Schlabonskis Welt ...only life is worse...

Schöner ficken in Kassel

Bevor mir jetzt jemand an die Gurgel geht: alle Bilder auf dieser Seite stammen aus demselben Druckerzeugnis und sind (außer einer sinnwahrend (!) veränderten Überschrift) unretuschiert wiedergegeben.

Schon an die Nacht gedacht?

So unverfänglich fragt Dich ein Prospekt im ICE Hamburg-Berlin am Montagmorgen. Nö, eigentlich noch nicht, denkst Du Dir, aber das Pamphlet einer Kasseläner Hotelvermittlung blätterst Du Dir trotzdem durch, obwohl Du wie jeder halbwegs klar denkende Mensch von Kassel nicht mehr zu sehen gedenkst als den Bahnhof Wilhelmshöhe.

Herzlich willkommen in Kassel

Jaja, ist ja schon gut. Was hat denn Kassel so zu bieten? Ganz klar: Süße Hasen. Zumindest erweckt das Druckwerk den Eindruck, als gäbe es dort sonst nichts Nennenswertes zu entdecken. Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungshinweise, Kinoprogramme und ähnliches sucht man jedenfalls vergebens.

Rendezvous im XXXXXXXX, Kassel Dafür gibt's, wie rechts schön zu erkennen, ihre enge und nicht eben üppig geschnittene Kleidung um so üppiger ausfüllende Damen, die Dir bereitwillig auf den Arm hüpfen und Dich mit viel zu rot gemalten Lippen selig angrinsen, egal was für eine debile Fresse Du Dein eigen nennst. Rendezvous in einem Etablissement, dessen Namen wir hier verschweigen wollen - schließlich besitzen wir so etwas wie Anstand.

Im Gegensatz offensichtlich zu den Verfassern des Prospekts, die sogleich sich beeilen darauf hinzuweisen, man biete

Dampfsauna, Hot-Whirlpool und Solarium, bis zur Massage

Wo doch jeder weiß, welche Freizeitvergnügen außer Massage auch gern mit diesem Wort bezeichnet werden.

Bevor wir in die Sauna gehen, sollten wir aber erstmal das Angebot in Augenschein nehmen, was meinst Du? Und wo ginge das besser als bei natürlichem Licht im Kaffeegarten.

Eine kleine Stärkung, 's wird ne lange Nacht Drei Damen stehen zur Auswahl. Alle haben ihre Zähne mit Ariel futur geputzt, ihre Brust nach oben geschnürt und ihre Haare mehr oder weniger gewellt. Und alle grinsen debil in die Kamera, als habe der herannahende Kellner sich gerade mit einem Tablett klebrigen Süßkrams voll auf die Fresse gelegt. Vielleicht hat aber auch bloß der Regisseur gerade die weitere Planung der Fotosession verkündet. Die Gedanken der dargestellten Personen von links nach rechts: "Umsatz!" - "Umsatz!" - "Umsatz!" - "Ficken!"

Denn man nix wie raus aus den Klamotten. Das schweißklebrige Adidas-Schöhrt macht ja auch nicht mehr wirklich den besten Eindruck. Das was drunter ist aber auch nicht... schade eigentlich.

Huii, wie das bläst!  Fast so gut wie Du... Zunächst geht's mit der netten Blondine in den Whirlpool, wo sie, dem Anlaß entsprechend noch ein wenig knapper gekleidet, ihren Gesichtsausdruck nicht nennenswert geändert hat. Offensichtlich ist's nicht so frustrierend, ihn halb(?)nackt zu sehen. Alles eine Frage der Bezahlung, so scheint's.

Diskret ziehen wir uns zurück, es gibt noch mehr zu sehen. Von unserem Titelhelden dürfen wir uns allerdings nun leider verabschieden. Schade - war er nicht wie ein lieber Freund?

In der Sauna: alles bedeckt, welch Zufall

In der Sauna tummeln sich derweil jüngere Menschen, vermutlich war Dickerchen ohne schäumendes Wasser nicht attraktiv genug anzusehen. Hier jedenfalls findet der Geschäftsreisende alles, was das Herz begehrt: junges, knackiges Fleisch beiderlei Geschlechts, das hier nur zufällig an den Geschlechtsmerkmalen durch architektonische Elemente oder andere Körperteile verdeckt bleibt - logisch, man möchte ja zum Besuch animieren und nicht die Wichsvorlage für die Zugtoilette liefern.

Nach den Wasserspielen erstmal einen saufen Nach dem Schwitzen (aus mancherlei Grund) gehen wir erstmal einen heben, natürlich noch im Bademantel, denn wer weiß, was einem da so alles rausrutschen kann. Auch hier wird wieder lasziv gelächelt, vor allem seitens der Dame im schwarzen Badeanzug - das Angebot des netten jungen Herrn scheint angenommen. Die badebemantelte Lady dagegen wirkt leicht abwesend, vermutlich ein beginnender Samenkoller. Naja, macht ja nix, ist ja genug Fleisch da. Also husch husch, ab in den Fummel.

