Schlabonskis Welt ...only life is worse...

Millenium

Na, gemerkt? Natürlich ist in der Überschrift dieses Artikels das schönste Unwort des Jahrtausends, "Millennium", flasch geschrieben. Aber damit ist Schlabonskis Welt in guter Gesellschaft, wie eine simple Altavista-Suche beweist: Über 500.000 Treffer! Fast halbsoviele wie bei korrekter Schreibung. Immerhin.

Die Tatsache, daß dieser Tage zualledem auch überhaupt gar kein Jahrtausendwechsel stattfindet, gerät angesichts des präapokalyptischen Freudentaumels zunehmend in Vergessenheit. Debiles Gestammel wie "wer erst nächstes Jahr den Jahrtausendwechsel feiert, mag recht haben, verpaßt aber 'ne geile Paaadie" wird als Schutzbehauptung vorgeschoben. Worum es eigentlich geht, ist klar: Kohle.

Denn so'n Jahrtausendwechsel ist ja ein prima Grund zum Geldausgeben. Da wollen mehr als nur die paar üblichen Milliarden verballert werden, und mehr als die übliche halbe Flasche Schampus pro Kopf geleert. Da wollen Gläser an die Wand geschmissen werden wie funktionsuntüchtige Computer aus dem Fenster, da wird ein Faß aufgemacht, da wird gereist, gefeiert, gesoffen – bis zum Erbrechen und darüber hinaus.

Denn so'n Jahrtausendwechsel, daaas gips nuää ain-mahl, das koommt niiie wiiie-däää...

Von wegen.

Wetten, daß alle, aber auch alle der Vollidioten, die jetzt noch vom Millen(n)ium faseln, so spätestens September, Oktober 2000 sich eines besseren besinnen werden? Denn dann ist ja der echte Jahrtausendwechsel, das gibt es dann wirklich nur einmal...

"Wer mich belügt, ist selbst schuld, wenn ich's merke", so schrieb ich letzthin. Im Moment belügen mich aber alle. Soll ich deswegen alle boykottieren? Obwohl, die Idee hat was. So komm ich vielleicht von meinen Schulden runter.

Unterdessen fand ich neulich eine interessante Theorie zum Ursprung des Wortes "Millenium" mit einem "n". "Millennium" stammt ja bekanntlich von "annus", lat. "Jahr". Wovon stammt also "Millenium"? Logisch: von "anus", lat. "Arsch". Denn dieses derzeitige "Millenium" ist ja wohl die größte Verarschung des Jahrtausends.

Also, wir sehen uns vielleicht gesund und hoffentlich munter im letzten Jahr dieses Jahrtausends wieder! Feiert schön!

Wünscht jedenfalls
  Euer Dieter Schlabonski.

Erstellt am 29.12.1999.

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