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Quantenphysik

Geklaut von arensb@cvl.umd.edu (Andrew Arensburger) und übersetzt.

Unser heutiges Thema ist Quantenphysik. Quantenphysik entstand in den 30er Jahren aus einer Wette zwischen Albert Einstein und Niels Bohr darüber, wer sich die lächerlichste Theorie ausdenken und sie dann veröffentlichen könne. Die meisten Leute sind der Meinung, daß Bohr haushoch gewonnen hat. Dafür hat sich Einstein aber im Badehosen-Wettbewerb achtbar geschlagen.

Einer der wichtigsten Forscher auf dem Gebiet der Quantenphysik ist Werner Heisenberg, ein Mann mit einem wundervollen Sinn für Humor, dessen Einzeiler immer für einen Lacher gut sind. Zum Beispiel: "Delta-p mal delta-x ist kleiner als h." Ha! Ha! Was für ein Brüller! Bekannt ist er auch als "Heisenbergs Unschärfeprinzip", eng verwandt mit Goedels Unvollständigkeitstheorem, welches aussagt, daß manche Dinge wahr sind, man sie aber nicht beweisen kann, wie zum Beispiel wenn ich mit meiner Frau darüber diskutiere, wer von uns an der Reihe ist, den Müll runterzubringen.

Heisenbergs Unschärfeprinzip sagt, daß, wenn etwas hinreichend klein ist, man nichts darüber sagen kann. Jeder mit dem IQ einer Tüte Backpulver versteht sofort, daß das nichts anderes bedeutet, als daß wenn man etwas ansieht, das so klein ist, daß man es nicht sehen kann, wie zum Beispiel das Gehirn meines Hundes Oscar Wilde, man offensichtlich nicht sagen kann, welche Farbe es zum Beispiel hat.

Manche Leute haben allerdings die Pointe nicht verstanden und beschlossen, dieses Prinzip näher zu untersuchen. Sie versammelten sich und saßen den ganzen Tag herum, machten "Gedankenexperimente" wie zum Beispiel "Gottseidank sind wir theoretische Physiker und müssen uns nicht mit Partikelbeschleunigern und anderen schweren Geräten die Finger dreckig machen". Das bekannteste davon ist "Schrödingers Katze". Es besteht darin, daß mehrere Physiker Erwin Schrödingers Katze Fluffy kidnappen und in eine Kiste sperren, zusammen mit einer radioaktiven Quelle wie, sagen wir mal, Miracoli. Dann laufen sie mit wichtigen Mienen um die Kiste herum und reißen schlaue Kommentare darüber, daß sie nicht wissen, was in der Kiste vor sich geht. Das geht so weiter, bis die Putzfrau die Kiste findet, sie aufmacht und den Physikern sagt, ob die Katze tot ist oder sich vielleicht in einen menschenfressenden Floh der Größe Norwegens verwandelt hat.

Der Sinn dieses Experiments ist, zu zeigen, daß Unsicherheit auf der Quantenebene auf der makroskopischen Ebene entdeckt werden und dort weitverbreitete Ratlosigkeit und Paranoia hervorrufen kann. Außerdem erklärt es, warum Heftklammern einfach rumliegen, solange man sie ankuckt, aber sobald man sich umdreht wild kichernd davonrennen und sich in Kleiderbügel verwandeln.

Ein anderer berühmter Forscher ist Richard Feynman, der die Feynman-Diagramme erfunden hat. Das sind viele krakelige Linien mit griechischen Buchstaben daneben. Entdeckt wurden sie, als eines Tages Hans Bethe in Feynmans Büro kam, um ihm zu sagen, daß ein paar der Jungs aus der Partikelforschung unten am Zyklotron eine Jam-Session machten, und ob er mit seinen Bongos mitmachen wolle? Feynman war aber gerade nicht da, sondern weg, Safes aufbrechen oder so, also wollte Bethe ihm eine Notiz hinterlassen. Auf seinem Schreibtisch fand er eins der Bilder, die Feynmans Tochter im Kindergarten gemalt hatte. Bethe konnte nicht erkennen, wo bei dem Bild oben und unten war. Also beschloß er: Wenn sogar ich das nicht verstehe, muß das was tierisch Schlaues sein, und nannte es prompt ein Feynman-Diagramm.

Das war ein großer wissenschaftlicher Durchbruch. Und seit dieser Zeit hängen stolze Eltern Feynman-Diagramme mit kleinen Magneten an Kühlschranktüren, fest davon überzeugt, daß ihre kleinen Lieblinge jeden Tag wichtige wissenschaftliche Theorien entwickeln.

Denn sie sind ja schließlich begabte Kinder.

Erstellt am 23.12.1999.

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