Schlabonskis Welt
30. July 2017
Filed under: Allgemein, Links (zwo drei), Denk mal — Dieter Schlabonski @ 18:34

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Das ist ja schnell wieder unter dem Teppich gelandet, Respekt. Oder interessiert noch jemanden, daß und warum ein Bericht des hessischen Verfassungsschutzes für den NSU-Untersuchungsausschuß für 120 Jahre in den Giftschrank geschlossen wird, länger immerhin als selbst die Akten zum Kennedy-Mord? Wer immer noch glaubt, das sei rechtsstaatlich bestimmt alles in Ordnung so, der möge sich vielleicht mal diesen Heise-Artikel über das Plädoyer der Bundesanwaltschaft im Zschäpe-Prozeß durchlesen. Bringt aber ein bißchen Zeit und gute Nerven mit.

Nein, ich habe ausnahmsweise mal keine eigene Theorie, dazu hab ich das Verfahren nicht genug verfolgt — aber wo dermaßen viel Rauch ist, da schmurgelt mit Sicherheit irgendwas ganz nett vor sich hin, auch wenn unser Rechtsstaat das alles unter einer dicken stinkenden Brandschutzdecke zu ersticken versucht. Und solange das so ist, solange werden die Ermahnungen unserer Herrschenden in Richtung Erdogan und Putin, so gerechtfertigt sie inhaltlich auch sind, immer doch auch ein bißchen hohl und schleimig klingen.

Aber es gibt ja genug andere Sauen durch die Dörfer zu treiben, gell?

28. July 2015
Filed under: Allgemein, Links (zwo drei) — Dieter Schlabonski @ 20:01

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Ab heute mit römischen Zahlen, weil es mir besser gefällt, spätestens wenn ich mal bei LXIV oder sowas bin.

  • Der Autonomes-Auto-Link des Tages kommt von Heise, wo sie erzählen, daß man gar kein autonomes Auto braucht, damit es per Hackerangriff im Graben landet. Verdammt, mein oller Citroën muß noch bis an mein Lebensende halten, wenn das so weitergeht.
  • Nochmal Heise-Auto, dann haben wir’s auch hinter uns: Warum der neue Espace kein Van mehr ist, sondern ein “auf 120% gezoomter Lifestyle-Kombi”. Trotzdem, wie bisher jeder Espace, ein Auto, zu dem ich nicht Nein sagen würde. Schade, daß es von Renault ist.
  • Kommen wir nun zu den großen Fragen der Zeit: Kapitalismus, Griechenland und so. Max Uthoff nennt das, was da gerade so abgeht, “sozialstaatliches Waterboarding” (Youtube). Anhörbefehl.
  • Und beim Kiezneurotiker findet sich ein wunderbarer Text über Europa, wie es mal sein sollte, und wie es stattdessen nun ist. Money Quote: “Ihr habt es geschafft, dass Europa mich anekelt. Ich finde den Umgang mit Anderen, mit Schwächeren, mit Minderheiten, anderslautenden Meinungen widerwärtig, es macht die Idee kaputt und führt sogar dazu, dass ich es schade finde, dass Helmut Kohl nicht mehr regiert. Sogar der hätte es besser gemacht. Jetzt noch würde er es besser machen.” Jawohlja.
  • Telepolis rechnet mit Dieter “wenn man keine Ahnung hat” Nuhr ab. Ich bin da hin- und hergerissen: Der Nuhr ist mir immer noch sympathisch, aber er labert schon eine beeindruckende Scheiße in letzter Zeit. Ich nenne es den Mel-Gibson-Effekt.
  • Jochen-Martin Gutsch schreibt einen leisen, frustrierten Winsler gegen Gentrifizierung und Videothekensterben: Die letzten ihrer Art.
  • Habt Ihr das auch gehört, 2015 ist das wärmste erste Halbjahr seit Beginn der Aufzeichnungen? Wie, gefühlt zumindest, jedes Jahr. Die Wahrheit über die Wahrheit hat schon vorletztes Jahr mal aufgedröselt, daß mit diesem Gefühl durchaus alles stimmt.
  • Bleibt die Frage: Ist das noch Wetter, oder ist das schon der Klimawandel? Spoiler: Im Einzelnen kann man’s nicht so genau sagen, aber im Ganzen schon letzterer, doch.
  • Bei Frau Novemberregen gibt es die ultimative Lösung für den Fall, daß der Chef etwas gemerkt hat, was er nicht hätte merken sollen.
  • Und am anderen Ende des Intelligenzspektrums steht die Begründung für die Forderung, Reisebusse sollten doch bitte 120 km/h fahren dürfen in Zukunft: “Zum komfortablen Reisen gehöre auch, […] dass Fahrpläne eingehalten werden könnten.” Kleiner Tip: Man kann auch weniger ambitionierte Fahrpläne erstellen, Ihr Nasen. Busfahrer kommen gleich hinter Containerfahrern, was den täglichen Wahnsinn auf mehr als 4 Rädern angeht. Und wenn die 120 heizen dürfen, ändert sich daran genau nichts — außer den Unfallfolgen, zum Schlimmeren. Deswegen fordere ich ja auch keine Anhebung des LKW-Limits, auch wenn die Autos 100 problemlos und sicher verkraften könnten. Aber ein Tempolimit von 130 auf zweispurigen Autobahnen, das hätte was.

