Schlabonskis Welt ...only life is worse...

Hörminejtor

Manchmal findet man in seinem Mehlfolder einen Text, der nicht nur allein zur Beweihräucherung dieser eigenen Hompäitsch führt, sondern auch und vor allen Dingen zu einem netten Lesewerk... oder so ähnlich. Würden wir T-Shirts, Taschen oder Aquarien mit unseren Insignien verschenken, er hätte bestimmt alles bekommen... Als Danke schön quasi verlöffentlichen wir die Mehl. Ist doch zumindest ein guter Anfang, oder? Ok. Einziger Wehrmutstropfen ist die falsche Aussprache unserer URL, aber die kann sich eh keiner merken...

Danke, tionlein: Mit flacher Rate fängt man auch mal an, im Netz herumzuwühlen, ohne sich durch Kosten für onlein-Zeiten (wie niedlich das klingt: onlein wie Elflein oder Kätzlein oder ganz rein - nein, DAS war jetzt unfein und vergessen wir gleich wieder) künstliche Beschränkungen aufzuerlegen. Und so schaut man bei Links auch mal, was da dahinter steckt.

Meine Leidenschaft für Modellbahnen - die Modellbahnwelt im Keller macht einen zum Schöpfer en miniature - führte mich über einen Link auf die Schriftart für KFZ-Kennzeichen zu einer Domain mit dem seltsamen Namen Schablonski. Ein Haushaltswarengeschäft? Oder russische Maskenvorlagen fürs Malen? Mal sehen: www.schablonski.de. Aha.

Kucken wir mal so durch: Blut und Eiter. Ui, eine Horrorseite: mir graut jetzt schon und traue mich kaum, den Link anzuklicken (warum gibt es nur Links im Internet? wo sind die viel beschworenen Rechten Seiten? Nur Gerüchte? IST Blut und Eiter vielleicht gar kein Link, sondern ein Rechts?). Aber mein Herz bleibt nicht vor wohligem Entsetzen stehen, es ist Humor – und, wie alles bei Schablonski (woran erinnert mich nur der Name?), ein Humor, den man sich in diesem unserem Lande kaum mehr zu erträumen wagte. Super!

Apropos Super: da gab es doch diesen österreichischen Schifahrer, der alle in Grund und Boden fuhr – zuletzt sogar sich selber, wenn auch nicht mit zwoa bredln, sondern – wenn ich mich nicht irre – 2 Zylindern auf 2 Rädern. Fast wäre es nachher nur noch ein Bein gewesen. Wenn Sie glauben, ich schließe mich der Häme derjenigen an, die jetzt sagen "recht geschieht ihm" und sich in diesem Sinne auf seiner Homepage www.hermannmaier.at äussern, so muss ich Sie enttäuschen - nicht zuletzt, da ich 1973 (das war das Jahr, in dem Pink Floyd mit "Dark Side of the Moon" auf Tour war – vielleicht erinnern Sie sich, wer Pink Floyd war; wer zum Teufel ist Schablonski?) selber nach einem ähnlichen Motorradunfall ebenfalls mit offenem Unterschenkelbruch und Oberschenkelbruch 4 Operationen und 200 Tage in einem Münchner Krankenhaus einen Chirurgiekurs der anderen Art hinter mich brachte. Die Sportkarriere des "Herminators" Hermann Maier wird wohl zu Ende sein – auch wenn die "handwerkliche Medizin" seit damals erhebliche Fortschritte gemacht hat. Er tut mir leid.

Warum ich das erwähne? Weil mich die Äußerungen mancher Web-Teilnehmer – und eben auch auf dem Gästebuch der hermannmaier.at-Seite – daran zweifeln lassen, dass Menschen Hirn (bzw. Fleisch) im Kopf haben. Dank Schablonski (verdammt noch mal, den Namen kenne ich doch irgendwo her) habe ich den Glauben an die Menschheit – oder zumindest einen Teil davon – wiedergefunden. Auch wenn sie nur aus Fleisch sind...

Verfasst von Peter Popp am 17.09.2001. Letzte Änderung am 20.02.2002.

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