3D, und drittens gibt’s ja auch noch so ne rattenscharfe Brille dazu, die man sogar behalten darf. Wer kann dazu schon Nein sagen?

Die ersten paar Minuten war ich denn auch schwer beeindruckt vom 3D-Effekt. Das befürchtete Geflimmer oder andere Unschönheiten blieben aus, alles sah so gut aus wie vom Kino gewohnt, nur halt räumlicher. Und das macht wirklich was aus.

Leider bemerkte ich aber bald doch ein paar Dinge, die mir den weiteren Genuß des Spektakels ziemlich gründlich verleidet haben. Das lag wohl daran, daß ich, sobald ich sie einmal bemerkt hatte, mich ungewollt mehr mit ihnen als mit dem Film beschäftigt habe. Genau wie ein an sich leises Störgeräusch wie zum Beispiel NDR 1 Radio Niedersachsen im Nebenraum (hallo Ecki :-)) einem, sobald man sich einmal dran gestört hat, weiter auf die Nüsse geht, ob man will oder nicht.

Diese Dinge waren:

  • Bildteile, die besonders “nah” am Betrachter waren, wirkten unscharf oder sogar gedoppelt.
  • Untertitel schienen als gegenständliche Buchstaben im Raum zu schweben. Sicherlich ein gewollter Effekt, aber er lenkte vom Geschehen und auch vom Inhalt der Untertitel ab.
  • Irgendwas anderes stimmte nicht. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich dahintergekommen war, was: Normalerweise stellt das Auge automatisch auf den Gegenstand scharf, den man gerade betrachtet. Das versucht es natürlich auch mit den “Gegenständen” im 3D-Kinobild, aber es funktioniert nicht: Hier bleibt das scharf, was der Kameramann (oder Regisseur, oder wer auch immer, keine Ahnung, mir auch egal) scharfgestellt hat. Das geht solange gut, wie man auf das kuckt, worauf man nach deren Meinung kucken soll. Wenn man aber stattdessen was Interessantes im Hinter- oder Vordergrund bemerkt und ankuckt, bleibt es unscharf.

Während die ersten beiden Problemchen noch akzeptabel bzw. wohl auch Gewöhnungssache sind, ist das dritte für mich ein echtes k.o.-Kriterium. Meine Augen waren vermutlich die ganze Zeit am Schärfe-hin-und-her-Kurbeln wie eine Kamera mit kaputtem Autofokus. Und alle paar Sekunden fiel mir wieder auf, daß das nicht funktioniert mit dem Scharfstellen. Sowas kann einem den ganzen Film versauen.

Für Avatar spricht immerhin, daß die Macher nicht der Versuchung erlegen sind, das Publikum mit besonders spektakulären 3D-Effekten zu begeistern/verschrecken. Das liest man ja in den Kritiken anderer 3D-Filme wie dem extrem bescheuert benamsten Disney’s Eine Weihnachtsgeschichte oder auch Final Destination: daß alle Naselang irgendwas Richtung Kamera fliegt und man sich unwillkürlich duckt deswegen, was einen dann zuverlässig aus der Filmwelt reißt. Bei Avatar ragen zwar auch ab und zu mal Gegenstände oder Körperteile (vor allem Schwänze — nein, keine Geschlechtsteile, Schweife!) “näher” an einen heran, als man das eigentlich will, aber so besonders störend ist das nicht, und vermutlich auch schwer zu vermeiden.

Fazit: Für wirklich schmerzhaft mehr Geld gibt es einen zwar an sich beeindruckenden Effekt, der aber von der eigentlichen Hauptsache, dem Film, zuverlässig ablenkt, entweder weil man über ihn staunt oder weil man sich über seine Unzulänglichkeiten ärgert. Das ist es nicht nur nicht wert, sondern das wäre selbst bei gleichem Eintrittspreis ein Grund für mich, die traditionelle 2D-Technik vorzuziehen.

Das mag anderen sicherlich anders gehen. Bleibt zu hoffen, daß wir auch weiterhin die Wahl haben werden. Denn leider kann man 3D-Filme auch ohne 3D-Brille nicht kucken, dann ist nämlich das meiste unscharf. Logisch, sind ja zwei (verschieden polarisierte) Bilder übereinander.