*krrrrrkkk* This is a change of language without a clutch.

  • Shamus Young rants on a specific misfeature of Windows design: Ok Cancel. Abort, Retry, Ignore?
  • It’s generally nice if software lets you pick user names beyond the constraints of the ASCII charset — but it does have its hidden dangers.
  • Yet another software issue: Ode to a Shipping Label.
  • Ask me again why I love Paris. Beautiful photos!
  • Impressive article on a Russian family who had been cut off from all human contact for forty years, including not having noticed World War II.
  • Ever heard of Jing-Jin-Ji? No, not Jumanji. The latter was an entertaining enough movie, but the former is what will presumably be the largest city on Earth. How large? “Its area of 212,379 sq km is difficult to comprehend, so traditionalists might like to think of it as just over the size of 10 Waleses. Or, to put it another way, Jing-jin-ji will be about the same size as Scotland and England stuck together.” In other words: Really rather large.
  • Do you believe you could fool the police with a voice recording that you cobbled together from bits? Wellll… no. You can’t. For a rather surprising reason.
  • John Malkovich is a quite impressive actor. This is not a new observation. But I still was surprised of his flexibility, as shown in these recreations of famous portraits. Amazing stuff.
  • When a problem comes along, you must ostrich.
  • And to end on a classy note, please welcome Neil Gaiman, my most favouritestest author, none of whose books I have yet read: An Exercise in Choice. Seldom have such few words moved me like these.

See you next time!

16. July 2015
Filed under: Allgemein, Links (zwo drei) — Dieter Schlabonski @ 09:24

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Ist schon wieder was her, daß ich hier genetzwerkt hätte, ärgerlich. Statt weiterer Selbstreflektion aber lieber voll ins Eingemachte:

