Der Verkehr auf den Straßen ist hierzulande vergleichbar mit dem Spiel jeder gegen Leben ohne Gewinner. Das mag wohl an teilweise fehlenden Geschwindigkeitsgrenzen und der Promille-Grenze liegen. Da wird mit 180 eine Autobahnbaustelle nebst betrieblichen Humankapitals fröhlich in unmittelbarer Umgebung oder auf diversen Autodächern verteilt, da wickeln junge Disocbesucher ihre Karren nebst Innereien um dem Baum oder glimmen einsam auf frischgemähten Kornfeldern dahin, nur um zu testen, ob Drogen und Alkohol wirklich eine beißende Kombination zum Vierrad sind. Das ist aber alles normaler Alltag...
Viel gravierender ist jedoch die Tendenz zur akuten Lahmarschigkeit. Als ob Einschlafen und Scheiße-Fahren ein neuer Volkssport werden, nach dem Motto "Runter vom Gas von hinten kommt einer!" haben diverse Autofahrer Ihren Fahrstil komplett umgestellt. Leider nicht zum Guten...
Man muss jedoch folgendes unterscheiden: Lahmarschig ist nicht jedes Fahrzeug. Ein Lastwagen aus Polen mit Getriebeschaden und Flüchtlingen aus Tschetschenien oder Aserbaidschan ist beispielsweise KEIN Lahmarsch! "Warum nicht?", werden sich vielleicht manche geplagten Mitglieder des debilen Straßenverkehrs fragen. Erzeugt doch so ein Laster auf der Straße eine unglaublich große Zahl von Hasslatten. Stimmt. Aber darum geht es nicht. Lahmärsche könnten schneller fahren, tun es aber nicht. Laster, schraddelige VW-Busse und ähnlich untermotorisiertes Geraffel müßte schneller fahren (oder würde doch zumindest wollen), darf es aber (und kann es meistens auch) nicht.
Um Lahmärsche und andere Verkehrsteilnehmer auseinanderhalten zu können, gibt es hier die besonderen Unterscheidungsmerkmale.
Diese goldenen zehn Regeln spiegeln die Ursache für die meisten Unfälle, Rohträitsch-Inzidenntz oder Selbstmordattentate wieder. Die elfte Regel wäre jedoch die endgültige:
11. Lahmärsche sind unsterblich! Naja, jeder für sich nicht, hoffe ich. Aber als Gesamtheit schon. Täglich machen neue Lahmärsche den Führerschein, und zwar mehr, als eines verdienten Todes sterben.
Somit ist auch ein für allemal bewiesen, daß die Welt nicht gerecht sein kann. Aber das ist man ja gewohnt. Denn schließlich gilt heute wie immer:
Willkommen in Schlabonskis Welt!
Euer Dieter Schlabonski
Erstellt am 21.08.2001. Letzte Änderung am 20.02.2002.
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