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Kulinarische Ausflüchte

Heute: Vegetarier

Auf die Frage "Hat's geschmeckt?" mag ein Durchschnittsgenießer einem einzerfleischten Vegetarier selten antworten, ohne Gefahr laufen zu müssen, beim Heucheln den Tofuklumpen ins Atemorgan zu würgen, statt in den auf sein kommendes Leiden vorbereiteten Magen.

Wie es zu der Annahme kam, daß Fleisch als Teil menschlicher Nahrung überflüssig sei, läßt sich nur schwer ausmachen. Mit Sicherheit kann man die Behauptung aufstellen und beweisen, daß die Neandertaler mit Vorliebe Fleisch aßen, schließlich gab es unter diesen Primaten keine Studenten. Unklar ist leider, ob diese zierlich-haarigen Geschöpfe ausgestorben sind, weil sie von ihrer Umwelt nicht mehr akzeptiert wurden oder durch fremden Einfluß von Veganern nix mehr zu beißen fanden... Und schließlich drängt sich dem nachdenklichen Beobachter auch die Frage auf: Wenn wir keine Tiere essen sollen – warum sind die Viecher dann aus Fleisch?

Als Mensch, der von sich selbst behauptet, daß er Schweinefleisch mal ganz gerne mag, oder sich ein Stück vom Rind zusammen mit Speck als Roulade mal wieder auf seinen Teller wünschen täte, sind die Äußerungen von Vegetariern über "gemeiner Tiermörder" und "Cholesterinabhängiger" nur der netteste Anteil von Beleidigungen, die man zu ertragen hat.

Aber was macht vegetarisches Essen eigentlich so modern, so... gesund? Ist es allein das Essen, oder der Geschmack, der die Leute an den Rand der Magersucht treibt? Man weiß es nicht. Allerdings muß man in Zukunft sich fragen, ob es die Tierverzehrer oder die Planktongenießer sein werden, die die letzten Tage auf Mutter Erde erleben werden. Oder gar ... *schluck* ... beide?

Nichtsdestotrotz ist die vegetaristische Küche wohl mehr als ein Hort der ewigen Beilage und des Gemüsebratlings berühmt, die man daher auch nicht missen mag, wenn es nicht diese verschiedene Radikalität und den Gemüsekillern gäbe.

Nach dem Motto "Interpretation schürt die Inkonsequenz" gibt es unter den Vegetarieren auch solche, die Fische und so manches Gefieder nicht als Tier identifizieren können, aufgrund deshalb arme, ungeschlüpfte Fischkinder und unbefruchtetes Hühnererbgut umso schneller das Zeitliche zu segnen haben. Natürlich wird bei den ausgewachsenen Exemplaren auch nicht immer eine Ausnahme gemacht.

Die reinen Vegetarier mögen vielleicht den oben genannten Gesellschaftskreis verschmähen, sie selbst sind aber auch nicht besser dran. Obwohl sie behaupten, mit massenhafter Tiertöterei nichts zu tun haben zu wollen, greifen sie zumindest zu einem Ersatz, um zumindest das an sich nagende Bedürfniss aus Kindertagen irgendwie doch noch stillen zu können. Ob es sich aber nun um echte Vegetarier hanndelt, läßt sich aber auch nicht unbedingt sagen, denn schließlich werden ja noch fröhlich die Schokolade und die Weingummi beim Zellentreffen der Radikalos herumgereicht. Danke auch.

Die mieseste Steigerung sind dann höchstens noch die vereinsamten Leute, die sich nur an bereits halb faulen, ungespritzen Obst und Gemüse von umgestürzten Bäumen oder Lastwagen vergreifen. Auch wenn diese Gattung "Mensch" von dem Rest der Gesellschaft mehr ausgeschlossen als geduldet wird, was auch irgendwie an den knochenartigen Autfitt liegen mag, lassen sie sich von ihrem, nein, DEM Weg nicht abbringen. Wovon diese Leute im Winter leben wollen, bleibt unklar; aber schließlich gibt es ja noch abgestandenes Wasser...

Guten Appetittt wünscht Euch
  Euer Dieter Schlabonski.

Erstellt am 01.03.2000.

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