  • Andrea Diener hat in der FAZ das “Tropical Islands” voll verrissen, und auch wenn sich daraufhin u.a. in der taz ein kleines Shitstörmchen (in so einer Art Englisch) erhob ob ihrer angeblichen Hochnäsigkeit, finde ich den Artikel doch sehr lesenswert — so ein gepflegter Rant ist doch immer was Schönes. Und im Podcast WRINT hat sie dann auch noch Holger Klein von dieser Erfahrung erzählt (hier der Direktlink zum MP3, ca. 33 MB), und auch das hört sich nett weg, doch.
  • Wenn man von netten Rants redet, ist ein Link zu Fefe nicht weit. Diese Geschichte mit dem Youtube-Blogger LeFloid, der unsere Bundeskanzlerin interviewen durfte, nur um dann von aller Welt (oder zumindest aller Journaille) durch die Scheiße geschleift zu werden, weil er so schlecht gewesen sei — ich kann’s nicht beurteilen, ich gehöre weder zur Zielgruppe von LeFloid noch zu der von Frau Merkel. Aber Fefe erklärt mal, warum das so schlecht war. Schluck Perspektive gefällig, liebe Kritisierer? Und mein Lieblingszitat: “[M]it der Merkel kann man zwar reden, und Merkel redet dann zurück, aber ein Dialog kommt nicht zustande.”
  • Passend zum Thema Merkel: Zu den bekannten drei Äffchen (nichts sehen, nichts hören, nichts sagen, wissenschon) hat sich ja ein vierter gesellt. Gefunden bei wirres.net, aber eigentlich aufgetaucht auf Twitter.
  • Deutlich friedlicher, nicht nur jetzt, sondern eigentlich immer: Maximilian Buddenbohm schreibt in den “Herzdamengeschichten” nicht nur von seiner Herzdame, sondern meistens eher von den Söhnen. Diesmal gab es eine lange Geschichte über einen Berlin-Besuch, den ich sehr gern gelesen habe, obwohl ich auch hier nicht wirklich zur Zielgruppe gehöre. Sei’s drum: die Folgen 1, 2, 3, 4, 5 und 6. Mein Lieblingszitat trifft nicht nur auf der Buddenbohms Tag in Berlin zu, sondern im übertragenen Sinne auch auf diesen Text: “Es ist angenehm, wenn das morgendliche Aufwachen und Aufstehen nicht erst nur gefühlte Minuten her ist, wenn man wieder ins Bett geht. Sondern tatsächliche und echte sechzehn Stunden, die einem auch wie sechzehn anständige, üppig portionierte Stunden vorkommen. Mit allem und scharf.”
  • Was passiert, wenn der Angeklagte im Gerichtssaal seiner Frau im Zuschauerraum eine Kußhand zuwirft? Nun, wenn der Staatsanwalt ein Arschloch ist, versucht er, solch Ungeheuerlichkeiten zu verbieten. Und wenn der Rechtsanwalt des Angeklagten pfiffig ist, passiert dann sowas.
  • Das mit dem Euro läuft ja gerade so ein bißchen vor den Ofen, wie wir alle ahnen. Interessant dabei: Wer hat das alles schon 1998 erstaunlich genau vorhergesagt? Gregor Gysi. Vielleicht sollte man dem Mann öfter mal zuhören, wenn er was zu meckern hat. Gell, Herr Schäuble?
  • Tilman Rammstedt schreibt in der Zeit über Tilman Rammstedt. Herrliche Persiflage auf übliche Portraits.
  • Es gibt ja nicht viele Autos, die gleichzeitig als Neuwagen und mit H-Kennzeichen auf den Straßen sind. Eins davon ist — scheinbar — der Mercedes G. Heise zeigt in einem Fahrbericht des aktuellen G 500 allerdings nicht nur, daß die Ähnlichkeiten zum 230 GE alter Schule eher optischer Natur sind, sondern ergründet auch die Frage, warum es eigentlich keine Arbeiter-und-Bauern-G-Modelle mehr neu zu kaufen gibt.
  • Was macht eigentlich Lena Meyer-Landrut? Stellt sich raus: immer noch Musik. Und Interviews mit der Zeit.
  • Zum Abschluß des muttersprachlichen Teils dieser Folge noch eine nette, ja, was ist das eigentlich? Irgendwo zwischen Nachricht und Glosse, dieser Artikel über Militärtechnik und freilaufende Kampfkühe.

And now for something completely different. (I’ve decided to describe the links in English from this installment going forward, since if you don’t understand that, they’re pretty worthless to you anyway.)