Täglich ab 19.00 Uhr spielt unsere Live-Band in Holly's
     Bar zum Tanz

Zumindest, bis ihr Mann John McClane kommt und die Bude in kleine Stücke schießt. Ach nee, Moment - falscher Film, tschuldigung. Man beachte aber jedenfalls auch den obligatorischen Dummdeutsch-Apostrophen.

Und jetzt alle schön stehenbleiben, das hat Rhythmus

Ja, hier kriegt jeder 'ne knackige Stute in die Arme, selbst wenn er beim Tanzen mit beiden Füßen fest auf dem Boden bleibt, nach drastischem Gewichtsverlust einen zeltartig sitzenden Anzug trägt wie der Herr in der Mitte oder auch den Gewichtsverlust noch vor sich hat wie der Herr im vorteilhaft hellen Jackett links. Die gequälten Gesichter der Band kommen hier leider nicht so schön rüber, vielleicht sollte ich mir doch mal 'nen anständigen Scanner kaufen.

Totgesagte leben länger

Fütter mich! Mr. Titelbild ist doch noch mit von der Partie und rechts zu sehen. Er hat seine Blondine inzwischen in ein so verschwindendes Fetzchen einkleiden lassen, daß zumindest dem Fotografen nur äußerst knapp entgeht, wie sich beim Lachen ihre Schamhaare kräuseln vor Ekel. Dafür sind ihre Beine aber in den metallisch schimmernden Strümpfen immerhin einigermaßen ansehnlich - jaja, was ein bißchen Effektlack doch ausmachen kann...

Schwing Deinen Hintern auf die Bar

Wer weniger Glück bei der Bekleidung seiner Schnepfe hat, der kann dieselbe ja immer noch grabschgünstig auf der Hotelbar plazieren, um dann in aller Ruhe deren Kleider- oder auch Körperöffnungen zu erforschen. Preisfrage: wo ist seine rechte Hand?

Der nun folgende Teil des Abends mußte leider deutlich dezenter angedeutet werden: man erinnere sich, wo dieser Prospekt ausliegt. Im ICE fahren schließlich nicht nur notgeile Herren (logisch, was würde ich da sonst auch machen? ;-), sondern auch Familien, deren Oberhäupter so einen "Schmutz" sicherlich nicht gern in den Händen ihrer Teppichratten wüßten. Lieber schon in den eigenen.

Der Notdienst ist rund um die Uhr besetzt Hier sehen wir die Telefonhotline. Ob es sich bei der gezeigten Dame um die Abteilung für ICARVAAL ("interactive coitus action replacement via analog audio line", vulgo: Telefonsex) handelt oder um eine echte Beischläferin, kann nicht mit letzter Sicherheit bestimmt werden - die Optik läßt aber eher letzteres vermuten, auch weil schon die Nachttischlampe brennt. Vermutlich werden zunächst letzte Vertragsdetails geklärt, bevor Mann Hand anlegen darf.

Prrrräsentiert das ... Bein! Anderswo wird bloß noch gewartet, bis der Freier aus der Dusche kommt, und unterdessen das einladende Grinsen weiter geübt. Frau will ja nicht, daß es ihr angesichts des nackten Wals vergeht, wenn der aus dem Bad kommt und angesichts des kaum verhüllt Dargebotenen sogleich erneut zu transpirieren beginnt.

Und nach dem Vollzug nebst unmittelbar anschließender Nachtruhe? Da kommt es noch dicker:

Der große Frühstücksspaß

Lust auf ... Frühstück? Auch beim Frühstück gegen die Gespielinnen gern zur Hand. Nicht ganz so knapp bekleidet wie am Vorabend, machen sie dennoch einen appetitlichen Eindruck - man möchte, daß Du wiederkommst und weißt, daß Du dann wieder kommst.

Und auch die Kaffeeträgerinnen bieten was für's
     Auge

Selbstverständlich wird dem gierigen Auge aber auch einiges geboten, wenn mal das nötige Kleingeld nicht zur Hand ist. Wer möchte da nicht reinkneifen?

Wir sehen also: Kassel hat viel zu bieten. Laut diesem Prospekt nämlich u.a. ein Geschlechterverhältnis von nahezu 2:1 für die Damen (Personal nicht mitgerechnet), von denen dann auch noch gut die Hälfte un- oder kaum verhüllt zu sehen sind. Außerdem alles, was das Ficken schöner macht, von extra breiten Doppelbetten bis hin zu Sauna und Whirlpool. Diskretion und Sauberkeit sind da schon selbstverständlich. Wir sehen also: ein schönes Beispiel zielgruppengerichteter Werbung hat man da im ICE verteilt. Na denn:

Die nächste Nacht: SCHÖNER SCHLAFEN in Kassel


Kommt gut rein! Wünscht jedenfalls
  Euer Dieter Schlabonski.


[ Zurück zum Blog | Alte Startseite | Alle alten Seiten | E-Mail ]

Erstellt am 18.09.1999
Letzte Änderung am 18.07.2004 16:44 (CEST)
Diese Seite liegt auf http://www.schlabonski.de/kassel.html

Best viewed with any browser Valid HTML 4.0! 100% hand coded HTML