Obwohl …

Eigentlich müßte man sich doch nur ne 3D-Brille mit zwei gleich polarisierten Gläsern basteln, um wieder 2D zu sehen. Das werde ich, so erforderlich, zu gegebener Zeit dann sicher auch mal ausprobieren. Einstweilen aber werde ich den 3D-Kram einfach boykottieren. Spart ja auch Geld. Schade eigentlich, es hätte Spaß machen können.

21. September 2009
Filed under: Allgemein, Kritisieren statt kreieren — Dieter Schlabonski @ 16:03

District 9. Im Kino.

Endlich traut sich mal einer, zu zeigen, was wahrscheinlich passieren würde, wenn die Aliens uns nicht haushoch überlegen sind. Was wird schon passieren? Einsperren werden wir sie, benutzen, betrügen, mißbrauchen und abschlachten. Machen wir doch mit allen so, die uns nicht haushoch überlegen sind.

Wobei sich nach dem Kinobesuch zugegebenermaßen schon ein paar Fragen auftun, was die Logik und Sinnhaftigkeit des Films angeht. Die sind also vor 20 Jahren hier gestrandet. Ihre Waffentechnik ist unserer hoch überlegen — und, wie an reichlich Geballer zu sehen, funktioniert noch einwandfrei. Ihr Schiff ist unserer Technik erst recht überlegen — und funktioniert, wie sich gegen Ende herausstellt, auch einwandfrei. Und auch die anderen kleinen Gimmicks, Computer und so, sind den unseren … na Ihr wißt schon. Und funktionieren. Einwandfrei. Warum haben sie das (was, verrate ich hier mal nicht) also nicht schon vor 20 Jahren gemacht?

Achja, sie mußten ja dieses Wundermittel aus Müll destillieren. Schon ein tolles Stöffchen; funktioniert als Treibstoff ebenso wie als Auslöser völlig durchgeknallter biologischer Reaktionen. Haben sie dann am Ende aber beides nicht wirklich gebraucht.

Der hier bisher stehende Absatz über zu alte Autos und Computer für einen Film, der in der Zukunft spiele, hat sich erledigt: District 9 spielt, wie ich mittlerweile festgestellt habe, in einer fiktiven Gegenwart. Sorry!

So. Genug gelästert. Denn wie gesagt: solch Logiklücken bemerkt man erst, wenn man schon wieder raus ist aus dem Kino. Während man drin ist, ist man (oder zumindest: war ich) völlig hin und weg von dem Streifen. Erstens wegen der wirklich klasse gefilmten Bilder, die völlig frei von Glamour und Pomp eine Welt zeigen, die einfach nur brutal realistisch rüberkommt, mit Menschen, die mit den außerirdischen Gefangenen realistisch brutal umspringen. Man kann das nicht gut finden (im Gegensatz zu Filmen wie etwa Starship Troopers, wo man unwillkürlich bei jedem gemetzelten Alien mitjubelt, oder Independence Day, wo sie einem zumindest ziemlich wurscht sind), im Gegenteil, es macht einen ähnlich betroffen wie echte Foltervideos aus Kriegsgebieten, und das ist ja auch die Absicht der Macher. Aber man muß widerstrebend zugeben, daß es sehr wahrscheinlich so und nicht anders laufen würde, daß wir Aliens, wenn sie uns lassen, so und nicht anders behandeln würden: wie ein Mittelding aus Untermenschen, Melkkühen und Ungeziefer.

Daß die dann nur noch weg wollen, kann man ihnen nicht verdenken. Daß wir sie nicht lassen, weil wir ihre Waffen so geil finden (die wir aber dank DNA-Codierung nicht bedienen können), erscheint leider ebenfalls realistisch. Und die resultierende Ghettoisierung der Aliens (passenderweise in einem eingezäunten Slum in Johannisburg, Südafrika) ist dann die logische Konsequenz.

Zur eigentlichen Story mag ich nicht viel sagen; sie tritt gegenüber der bedrückenden Szenerie und den eindrucksvollen Bildern eh in den Hintergrund, und sie hält sich am Ende auch alle Optionen offen für den zweiten Teil, mit dessen Kommen ich fest rechne und dessen Titel “District 10″ sich sogar schon herleiten läßt.