  • You did notice the “going forward” in the above paragraph, didn’t you? That was deliberate, so as to have a reason to link to the Guardian’s take on 10 of the worst examples of management-speak, one of which is of course “going forward”, which I shall refrain from using going forward from now on.
  • The Everywherist tells a story about Bono and a dinner in Dublin she wishes was hers to tell. Fortunately, the fact that it isn’t doesn’t keep her from telling it anyway.
  • It’s been in my bookmarks for a decade or so, but somehow I’ve managed to never link there: Little People, a tiny street art project. That is now finally rectified.
  • To those who live in North America’s coastal Northwest: I’ve got some bad news for you. Really, really bad news. Hopefully, only in the long run — but you never know.
  • More bad news: The ocean is broken.
  • Somewhat less catastrophic, and hence funnier: Shamus Young starring in An Evening of Failure and Stupidity 2: Stupid Harder.
  • The Oatmeal, better known for his comics, gave a talk on Dogs, Nazis, and Horses (Youtube). Sort of covers it all, then.
  • Competition is getting harder, between parcel services just like everywhere else. Or, as we spell “Oops” in German: “Ups!”
  • Do you ever really think about what rising sea levels mean for your area? Find out with the interactive Flood Maps. Both a great eye-opener and a competent time-waster, that site.
  • On a lighter note: 17 people who should have chosen their fonts more carefully. Nasty Buzzfeed click-bait, but amusing nonetheless.
  • And finally, Neil Gaiman demonstrating how to brilliantly answer even a really dumb question.
17. February 2015
Filed under: Allgemein, Links (zwo drei) — Dieter Schlabonski @ 21:12

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  • Zu Charlie Hebdo und den Folgen sollte es hier eigentlich ein Links (zwo drei) Spezial geben. Aber wie das so ist: durch ein wenig Liegenlassen ist da irgendwie auch der Schwung raus jetzt, also lassen wir das und erfreuen uns nur an der wunderbaren Standpauke, die Leo/Gutsch dem Herrn in den Mund gelegt haben. Blasphemie vom Feinsten!
  • Wer nach Muttis Ausstieg vom Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomenergie das Thema weitgehend zu den Akten gelegt hatte, dem sei dieser kleine Blick zu den Nachbarn anempfohlen. Und dann sind da ja auch noch die Altlasten: wie wärs zum Beispiel mit einem Blick auf die top-gepflegten Abklingbecken von Sellafield? (Englischer Text, aber die Bilder reichen auch alleine.)
  • Aber daß Eltern jetzt erfolgreich die Gemeinde auf Schadenersatz verklagen können, wenn sie trotz Rechtsanspruch keinen Kitaplatz bekommen — das ist doch mal ne gute Nachricht. Oder? Antje Schrupp sieht genauer hin. Spoiler: Nö.
  • Frau Novemberregen hat einen nicht ganz kostenlosen, aber umso wirksameren Tip, wie man sich gegen Supermarktkassen-Vordrängler zur Wehr setzt.
  • Peter Richter hängt an einem wehmütigen Kästner-Gedicht einen mindestens ebenso wehmütigen Text über seine Heimat Dresden auf und spannt den Bogen über die Montagsdemos bis zu Pegida. Groß.
  • Enno Lenze findet ein Foto von sich (also als Fotograf, nicht als Motiv) in allen möglichen Medien und fragt dort nach, ob er dieses Bild vielleicht lizenzieren könne. Und Spiegel Online fällt drauf rein und bietet ihm die Rechte an seinem eigenen Bild zum Kaufe. Hihi.
  • Meine Bank nimmt jetzt 99 Cent pro Überweisung, wenn man sie auf Papier einreicht. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, ob ich das in diesem Jahrtausend schon mal gemacht habe, und verstehe deswegen den mißbilligenden Unterton des Artikels nicht so recht.
  • Aus der Abteilung “Worüber man sich noch nie nen Kopp machte”: Geschichte der Tankstelle in Deutschland. Mit erstaunlich vielen erhaltenen Anlagen jeden Alters, die vielleicht nicht direkt Reiseziele sein mögen, aber als interessanter Unterwegshalt für manch Reise tauglich sein dürften.

In English please:

  • Erinnert Ihr Euch an den Fall Justine Sacco? Die hatte ziemlich üblen rassistischen Blödsinn getwittert, war dann ins Flugzeug gestiegen und hatte bei ihrer Landung einen Mega-Shitstorm am Hals. Sam Biddle brachte mit einem Blogposting den Shitstorm ins Rollen; bei Gawker erzählt er von seiner Begegnung mit seinem “Opfer”, das danach immerhin den Job loswar deswegen. Die Lektion aus dem Ganzen ist folgende:

    When you fuck up on the internet, do nothing. Say nothing. Remain motionless as best you can, no matter how much you want to explain, or argue, or contextualize. Shut up! Just shut up.

  • Matthew Inman aka The Oatmeal durfte in einem autonomen Google-Auto mitfahren und berichtet darüber sehr angenehm: unvoreingenommen und trotzdem enthusiastisch. Ich war ja bisher sehr skeptisch, aber das liegt wohl daran, daß Autos für mich auch Beruf und Hobby sind. Für die meisten Leute aber nicht … und wenn ich irgendwann beim Lastwagenfahren im Netz surfen kann, weil der Laster zumindest von A nach B besser fährt als ich, warum nicht? Abstandsregeltempomat und GPS-gestützte Automatik und so find ich ja auch angenehm. Bis ich aber tatsächlich weder lenken noch kucken muß, wird es aber wohl noch was dauern. Money Quote:
    Even if in a few years self-driving cars are proven to be ten times safer than human-operated cars, all it’s going to take is one tragic accident and the public is going to lose their minds. There will be outrage. There will be politicizing. There will be hashtags.
    It’s going to suck.

    Aber letzten Endes kommt das, das glaube ich jetzt auch. Achja, und dem Link zu Matthews Intergalactic SpaceBoat of Light and Wonder zu folgen sei auch empfohlen: dort fahrberichtet er ähnlich begeistert und -nd über sein Tesla Model S.

  • Noch mehr gute Nachrichten: Ebola, von dem man eh schon länger nix mehr hört, ist für uns hier (bzw. für die USA, aber das ist sicher sehr vergleichbar) viel weniger gefährlich als … die Angst davor.
  • Abschließend die Antwort auf die uns alle stets bewegende Frage: What colour is it?
28. December 2014
Filed under: Allgemein, Links (zwo drei) — Dieter Schlabonski @ 15:24

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Trotz mäßiger Reaktion auf die nullte Folge dieser Rubrik habe ich beschlossen, sie im neuen Jahr doch mal versuchsweise einzuführen. Allerdings werden nicht alle Links hier brandneu sein (zumindest erstmal nicht mal die meisten, ich hab ja immerhin fleißig gesammelt seit damals). Ich finde das aber auch gar nicht schlimm, denn gute Links bleiben ja auch interessant, wenn sie älter werden.

Und Fremdsprachiges:

  • Love Letter to My NSA Agent.
  • Neil Gaiman hat Stephen King interviewt. Gleich zwei Autoren, von denen mehr zu lesen ich mir seit Jahren vornehme, in einem Artikel.
  • Die Vanity Fair … halt halt, nicht gleich überlesen! Anscheinend machen die auch richtig Journalismus, wußt ich auch vorher nicht. Hier zerlegen sie bis ins Kleinste die Ursache für einen anscheinend anlaßlosen Flugzeugabsturz und stellen dabei ein paar unbequeme Fragen. Sehr lang, aber auch sehr sehr lohnend.
  • Warum macht Junkfood eigentlich so süchtig? Die New York Times hat da was. Money Quote:
    As a culture, we’ve become upset by the tobacco companies advertising to children, but we sit idly by while the food companies do the very same thing. And we could make a claim that the toll taken on the public health by a poor diet rivals that taken by tobacco.

  • TED-Talk der Woche: Go Ahead, Make Up New Words! Endlich sagts mal eine.
  • Und wer sich dann übermorgen über den Lärm zu beschweren sich genötigt fühlt, der informiere sich bitte vorher über der world’s loudest sound, das dürfte die Pein etwas relativieren.

Rutscht fein! Und fallt nicht auf die Fresse dabei. Im neuen Jahr kommt ne neue Folge. Also sicherlich auch mehr als eine, aber erstmal dann halt eine. Irgendeine Regelmäßigkeit im Erscheinen verspreche ich aber mal lieber auch gar nicht erst.

3. July 2013
Filed under: Allgemein, Links (zwo drei), Denk mal — Dieter Schlabonski @ 09:02

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Warum schreibt der nix mehr? Nein, dieses Blog ist und bleibt untot. Also, nicht tot. Ist nur halt mal wieder anderes wichtiger im Leben, ne. Passiert.