Fest steht nur eins: ich geh wieder ins Kino, wenn der kommt. District 9 ist m.E. ein hervorragender Film. Nicht gerade unterhaltsam oder gute-Laune-induzierend, eher bedrückend und pessimistisch stimmend; aber anders kann er auch nicht wirken, wenn er so wirken soll, wie er soll. ;-) Es ist nun mal eine Tatsache, daß Zukunftsgeschichten, sollen sie realistisch wirken, nicht wirklich fröhlich sein können. Und District 9 wirkt wirklich verdammt realistisch. Hoffen wir mal für die Aliens, daß sie nicht hier stranden. Besser ist das. Vor allem für die. Besser für uns ist indes, diesen Film kucken zu gehen. 9 von 10 Punkten, den einen zieh ich nur wegen der erwähnten Logikfehler und Nachlässigkeiten ab.

10. September 2009
Filed under: Allgemein, Kritisieren statt kreieren — Dieter Schlabonski @ 18:10

Final Destination: Death Trip. Originaltitel: The Final Destination. Derzeit im Kino, demnächst dann wohl auch als DVD, Werbungsunterbrechung im TV, Bluhräidisk, Videothekenverlegenheitsauswahl und Kaugummisammelbildchen.

Ja, haben wir alle gedacht, ganz toll, vierter Aufguß, die brauchen wohl Kohle? Klar, mag schon sein, aber um das Fazit vorwegzunehmen: wer das mit dem vierten Aufguß so angeht wie die Macher von “The Really, Truly, This-time-we-mean-it, Like, You Know, ***FINAL*** Destination, Honest!”, der hat sich die Kohle aber auch redlich verdient.

Wer mit der Story nicht vertraut ist: Am Anfang passiert ein schwerer Unfall mit vielen Toten, der sich aber als Vision eines der Charaktere entpuppt. Jener rettet dann eine Handvoll Freunde wie Fremder vor dem natürlich trotzdem passierenden Unfall, nur um erleben zu müssen, wie Gevatter Tod, offenbar sauer ob der unbefugten Einmischung, sich seine Opfer dann einzeln trotzdem holt, bis man “die Kette durchbricht” und die noch verbleibenden Überlebenden rettet. Oder auch nicht. Oder so.

Das Strickmuster ist für alle vier Filme dasselbe, aber dieser hier ist der erste, der sich das epische Auswalzen der innewohnenden Erkenntnisse weitgehend spart. Keine unheimlichen schwarzen Männer, die in irgendwelchen schummerigen Katakomben ihrem Job als amtlich bestellter Leichenbeschauer nachgehen (ja nee, is klar); keine (oder zumindest fast keine) ermüdenden Gruppengesprächsrunden der Überlebenden, in denen die Überzeugten die Zweifler zu erretten versuchen; kurz: kein unnötiger Ballast, der vom Wesentlichen ablenkt: Gemetzel!

Und auch hier spart sich der neue Film einige der minutenlangen Vorspiele, die den Tod in den vorherigen zum Teil zur willkommenen Erlösung werden ließen. Klar, so ganz aus heiterem Himmel kommt der finale Splash auch hier nur selten (dann aber umso überraschender), aber die Choreographie scheint mir im neuen Film doch schwungvoller, weniger hölzern zu sein. Und mit ganz wenigen Ausnahmen wirken auch die Unfall-Abläufe ziemlich realistisch, lange nicht so konstruiert wie etwa die Sonnenstudio-Szene aus einem der Vorläufer, ich glaube dem dritten.

Sonderpunkte gibt’s dann noch für den Vorspann, der auf grafisch sehr elegante Art die drei Vorgängerfilme zitiert (also nicht zu spät zur Vorstellung kommen, sondern die blöde Pizzeriareklame einfach mal erdulden) und für die Tatsache, daß der Film sich meist die vordergründigen Splattereffekte verkneift. (Meist, nicht immer. Aber es geht. Meine Magennerven haben bei “Inglorious Basterds” mehr gelitten.)

Insgesamt also eine gelungene Wiederaufnahme eines zwar alten, aber deswegen ja nicht notwendigerweise schlechten Konzepts. Ich sag mal 7 von 10 Sternchen; Filmkunst darf man nicht erwarten, aber solide Unterhaltung fürs Geld gibts allemal.

Eine neue Kategorie bei Schlabonski! Sagt ruhig, was Ihr davon haltet. Mir ist jedenfalls keine andere Kippe für Ergüsse dieser Art eingefallen, und immer nur witzig sein fällt mir auch zunehmend schwerer. Also muß ich diversifizieren, wenn der Blog hier nicht total einschlafen soll. Meinungen willkommen!