Aber so zwischen Tür und Angel wollte ich dann doch mal einen Link loswerden, und zwar zu dem NSA-Skandal, der ja eigentlich nur dann einer ist, wenn man nicht eh vorher schon paranoid war. Die auch sonst oft lesenswerten, wenn auch manchmal recht anstrengenden Nachdenkseiten betiteln ihn “Orwell 2.0 – Die totale Überwachung ist längst Realität“, und ich finde, jeder sollte ihn gelesen haben — besser habe ich das Thema nirgends zusammengefaßt gesehen bis jetzt, inkl. geschichtlichem Abriß auf die stolze Tradition der Kommunikationsspionage der letzten 100 Jahre.

Der eigentliche Skandal an der ganzen Geschichte ist auch weniger die Datenstaubsaugerei der Amis und Briten — wie gesagt, damit war zu rechnen, wenn man nicht völlig blauäugig durchs Leben tapste bisher –, sondern vielmehr a) der widerwärtige Wir-sind-gleicher-als-ihr-Anspruch der Politik, die ja erst dann ihre Finger aus dem kollektiven Hintern bekam, als herauskam, daß die Amis nicht nur das gemeine Volk bespitzeln, sondern auch die Regierung — als ob das nun weniger frech wäre! — und b) das Totalversagen unserer Dienste, zu deren verdammtem Job es ja nun mal auch gehört, Spionageabwehr zu betreiben. Sind die auf dem einen Auge blind (also nicht auf dem rechten, das sowieso, sondern auf dem westlichen jetzt), oder sind die einfach nur völlig inkompetent? (Hm. Fast eine rhetorische Frage, das.)

Naja. Spannende Zeiten jedenfalls. Und beruhigen kann uns eigentlich nur, wie meist, eine gehörige Portion Fatalismus, diesmal in Form dieser meiner Überzeugung, daß die sinnvolle Lehre — nämlich, unsere Geheimdienste dazu zu verdonnern, gegenüber “befreundeten” Staaten mal mindestens so aufmerksam zu sein wie gegenüber linken Demonstranten — natürlich mal wieder nicht gezogen werden wird.

Und vielleicht nimmt es ja auch mal der eine oder andere zum Anlaß, sich mit wahrscheinlich hintertürfreien Betriebssystemen und Mailverschlüsselung und sowas zu beschäftigen. Es ist an der Zeit. (Ja, ich schließ mich da nicht aus. Ist in Arbeit.)

Update: Don Dahlmann schreibt auch sehr Gutes und Wahres zum Thema. Besser als ich. Wen wundert’s.

10. December 2012
Filed under: Allgemein, Links (zwo drei) — Dieter Schlabonski @ 21:39

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Viele der Blogger, die ich inzwischen so lese, machen einmal im Monat einen Post mit Links zu den nettesten Sachen, die ihnen in dem Monat davor so aufgefallen sind im Web. Überwiegend in anderen Blogs, klar, aber dieses Limit will zumindest ich mir nicht auferlegen — hier wird auch das Web 1.0, Tumblr, Youtube und was weiß ich verlinkt werden, wenn es sich lohnt. Und auch der starre Monats-Rhythmus ist wohl eher nix für mich. Einziges Limit: Nur ein Link pro Quelle und Folge, sonst schreib ich mancher Leute Inhaltsverzeichnisse 1:1 ab :-)

Diese Folge hat, weil es die nullte ist, kein Zeitlimit nach hinten. Manches hier ist also schon ziemlich alt, aber trotzdem (finde ich) gut.

Genug geredet, auf geht’s:

Soviel für diesmal. Laßt mich gern wissen, was Ihr von der Idee haltet!

12. January 2012
Filed under: Allgemein, Links (zwo drei), Denk mal — Dieter Schlabonski @ 05:06

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Was, teilbare Schraubenmutter? Ja nee, is klar. Höhö. Das kennt man ja seit Jahrzehnten, diese Seite mit den unmöglichen Sonderschrauben, laaangweilig.

Im Prinzip ja.

Aber die teilbare Schraubenmutter gibt es wirklich. Sie heißt auf gut deutsch “Twinnut“, und ich halte sie für eine der wirklich seltenen genialen Erfindungen auf dem Markt des vermeintlich schon seit gefühlten Jahrhunderten bekannten und zu Ende gedachten lösbaren Zusammenbosselns von Metallteilen. Das letztemal, als ich derart baff vor einer neuen Idee in diesem Bereich stand, war in den 1980er Jahren oder so, als die Schraubenschlüssel mit Flankengriff aufkamen, mit denen man nicht nur keine Muttern mehr runddreht, sondern sogar rundgedrehte aufkriegt. Erfinder war damals Metrinch, die so heißen, weil deren Schlüssel zusätzlich auch noch auf Zoll- und metrische Schrauben passen.

Moral: Von wegen, alles ist schon erfunden. Manchmal klappt das auch heute noch. Respekt!

5. May 2010
Filed under: Allgemein, Achwas, Links (zwo drei), Wahnsinn im Alltag — Dieter Schlabonski @ 11:22

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Nein, die Überschrift bezieht sich nicht auf diesen Blog, auch wenn man’s manchmal meinen könnte, sondern auf die Bildzeitung. Über die mecker ich normalerweise ja aus zwei Gründen nicht, nämlich weil ich sie zum einen nicht lese, sondern ihre Eskapaden nur aus dem Bildblog mitbekomme, der zum anderen auch einen guten Job beim Meckern macht, so daß ich dann nicht mehr muß.

Aber diese aktuelle Fehlleistung ist einfach zu hübsch, als daß ich widerstehen könnte. Bild lamentiert über mangelnden Datenschutz bei Google Street View. Entgegen der selbstgesetzten Grundsätze von Google komme es laut Bild vor, daß Kennzeichen oder Gesichter auf Street-View-Fotos unverpixelt und somit erkennbar zu sehen seien.

Grundsätzlich hätte Bild da schon recht, das Problem anzusprechen. Wären da nicht drei kleine Ungereimtheitelein:

  1. Datenschutz? Bild? Ausgerechnet die Zeitung, die Fahndungsfotos auch nach Ende der Fahndung noch unverfremdet zur Illustration nutzt, die Familienfotos erpreßt und sich auch nicht zu schade ist, Leichen im Detail zu zeigen, mokiert sich über anderer Leute Verfehlungen beim Datenschutz bei Bildern? Als nächstes beschwert sich dann AMG über die ökologischen Defizite verschwenderisch motorisierter Luxuskarossen.
  2. Dazu paßt es dann auch, daß Bild die Google-Street-View-Bilder mit den unverpixelten Gesichtern und Kennzeichen abbildet. Natürlich unverpixelt, ist ja klar.
  3. Soweit noch “Bildness as usual”, aber als dann auch noch rauskam, daß die beanstandeten und abgedruckten Bilder gar nicht von Google Street View stammten, sondern von Flickr, fiel mir denn doch nix mehr ein.

Außer diesen Artikel zu schreiben natürlich. Und Bildblog eine Empfehlung auszusprechen: kuckt da ruhig öfter mal rein oder abonniert den Feed, das ist oft amüsant und öfter das Drübernachdenken wert. Sie berichten auch nicht (mehr) nur über Bild, andere Redaktionen sind ja oft auch nicht viel besser.

29. April 2010
Filed under: Allgemein, Links (zwo drei), Mit freundlichem Grinsen — Dieter Schlabonski @ 21:38

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Auf die besten Ideen kommen immer die anderen. Sei’s drum:

tschlannd.png

Sehr nette Aktion: Aus Anlaß der Fußball-Weltmeisterschaft und des damit verbundenen Fahnentaumels sollen auch die Ausscheidungen des besten Freundes des Menschen nicht undekoriert verbleiben, weshalb sie mit kleinen Fähnchen geschmückt werden. Eine Idee nach meinem Geschmack, ich bin ja bekanntlich für fast jeden Scheiß zu haben …

Also: Mitmachen!

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